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Zolltarife weltweit

Mit welchen Einfuhrabgaben muss in einem Exportland gerechnet werden? Antworten liefern Datenbanken, die sich anhand des HS-Codes abfragen lassen.

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Häufigste Fehler im Export

Ein deutscher Kunde hat verlangt, dass wir ihn mit der Incoterms-Klausel DDP beliefern. Was wir auch gemacht und in der Folge die deutsche Einfuhrumsatzsteuer von 19% bezahlt haben. Wie können wir diese nun zurückfordern?

Wir haben Lieferungen nach Brasilien und hierfür  ein EUR. 1 ausgestellt. Wieso ist die Einfuhr nicht zollfrei?

Ein Kunde aus Deutschland hat bei mir Waren bestellt, welche ich direkt vom Lieferanten aus Österreich nach Deutschland habe liefern lassen. Nun wird mir die ausländische MWST in Rechnung gestellt. Was kann ich tun?

Ich habe Waren nach Deutschland geschickt und dachte, dass dank des Freihandelsabkommens keine Zölle entrichtet werden müssen. Trotzdem musste der Empfänger Zoll zahlen.

Unsere Vormaterialien sind zu 80% aus der Schweiz und dem EU-Raum. Trotzdem sagt die Zollbehörde, dass wir zu Unrecht Schweizer Ursprung deklariert haben. Wir dachten, dass 80% Schweizer und EU-Ursprung bestimmt reicht, um präferenziellen Ursprung zu deklarieren.

Auf unseren Waren steht «Made in Switzerland», deshalb haben wir keinen Ursprungsnachweis für die Zollbefreiung erstellt.

Unsere Ware hängt am Zoll in Saudi-Arabien fest. Es wird ein «Certificate of Conformity» (SASO) verlangt. Bei früheren Lieferungen war dies nicht der Fall. Was ist das?

Wenn wir eine Lieferung mit der Klausel «ex works» haben, machen wir immer noch die Ausfuhrdokumente für den Kunden bereit und die Ware zur Ausfuhr frei.

Bei der Proforma-Rechnung haben wir einen tieferen Wert als den effektiven Warenwert angeben.

Wir haben ein Ursprungszeugnis für eine Ware ausgestellt, die direkt von Deutschland nach Katar verschickt wurde. Nun müssen wir eine Zollbusse bezahlen. Was haben wir falsch gemacht?

Wir haben den passiven Veredelungsverkehr angewendet, obwohl die Ware Schweizer Ursprung hatte.

 

Ein deutscher Kunde hat verlangt, dass wir ihn mit der Incoterms-Klausel DDP beliefern. Was wir auch gemacht und in der Folge die deutsche Einfuhrumsatzsteuer von 19% bezahlt haben. Wie können wir diese nun zurückfordern?
Bei DDP-Lieferungen sollte wenn möglich der Zusatz «unversteuert» verwendet werden, damit der Importeur trotzdem Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer bleibt. Er kann diese ohne Probleme zurückfordern, sofern es sich um eine Firma handelt. Wenn Sie als Schweizer Firma DDP (versteuert) liefern, sollten Sie sich vorgängig für die MWST im Bestimmungsland registrieren, damit Sie diese Steuer zurückfordern können. Eine Registrierung zieht aber auch einige Pflichten nach sich. Mehr dazu hier.
Bei DDP-Lieferungen wird ausserdem eine EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification) benötigt; diese kann beim zuständigen EU-Zollamt beantragt werden.
Wir haben die Klausel DAP für die Verschiffungen nach Brasilien gewählt.

Wir haben Lieferungen nach Brasilien und hierfür  ein EUR. 1 ausgestellt. Wieso ist die Einfuhr nicht zollfrei?
Das EUR.1 oder eine Ursprungserklärung auf der Rechnung hat nur Wirkung, wenn mit dem Bestimmungsland ein Freihandelsabkommen besteht. Mit Brasilien hat die Schweiz bisher kein Abkommen abgeschlossen.

Ein Kunde aus Deutschland hat bei mir Waren bestellt, welche ich direkt vom Lieferanten aus Österreich nach Deutschland habe liefern lassen. Nun wird mir die ausländische MWST in Rechnung gestellt. Was kann ich tun?
Solche Reihengeschäfte mit der EU sind aus mehrwertsteuerlicher Sicht nicht so einfach, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Bei diesen Geschäften kommt es immer auf die verwendeten Incoterms an und ob es sich um eine Lieferung oder Abholung handelt. Je nachdem ist die Lieferung im Bestimmungs- oder im Abgangsland steuerbar; dies hat meistens eine MWST-Registrierungspflicht in einem der EU-Länder zur Folge. Mehr dazu hier.

Ich habe Waren nach Deutschland geschickt und dachte, dass dank des Freihandelsabkommens keine Zölle entrichtet werden müssen. Trotzdem musste der Empfänger Zoll zahlen.
Die Zollbegünstigungen gelten nicht automatisch und ohne Zutun des Exporteurs. Der Exporteur muss (sofern es sich um präferenzielle Ursprungswaren handelt)  den Ursprung nachweisen (mittels einer Warenverkehrsbescheinigung oder einer Ursprungserklärung auf der Rechnung). Zudem sind trotz Freihandelsabkommen nicht alle Waren zu 100% zollbefreit. Für  einige bestimmte Waren gibt es überhaupt keinen Zollerlass, für andere wiederum nur unterschiedlich hohe Zollreduktionen.  

Unsere Vormaterialien sind zu 80% aus der Schweiz und dem EU-Raum. Trotzdem sagt die Zollbehörde, dass wir zu Unrecht Schweizer Ursprung deklariert haben. Wir dachten, dass 80% Schweizer und EU-Ursprung bestimmt reicht, um präferenziellen Ursprung zu deklarieren.
Die Listenregeln zu den einzelnen Zolltarifnummern müssen immer pro Abkommen respektive Bestimmungsland überprüft werden. Hier wurde von einem Wertkriterium (z.B. höchstens 40% Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaften) ausgegangen, jedoch war ein PositionssprungPositionssprung bedeutet, dass alle verwendeten Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft in andere Nummern einzureihen sind als das Endprodukt. Dazu müssen zuerst die Nummern der Vorprodukte und auch die des Endproduktes bekannt sein. Als Nummern gelten die ersten vier Stellen der Zolltarifnummer des Harmonisierten Systems (HS). gefordert. Solche Falschdeklarationen können Zollnachzahlungen, Bussen und Imageschäden zur Folge haben. Mehr dazu hier.

Auf unseren Waren steht «Made in Switzerland», deshalb haben wir keinen Ursprungsnachweis für die Zollbefreiung erstellt.
Made in Switzerland oder Swiss Made sind Herkunftsangaben, für deren Verwendung es spezielle Regeln gibt.
Die Bezeichnung Swiss Made auf einem Produkt hat jedoch nichts mit dem Ursprung im Sinne von Freihandelsabkommen zu tun. Um eine Zollbefreiung zu erwirken, ist immer eine Warenverkehrsbescheinigung oder Ursprungserklärung notwendig.
Die Regeln für die Verwendung der Marke «Schweiz» unterscheiden sich wesentlich von den Ursprungsregeln der Freihandelsabkommen. Sie dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Unsere Ware hängt am Zoll in Saudi-Arabien fest. Es wird ein «Certificate of Conformity» (SASO) verlangt. Bei früheren Lieferungen war dies nicht der Fall. Was ist das?
In Saudi-Arabien müssen bei der Einfuhr von Waren aus dem Ausland seit Sommer 2013 Konformitätserklärungen für die importierten Güter vorgelegt werden.
Dieses Konformitätszertifikat bestätigt, dass die Produkte den anwendbaren Standards und technischen Bestimmungen entsprechen.
Jede Importsendung muss von einem Konformitätszertifikat begleitet sein, das von einer autorisierten Kontrollstelle ausgestellt wurde. Die Zertifikate sind erforderlich, um die Zollabfertigung von Sendungen zu gewährleisten und um zu bestätigen, dass die Produkte den jeweiligen technischen Vorschriften Saudi-Arabiens sowie den internationalen, nationalen und regionalen Standards entsprechen.
Die Zertifikate müssen durch die zuständigen und von den saudischen Behörden bestimmten Organisationen (z.B. SGS oder Bureau Veritas) im Ursprungsland (also in der Schweiz) der Importwaren ausgestellt werden und belegen, dass die Importwaren den in Saudi-Arabien geltenden technischen NormenAls Normen werden meistens Regeln der Technik bezeichnet. Normen gibt es aber auch in anderen Bereichen; im Rechnungswesen bspw. sind die International Accounting Standards (IAS) von Belang. Normen fördern die Rationalisierung, ermöglichen die Qualitätssicherung, dienen der Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Freizeit, vereinheitlichen Prüfmethoden etwa im Umweltschutz und erleichtern generell die Verständigung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Normen fördern den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr. In der Europäischen Union (EU) und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erleichtert die Anwendung harmonisierter Normen den Nachweis der Konformität mit den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen (CE-Kennzeichnung) für eine grosse Zahl von Industrieprodukten. Normen werden nicht vom Staat erlassen, sondern genau von jenen gemacht, die sie benötigen: Wirtschaft, Konsumenten, Verwaltung, Wissenschaft. Ihre Vertreter investieren Zeit und Know-how in die Schaffung von Normen - im eigenen Interesse wie auch im Interesse der Allgemeinheit.

Es gibt Schweizer Normen (SN), Europäische Normen (EN), Internationale Normen (ISO und IEC) und so genannte Werksnormen. Das schweizerische Normenwerk (weit über 10'000 Dokumente aus allen Branchen und Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft) wird von der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) betreut.
entsprechen. Von der neuen Zollvorschrift ausgenommen sind unter anderem Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Arzneimittel.

Wenn wir eine Lieferung mit der Klausel «ex works» haben, machen wir immer noch die Ausfuhrdokumente für den Kunden bereit und die Ware zur Ausfuhr frei.
Eigentlich sind Sie nicht für die Erstellung der Versandpapiere zuständig. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, die Ware für die Ausfuhr frei zu machen. Aber für den Kunden ist es schwierig, aus dem Ausland die Versandpapiere vorzubereiten und die Ware zur Ausfuhr frei zu machen, deshalb sollte die EXW-Klausel nur für nationale Transporte angewendet werden. Für internationale Transporte sollte die Klausel FCA gebraucht werden. Bei FCA wird die Ware zur Ausfuhr freigemacht.

Bei der Proforma-Rechnung haben wir einen tieferen Wert als den effektiven Warenwert angeben.
Eine Proforma-Rechnung wird für jeden Export benötigt, damit die Einfuhrabgaben im Bestimmungsland berechnet werden können. Deshalb muss der Warenwert für Zollzwecke angegeben werden. Mit anderen Worten, das Produkt darf nicht zu einem tieferen Preis deklariert werden.

Wir haben die Klausel DAP für die Verschiffungen nach Brasilien gewählt.
Die Organisation der Importverzollung und der Beschaffung der Importlizenzen liegt beim Käufer. Kommt es zu Verzögerungen oder Problemen bei diesem Verzollungsprozess können Standgelder im Hafen anfallen, für welche der Verkäufer gemäss INCOTERMS 2010 vollumfänglich die Haftung übernehmen muss.
Das Verzollungsprozedere ist in solchen Ländern teils willkürlich und kann lange dauern.
DAP-Lieferungen sollten generell nur in OECD-Länder akzeptiert werden.

Wir haben ein Ursprungszeugnis für eine Ware ausgestellt, die direkt von Deutschland nach Katar verschickt wurde. Nun müssen wir eine Zollbusse bezahlen. Was haben wir falsch gemacht?
Katar hat die Importvorschriften im Januar 2013 massiv verschärft. Unter anderem muss das Ursprungszeugnis im Land ausgestellt werden, aus dem die Ware exportiert wird. Mehr dazu hier.

Wir haben den passiven Veredelungsverkehr angewendet, obwohl die Ware Schweizer Ursprung hatte.
Das Verfahren der passiven Veredelung ist nicht in jedem Fall notwendig. Kann das Veredelungserzeugnis nach Zolltarif oder auf Grund eines Ursprungserzeugnisses zollfrei eingeführt werden, erübrigt sich das Verfahren der passiven Veredelung. Die zur passiven Veredelung bestimmten Waren können in diesen Fällen nach den allgemeinen Bestimmungen zur Ausfuhr angemeldet werden (Angabe des Zwecks in der Ausfuhrzollanmeldung).

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