Bundesrat verabschiedet Botschaft zur Digitalisierung der Zollverwaltung

Newsroom S-GE
Ein ofizieller Stempel der Schweiz auf einem Formular.
Die Digitalisierung soll Erleichterungen für alle Beteiligten hervorrufen.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 15. Februar 2017 die Botschaft für eine umfassende Modernisierung und Vereinfachung sämtlicher Prozesse der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) verabschiedet (Programm DaziT). Die Erreichung dieses Ziels setzt eine Gesamterneuerung der Informatik-Landschaft in der EZV voraus. Dazu wird ein Gesamtkredit von rund 400 Millionen Franken beantragt. Wirtschaft, Bevölkerung und Verwaltung sollen dank durchgängig digitalisierter Prozesse von wesentlichen Erleichterungen profitieren.

Die EZV ist eine wichtige Akteurin in der internationalen Lieferkette von Gütern- und Dienstleistungen sowie das zentrale Sicherheitsorgan an der Schweizer Grenze. Auf der Grundlage eines Gesamtkredits von rund 400 Millionen Franken für die Jahre 2018 bis 2026 soll die EZV mit dem Programm DaziT eine umfassende digitale Transformation erfahren. Das Programm soll insbesondere die Wirtschaft entlasten, indem die Kosten für die Zollverfahren (Regulierungskosten) gesenkt werden. Innerhalb der Verwaltung soll DaziT zu schlankeren und effizienteren Prozessen führen. In der anfänglichen Programmphase sind Investitionen und eine temporäre Verstärkung der Personalressourcen nötig. Ab 2023 können dank der erzielten Produktivitätssteigerung von rund 20 Prozent die Verwaltungskosten der EZV in den von DaziT betroffenen Bereichen gesenkt werden. Schliesslich führt DaziT zu effektiveren Kontrollen, wodurch sich auch die Sicherheit im Warenverkehr verbessert.

Die Programmbezeichnung «DaziT» steht für «Dazi», das rätoromanische Wort für Zoll, und für «Transformation», während die «IT» das zentrale, ermöglichende Element darstellt.

Durchgängige Digitalisierung

Die Formalitäten beim Grenzübertritt von Waren und Personen werden heute nicht im technologisch möglichen Umfang unterstützt. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Informatik-Landschaft der EZV über Jahrzehnte gewachsen ist und die einzelnen Anwendungen eine bereichsübergreifende Nutzung der Daten verhindern. Die Geschäftsprozesse der EZV weisen sowohl innerhalb als auch im Austausch mit den Kunden Medienbrüche auf und binden Ressourcen.

Mit dem Programm DaziT sollen bis 2026 sämtliche Zollprozesse digitalisiert werden, um den Grenzübertritt weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen. Künftig sollen Kunden ihre Verpflichtungen über ein Internet-Portal rund um die Uhr und von jedem Ort aus erfüllen können. Dadurch wird auch der physische Grenzübertritt beschleunigt.

Die Neuerungen werden sich auch in einer höheren Effektivität des Zolls auswirken. So sollen die Daten für Risikoanalysen und Kontrollen schneller und verlässlicher beschafft werden. Die Vereinfachung der Zollprozesse und die Gesamterneuerung der Informatik wird auch die Ausrichtung der Organisation der EZV auf die neuen Herausforderungen nach sich ziehen.

Quelle: Medienmitteilung des Bundesrats

Kontakt:

Nicolas Rion, Kommunikation DaziT, Tel. 031 309 12 64, medien@ezv.admin.ch

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Mit dem Programm DaziT sollen bis 2026 sämtliche Zollprozesse digitalisiert werden, um den Grenzübertritt weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen. Künftig sollen Kunden ihre Verpflichtungen über ein Internet-Portal rund um die Uhr und von jedem Ort aus erfüllen können. Dadurch wird auch der physische Grenzübertritt beschleunigt.

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Quelle: Medienmitteilung des Bundesrats

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Nicolas Rion, Kommunikation DaziT, Tel. 031 309 12 64, medien@ezv.admin.ch

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