KMU-Exportperspektiven 4. Quartal 2016: USA als wichtige Stütze für Schweizer Exporte

Unabhängig vom Ausgang der anstehenden US-Präsidentschaftswahlen glauben Schweizer KMU weiter an die Exportdestination USA. 98% der von Switzerland Global Enterprise (S-GE) befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sie in fünf Jahren mehr oder zumindest gleich viel in die USA exportieren werden. Die Credit Suisse erwartet eine robuste Konjunkturentwicklung in den USA. Das Wachstum für 2016 dürfte bei 1.5% liegen und für 2017 auf 2.0% zulegen, wobei insbesondere die Konsumausgaben als Treiber wirken. Die Exportstimmung unter den Schweizer KMU hat sich gemäss der Umfrage von S-GE weiter aufgehellt und steht nahe am 2-Jahres-Höchststand, der zu Beginn des 1. Quartals 2015 erreicht wurde.

Bettina Rutschi, Senior Economist bei der Credit Suisse, sagt dazu: «Die erwartete Beschäftigungszu-nahme und das Lohnwachstum steigern den Konsum und treiben damit die ganze US-Wirtschaft an. Ausserdem könnte das positive Momentum im Arbeitsmarkt zu höheren Wohnbauinvestitionen und einer Verstärkung der Bauaktivität führen. Die Unternehmensinvestitionen dürften demgegenüber rela-tiv verhalten bleiben. Dies ist teilweise dem Anpassungsprozess in den Sektoren Energie und Bergbau zuzuschreiben, aber auch der generell hohen Unsicherheit und dem nach wie vor starken US-Dollar. Letzterer wirkt allerdings weiterhin vorteilhaft für Schweizer Exporteure.»
 
Alberto Silini, Leiter Beratung bei Switzerland Global Enterprise (S-GE), sagt: «Die USA mit ihrem grossen BinnenmarktIm engeren Sinn die Gesamtheit aller Märkte einer Volkswirtschaft, auf denen Güter und Dienstleistungen für den inländischen Verbrauch gehandelt bzw. erbracht werden. Die Regeln, die im schweizerischen Binnenmarkt gelten, sind im Bundesgesetz über den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM, SR 943.02) vom 6. Oktober 1995 festgehalten.

Ein Binnenmarkt muss jedoch in einem weiter gefassten Sinn nicht auf die Volkswirtschaft eines Landes beschränkt bleiben. So vereinigt der Europäische Binnenmarkt die Märkte der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Der Binnenmarkt der EU ist ein Raum ohne Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital gewährleistet ist. Den einzelnen Mitgliedstaaten soll so u. a. die Möglichkeit genommen werden, mit Hilfe einer protektionistischen Aussenwirtschaftspolitik (z. B. durch Zölle oder technische Handelshemmnisse) Importgüter zum Schutz der inländischen Wirtschaft und ihrer Produkte zu verteuern. Entscheidend für die Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes waren ein 1985 in einem Weissbuch vorgelegtes Rechtssetzungsprogramm der Europäischen Kommission und die Einheitliche Europäische Akte von 1986, mit der die Gründungsverträge der EU ergänzt und erweitert wurden.

Mit dem Vertrag über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurde das Binnenmarktrecht der EU 19 auf die EFTA-Staaten Liechtenstein, Norwegen und Island ausgedehnt. Die Schweiz, ebenfalls Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), lehnte den Beitritt zum EWR 1992 in einer Volksabstimmung ab.
, solidem Wachstum und harter Währung werden weiter ein wichtiges Standbein für die Schweizer Exporteure bleiben. Trotz sprachlicher und kultureller Nähe dürfen sie sich jedoch nicht dazu verleiten lassen, den Markt zu unterschätzen. Das regulatorische Umfeld ist komplex und der Wettbewerb intensiv, wie unsere Umfrage zeigt. Ein Markteintritt will also gründlich vorbereitet werden. KMU tun zudem gut daran, ihr Netzwerk gezielt aufzubauen – das ist der erste Schritt zum Erfolg im Markt.»
 
Statements zur aktuellen Exportstimmung von Bettina Rutschi, Ökonomin im Economic Research der Credit Suisse, und Alberto Silini, Leiter Beratung von Switzerland Global Enterprise, sind verfügbar unter: www.youtube.com

Weitere Informationen zu den KMU-Exportperspektiven für das 4. Quartal 2016 finden Sie in der Broschüre.
 
Die KMU-Exportperspektiven für das 1. Quartal 2017 werden am 17. Januar 2017 publiziert.

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Bettina Rutschi, Senior Economist bei der Credit Suisse, sagt dazu: «Die erwartete Beschäftigungszu-nahme und das Lohnwachstum steigern den Konsum und treiben damit die ganze US-Wirtschaft an. Ausserdem könnte das positive Momentum im Arbeitsmarkt zu höheren Wohnbauinvestitionen und einer Verstärkung der Bauaktivität führen. Die Unternehmensinvestitionen dürften demgegenüber rela-tiv verhalten bleiben. Dies ist teilweise dem Anpassungsprozess in den Sektoren Energie und Bergbau zuzuschreiben, aber auch der generell hohen Unsicherheit und dem nach wie vor starken US-Dollar. Letzterer wirkt allerdings weiterhin vorteilhaft für Schweizer Exporteure.»
 
Alberto Silini, Leiter Beratung bei Switzerland Global Enterprise (S-GE), sagt: «Die USA mit ihrem grossen BinnenmarktIm engeren Sinn die Gesamtheit aller Märkte einer Volkswirtschaft, auf denen Güter und Dienstleistungen für den inländischen Verbrauch gehandelt bzw. erbracht werden. Die Regeln, die im schweizerischen Binnenmarkt gelten, sind im Bundesgesetz über den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM, SR 943.02) vom 6. Oktober 1995 festgehalten.

Ein Binnenmarkt muss jedoch in einem weiter gefassten Sinn nicht auf die Volkswirtschaft eines Landes beschränkt bleiben. So vereinigt der Europäische Binnenmarkt die Märkte der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Der Binnenmarkt der EU ist ein Raum ohne Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital gewährleistet ist. Den einzelnen Mitgliedstaaten soll so u. a. die Möglichkeit genommen werden, mit Hilfe einer protektionistischen Aussenwirtschaftspolitik (z. B. durch Zölle oder technische Handelshemmnisse) Importgüter zum Schutz der inländischen Wirtschaft und ihrer Produkte zu verteuern. Entscheidend für die Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes waren ein 1985 in einem Weissbuch vorgelegtes Rechtssetzungsprogramm der Europäischen Kommission und die Einheitliche Europäische Akte von 1986, mit der die Gründungsverträge der EU ergänzt und erweitert wurden.

Mit dem Vertrag über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurde das Binnenmarktrecht der EU 19 auf die EFTA-Staaten Liechtenstein, Norwegen und Island ausgedehnt. Die Schweiz, ebenfalls Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), lehnte den Beitritt zum EWR 1992 in einer Volksabstimmung ab.
, solidem Wachstum und harter Währung werden weiter ein wichtiges Standbein für die Schweizer Exporteure bleiben. Trotz sprachlicher und kultureller Nähe dürfen sie sich jedoch nicht dazu verleiten lassen, den Markt zu unterschätzen. Das regulatorische Umfeld ist komplex und der Wettbewerb intensiv, wie unsere Umfrage zeigt. Ein Markteintritt will also gründlich vorbereitet werden. KMU tun zudem gut daran, ihr Netzwerk gezielt aufzubauen – das ist der erste Schritt zum Erfolg im Markt.»
 
Statements zur aktuellen Exportstimmung von Bettina Rutschi, Ökonomin im Economic Research der Credit Suisse, und Alberto Silini, Leiter Beratung von Switzerland Global Enterprise, sind verfügbar unter: www.youtube.com

Weitere Informationen zu den KMU-Exportperspektiven für das 4. Quartal 2016 finden Sie in der Broschüre.
 
Die KMU-Exportperspektiven für das 1. Quartal 2017 werden am 17. Januar 2017 publiziert.

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