Glossar

Klicken Sie auf den Buchstaben, mit welchem der gesuchte Begriff beginnt.

2

Die EU-führte per 1. Juli 2009 aus Sicherheitsgründen eine Bestimmung für den Warenverkehr mit Nicht-EU-Staaten ein, wonach der Import und Export im Voraus angemeldet werden muss (sogenannte 24-Stunden-Regel). Für die Schweiz als Drittstaat hätte diese Vorschrift eine einschneidende Beeinträchtigung des Warenverkehrs mit den EU-Staaten bedeutet....

A

ADR
Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route. ADR bezeichnet das europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse. Mit den ADR-Richtlinien wurde ein europaweit gültiges Regelwerk für den Transport von Gefahrengut im Strassenverkehr geschaffen. DAS ADR...
AEO
AEO (Authorised Economic Operator) Der zugelassene Wirtschaftsbeteiligte AEO (in deutscher Sprache wird auch die Abkürzung ZWB/Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter verwendet) ist ein Status, der juristischen Personen erteilt wird, die hinsichtlich der Sicherheit der internationalen Lieferkette als zuverlässig gelten. Dem zugelassenen...
Allgemeines Präferenzsystem bzw. Generalized System of Preferences System für nichtdiskriminierende Zollpräferenzen der UNCTAD, um den Entwicklungsländern die Teilnahme am Welthandel zu erleichtern. Die Schweiz gewährt für Ursprungswaren aus Entwicklungsländern im Rahmen des Allgemeinen Präferenzensystems (APS/GSP) zugunsten der Entwicklungsländer...
Bündnis von zehn unabhängigen Staaten Südostasiens. Die ASEAN (Association of South East Asian Nations) wurde im August 1967 von Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand in Bangkok gegründet. Brunei schloss sich 1984 dem Bündnis an, Vietnam kam 1995 hinzu. Myanmar (das frühere Birma) und Laos wurden 1997, Kambodscha 1999 als...
Die öffentliche Hand vergibt jährlich Aufträge in Höhe von rund 16% des BIP (in der EU ca. 1500 Mrd. €) eines Landes. Diese Projekte werden öffentlich ausgeschrieben, sind konjunkturunabhängig und bieten in allen Branchen interessante Exportmöglichkeiten für Schweizer KMU.

Ä

Das Äquivalenzprinzip gilt bei der aktiven Veredelung von Waren. Es bedeutet, dass bei der Veredelung unter bestimmten Voraussetzungen (insbesondere gleiche Qualität und Beschaffenheit wie die Einfuhrwaren) andere Waren anstelle der Einfuhrwaren zur Herstellung von Veredelungserzeugnissen verwendet werden können. Die äquivalenten Waren werden auch...

B

Die Europäische Union (EU) ist für die Schweiz von grösster Bedeutung: geografisch, weil die Schweiz fast vollständig von der Union umgeben ist; kulturell, weil die Schweiz mit der EU die drei grossen europäischen Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch teilt; politisch, weil sowohl die Schweiz wie die Europäische Union den Menschenrechten,...
Die bilateralen Abkommen räumen der schweizerischen Wirtschaft die wichtigsten Hindernisse im Geschäftsverkehrs mit der EU aus dem Weg, welche nach der Ablehnung des Vertrages über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) durch das schweizerische Volk im Jahr 1992 bestehen geblieben sind. Die bilateralen Abkommen stellen die wichtigste Ergänzung der...
Im engeren Sinn die Gesamtheit aller Märkte einer Volkswirtschaft, auf denen Güter und Dienstleistungen für den inländischen Verbrauch gehandelt bzw. erbracht werden. Die Regeln, die im schweizerischen Binnenmarkt gelten, sind im Bundesgesetz über den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM, SR 943.02) vom 6. Oktober 1995 festgehalten. Ein...

C

Das Carnet ATA (Abkürzung für Admission Temporaire - Temporary Admission) ist ein Zollpapier, das die zollfreie vorübergehende Einfuhr einer Ware in ein anderes Land und die anschliessende Wiedereinfuhr in die Schweiz ermöglicht. Das Carnet ATA erspart beim Grenzübertritt dem Zollpflichtigen u.a. die Sicherstellung der Einfuhrabgaben und der...
Das TIR-Zollübereinkommen ("Transports Internationaux Routiers") dient der Erleichterung des internationalen Warentransports mit Strassenfahrzeugen. Es regelt den Warentransport mit Hilfe des international genormten Zolldokumentes "Carnet TIR". Mit dem Carnet TIR können Waren durch das Gebiet einer beliebigen Anzahl von Vertragsparteien befördert...
Das Prinzip besagt, dass Waren, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) rechtmässig hergestellt worden sind, auch in allen andern EU-Staaten verkauft werden dürfen. Grundlage des Prinzips ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 20. Februar 1979 in der Rechtssache 120/78. Dem deutschen Lebensmittelkonzern Rewe war...
Das CE-Kennzeichen dient als Nachweis, dass ein Produkt die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen gemäss EU Recht erfüllt und dass die vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt worden sind. Die CE-Kennzeichnung ist zwingend für alle Waren, die in den Geltungsbereich der rund 20 EU-Richtlinien nach dem so...
Artenschutzübereinkommen zum Schutz gefährdeter oder von der Ausrottung bedrohter Tier- oder Pflanzenarten. Die Ein- und Ausfuhr solcher Arten ist verboten. CITES - Wildtiere und Wildpflanzen
CMR
Die Convention de Genève relative au contrat de transport international de Marchandises par Route (CMR) ist das Frachtpapier für den internationalen Frachtverkehr auf der Strasse. Das Dokument regelt die Verantwortlichkeit und Haftungen der beteiligten Parteien. Das CMR ist das Pendant zum Bill of Lading in der Seefracht und dem Airwaybill im...

D

Beim Dokumentarakkreditiv oder Letter of Credit (L/C) handelt es sich um ein Instrument zur Verminderung von Zahlungsrisiken im internationalen Geschäftsverkehr. Dabei gibt der Käufer seiner Bank den Auftrag, dem Verkäufer (Schweizer Exporteur) innerhalb einer bestimmten Frist gegen Übergabe vorgeschriebener Waren-Dokumente einen festgelegten...
Beim Dokumentarinkasso handelt es sich um ein Instrument zur Verminderung von Zahlungsrisiken im internationalen Geschäftsverkehr. Ein Dokumentarinkasso ist der Auftrag eines Exporteurs an seine Bank, beim Käufer bzw. dessen Bank gegen Übergabe der Versandpapiere den Gegenwert dieser Papiere einzukassieren. Der Exporteur kann sich so vor dem...
Doppelbesteuerungsabkommen verhindern, dass Einkünfte und Vermögenswerte in zwei Ländern besteuert werden. Durch DBA wird insbesondere die Benachteiligung unserer Wirtschaft gegenüber ausländischen Konkurrenten vermieden. Die Schweiz hat mit allen bedeutenden industrialisierten Ländern Abkommen abgeschlossen zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung...
Waren mit doppeltem Verwendungszweck (zivil und militärisch). Diese Art von Waren benötigt meistens eine Ausfuhrbewilligung vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO.

E

e-dec Export hat das VAR-Verfahren (vereinfachte Ausfuhr) per 01.04.2010 abgelöst. Um Anmeldungen über das e-dec Verfahren zu machen benötigt man entweder eine eigene Software mit e-dec Export Funktion für die Übermittlung an die EZV, oder man beauftragt einen Dienstleister (Spediteur, Zolldienstleister) damit.
e-dec web ist eine Internetapplikation, welche über die Website der Eidg. Zollverwaltung aufgerufen werden kann. Durch e-dec web wurden die Papierformulare 11.010 (Einfuhr) und 11.030 (Ausfuhr) im Januar 2013 abgelöst. Über den entsprechenden Link können die Zollbeteiligten ohne Registrierung auf die Erfassungsmaske für Ein- resp....
EAN
Die EAN ist eine Produktkennzeichnung für Handelsware und wird teilweise auch International Article Number genannt. Die EAN besteht aus 13 Ziffern (für Normalartikel) oder 8 Ziffern (für kleinvolumige Erzeugnisse). Die EAN setzt sich aus einer Länderkennzeichnung (Präfix), der Teilnehmernummer (Unternehmen) und der Artikelnummer zusammen. Die...
EEN
Das Enterprise Europe Network (EEN) ist das grösste Kontakt- und Informationsnetz für KMU in Europa. Das Netzwerk ist in den 28 EU-Ländern, den EFTA-Staaten und darüber hinaus aktiv. Dem EEN gehören 600 Organisationen wie Handelskammern, regionale Entwicklungsagenturen sowie Technologiezentren in Universitäten an. Das EEN hilft Unternehmen in...
Einfuhrbestimmungen regeln Voraussetzung und Zulassung für den Import von Gütern (Waren, Lebensmitteln, Lebewesen) oder Dienstleistungen mit Abgaben, Warendefinitionen und Dokumenten. Sie dienen insbesondere der mengen- oder wertmässigen Beschränkung einzuführender Güter und richten sich in der Regel nach internationalen Handelsabkommen bzw....
eVV Export können bei der EZV durch die Person bezogen werden, deren TIN oder Spediteurnummer in der Ausfuhrzollanmeldung als Anmelder TIN angegeben wurde. Dafür wird ein Zertifikat benötigt und eine Signaturprüfung durchgeführt. Die eVV muss elektronisch 10 Jahre aufbewahrt werden. Bei der eVV gilt das Holprinzip, d.h. das Dokument muss nach...
EORI (Economic Operators Registration and Identification) EORI ist eine zentrale Datenbank aller Zollbeteiligten in der Europäischen Union. Bei jeder Zolltransaktion in der EU wird eine EORI-Nummer benötigt. Ein Schweizer Unternehmen braucht im Normalfall keine solche Nummer, ausser wenn es in der EU als Zollanmelder auftritt (z.B. bei DDP-...
Ermächtigte Ausführer können Ursprungserklärungen auf der Rechung generell ohne Wertlimite ausstellen und sind zudem von der handschriftlichen Unterzeichnung befreit. Im Verkehr innerhalb der Freihandelsabkommen, welche Warenverkehrsbescheinigungen EUR-MED und/oder EUR.1 vorsehen, entfällt für sie somit das Ausstellen dieser Formulare.
Die Lieferantenerklärung ist im innergemeinschaftlichen EG-Warenverkehr vorgesehen, um Informationen über den präferenziellen Ursprung einer Ware weiterzugeben. Dies, weil z.B. für eine Lieferung von Frankreich nach Deutschland keine Ursprungsnachweise im Sinne der Freihandelsabkommen notwendig sind. (Die EU ist eine Zollunion. Im...
Unter EU-Verzollung versteht man die Einfuhrverzollung im ersten Eintrittsland der EU mit anschliessender Lieferung in einen anderen Mitgliedstaat. Im Eintrittsland wird keine Einfuhrsteuer erhoben. Exporteure aus Drittländern (z.B. Schweiz) erhalten „EU-Status“. Das bedeutet, dass sie bei ihren Exporten in den EU-Raum genauso wie jeder ihrer...
Name der Einheitswährung der Europäischen Union (EU), die allerdings vorerst nur von 19 (Stand Mai 2016) der 28 Mitgliedstaaten genutzt wird. Grossbritannien, Dänemark und Schweden sowie Bulgarien, Rumänien, Polen, Tschechien, Ungarn und Kroatien halten noch an ihren traditionellen nationalen Währungen fest. Daneben wird der Euro in einer ganzen...
Zur EFTA (European Free Trade Association) gehören heute (nur) noch Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Ausgetretene und der Europäischen Union (EU) beigetretene Staaten sind Dänemark, Finnland, Grossbritannien Österreich, Portugal und Schweden. Die EFTA hat ihrem Hauptsitz in Genf; sie wurde 1960 gegründet. Zielsetzung der...
Gemeinschaft europäischer Staaten, gegründet durch den Vertrag von Maastricht (offiziell: Vertrag über die Europäische Union, kurz: EU-Vertrag). Dieser wurde 1992 unterzeichnet und trat 1993 in Kraft. Die EU gründet auf der Europäischen Gemeinschaft (EG), die in ihren Aufgaben und Kompetenzen durch den Vertrag von Maastricht tief greifend...
Wirtschaftszone mit gemeinsamem Recht zwischen der Europäischen Union (EU) und den EFTA-Staaten Liechtenstein, Norwegen und Island. Die Schweiz, ebenfalls Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), lehnte den Beitritt zum EWR 1992 in einer Volksabstimmung ab. In Kraft ist das EWR-Abkommen seit 1994. Anders als die Schweiz stimmte...
Wenn ausländische Käufer von Schweizer Exporteuren sehr lange Zahlungsfristen (einige Monate oder Jahre) verlangen, kann ein Exporteur rasch in einen Liquiditätsengpass geraten. Damit dies verhindert wird, stellen Banken Exportfinanzierungen (Exportkredite) zur Verfügung. Diese bezwecken die Überbrückung der Zeitspanne zwischen dem erfolgten...
Exportkontrollen gibt es für so genannte Dual-Use-Güter sowie für Rüstungsmaterial. Der Begriff Dual-Use bezeichnet Güter mit «doppeltem Verwendungszweck». Damit sind Waren und Technologien gemeint, die zusätzlich zur vorgesehenen zivilen Nutzung - mittels geringfügiger technischer Veränderung - auch eine militärische Verwendung ermöglichen. Das...
Das Exportrisiko sollte man nicht aus den Augen lassen. Mit der Exportrisikoversicherung von SERV ist man gut bedient. --> Sponsor.....
Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) bietet Versicherungen für Exportfinanzierungen oder Exporte von Konsum- und Investitionsgütern, Bau- und Ingenieurarbeiten sowie von anderen Dienstleistungen an. Die Dienstleistung richtet sich an KMU genauso wie an Grossunternehmen. Eine Mindestgrösse ist weder in Bezug auf das Unternehmen noch...

F

Exportfactoring ist der laufende Verkauf von Forderungen aus Exportgeschäften an eine Factoring-Gesellschaft. Es handelt sich um ein Instrument zur Finanzierung und Risikoabsicherung von Exportforderungen. Am Exportfactoring sind drei Parteien beteiligt: der Exporteur, die Kunden des Exporteurs (Importeure, Debitoren) und die Factoring-...
Das FDI.net ist die Informationsseite der Weltbank für private Investoren. Das Portal offeriert kostenlose Standort-Analysen und Informationen über Direktinvestitionen in 175 Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Web-Site wird durch die Weltbank-Tochter Multilateral Investment Guarantee Agency in Washington geführt. FDI.net offeriert...
Die Abkürzung FIATA steht für Fédération Internationale des Associations de Transitaires et Assimiliés (International Federation of Freight Forwarders Associations). Diese internationale Föderation der Spediteurorganisationen agiert als weltweite Interessensvertretung von Spediteuren sowie Logistikdienstleistern. Die FIATA verfolgt den Zweck als...
Unter Forfaitierung wird der Ankauf von später fällig werdenden Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen - meist Exportgeschäften - unter Verzicht auf das Rückgriffsrecht auf vorherige Forderungseigentümer verstanden. Ausgangsbasis ist die Gewährung eines Lieferantenkredits durch den Exporteur an Abnehmer von Investitionsgütern,...
Freihandelsabkommen erfassen im Regelfall den grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen den Vertragsparteien. Waren, die unter solche Abkommen fallen, kommen in den Genuss von Zollbegünstigungen bzw. Zollbefreiung. Sie müssen allerdings Ursprung in einem der Vertragsstaaten haben, um von dieser präferenziellen Behandlung zu profitieren. Die...
Da die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union (EU) ist, basiert der weitaus grösste Teil unseres Warenverkehrs auf dem Freihandelsabkommen Schweiz - EU von 1972. Der Text dieses Abkommen vom 22. Juli 1972 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (SR 0.632.401.) ist online verfügbar: http://...
Gebiet, innerhalb dessen die Mitgliedsländer aufgrund von Verträgen untereinander ihre Handelshemmnisse (Zölle, Kontingente) abgebaut haben. Im Verhältnis zu Drittstaaten bleibt die jeweilige Zollautonomie der einzelnen Länder aber erhalten. Als Integrationsform unterscheidet sich die Freihandelszone von der Zollunion, deren Mitgliedsländer gegen...

G

Allgemeines Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (General Agreement on Trade in Services) Das Abkommen regelt als Vertragswerk der Welthandelsorganisation (WTO) den Handel mit Dienstleistungen. Zusammen mit dem Güterabkommen (GATT 94) und dem Abkommen zum Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) bildet das GATS eine der drei Säulen des...
Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade) der WTO
Ab dem 1. Oktober 2013 müssen alle innergemeinschaftliche Lieferungen in der EU (u.a.) mit der Gelangensbestätigung nachgewiesen werden. Die Gelangensbestätigung muss folgendes beinhalten: - Namen und Anschrift des Abnehmers - Menge des Gegenstandes der Lieferung und Bezeichnung - Ort und Monat des Erhalts oder des Endes der Beförderung des...
Ein gemeinsamer Zolltarif (GZT) ist in einer Zollunion wie der EU notwendig. Wenn nicht alle Mitgliedsstaaten gegenüber Drittländern dieselben Ansätze anwenden, könnten Waren aus Drittländern über den Staat mit den niedrigsten Zollsätzen importiert werden und schliesslich vom Grundsatz des freien Warenverkehrs innerhalb des Zollgebiets Gebrauch...
Mittels Gestellung wird der EU-Zollbehörde mitgeteilt, dass sich eine eingeführte oder auszuführende Ware bei der Zollstelle oder an einem anderen zugelassenen Ort befindet. Nicht das tatsächliche Verbringen ist entscheidend, sondern die Mitteilung.
Einwohner eines Staates, der in einem anderen, meist benachbarten Staat einer Erwerbstätigkeit nachgeht und regelmässig - d.h. täglich oder mindestens wöchentlich - in seinen Wohnsitzstaat zurückkehrt. Ein Grenzgänger braucht um in der Schweiz zu arbeiten ein so genannter Ausländerausweis G (Grenzgängerbewilligung). Die Grenzgängerbewilligung EG/...
GUS
Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist ein Zusammenschluss von elf Teilrepubliken der ehemaligen Sowjetunion. Sie wurde 1991 von Russland, Weißrussland (Belarus) und der Ukraine gegründet und kurz danach durch den Beitritt von Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Republik Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan...

H

Seit dem 1.1.1988 findet in der EU die Warenbeschreibung des Harmonisierten Tarifsystems (HS) Anwendung. Für den gemeinsamen Zolltarif (GZT) wird jedoch nicht nur die international harmonisierte 6-stelllige zolltarifliche Nomenklatur verwendet, sondern ein 8-stelligen Code, die sogenannte Kombinierte Nomenklatur (KN), die die gemeinschaftlichen...

I

Als Incoterms (International Commercial Terms) werden die internationalen Handels- und Lieferklauseln bezeichnet. Diese Handelsbedingungen legen insbesondere fest, welcher der Vertragspartner die Fracht-, Zoll- und Versicherungskosten zu tragen hat, wer das Transportrisiko trägt und zu welchem Zeitpunkt Nutzen und Gefahr auf den Käufer übergehen....

K

Als Kompensationsgeschäft wird ein internationales Handelsgeschäft bezeichnet, bei dem der Verkäufer verpflichtet wird, als Gegenleistung die Lieferung von Waren oder seltener auch von Dienstleistungen des Käuferlandes anzunehmen. Kompensationsgeschäfte sind ein Behelfsmittel bei gestörtem Devisen- und Handelsverkehr. Dabei werden verschiedene...
Für zahlreiche Industrieprodukte, wofür in der Europäischen Union spezielle Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien bestehen, muss eine EG-Konformitätserklärung ausgefüllt werden. Erst dann dürfen diese Produkte mit der CE-Kennzeichnung versehen und in der Europäischen Union (EU) sowie im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in den Verkehr gebracht...
Das Konnossement (engl. Bill of Lading) ist die Urkunde über einen abgeschlossenen Seefrachtvertrag sowie ein Empfangs- und Traditionspapier. Es wird auf Verlangen des Abladers vom Verfrachter bzw. dessen Agenten ausgestellt und regelt die Rechtsbeziehung zwischen dem Verfrachter und dem Empfänger. Mit der Unterzeichnung des Konnossementes...
Korruption behindert den freien Wettbewerb in zahlreichen Ländern. Abklärungen über einen ausländischen Markt sollten deshalb das Korruptionsrisiko einbeziehen. Die Nicht-Regierungsorganisation Transparency International erstellt regelmässig einen Corruption Perceptions-Index für rund 90 Länder. Mit Hilfe dieses Index lässt sich das relative...
Im Rahmen des Euro-Med-Ursprungssystems ist die diagonale Kumulation vorgesehen. Diese ist möglich, weil alle FHA dieselben Ursprungsregeln anwenden. Die diagonale Kumulation von Ursprungsregeln mehrerer FHA erlaubt die Addierung der Vormaterialien und Wertschöpfungen, die in den einzelnen Vertragsstaaten der Euro-Med-Zone erbracht wurden, ohne...

M

Die Mehrwertsteuer (MwSt) ist eine allgemeine Verbrauchssteuer. Sie wird auf allen Phasen der Produktion und Verteilung sowie bei der Einfuhr von Gegenständen erhoben, ferner beim inländischen Dienstleistungsgewerbe und bei den Bezügern von Dienstleistungen, die von Unternehmen mit Sitz im Ausland erbracht wurden. Zuständig für die Steuererhebung...
Die Meistbegünstigungsklausel (MFN) ist eines der WTO-Prinzipien, wonach Handelsvorteile die einem Vertragspartner gewährt werden im Zuge der Gleichberechtigung allen Vertragspartnern gewährt werden müssen. Freihandelsabkommen verstossen eigentlich gegen diese Klausel, jedoch gibt es aufgrund der handelsfördernden Wirkung eine Ausnahme, sofern...
Mercosur ist die abgekürzte Bezeichnung für den Gemeinsamen Markt Südamerikas. Die Mitgliedstaaten sind Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela. Die folgenden Staaten sind assoziierte Mitglieder: Chile, Bolivien, Peru, Kolumbien, Ecuador.
Für viele Unternehmen ist die Teilnahme an den grossen Leitmessen ihrer Branche die beste Möglichkeit, global Präsenz zu zeigen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen. Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen stellt die Teilnahme an einer ausländischen Messe aber auch eine Herausforderung dar, die mit...
MRA
Mutual Recognition Agreement / Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen Im Rahmen dieses Abkommens verpflichtet sich der Importstaat zur Anerkennung der im Exportstaat durchgeführten Prüfung der Produktanforderungen unter der Bedingung, dass das Produkt nach den Vorschriften des Importlandes geprüft wurde und die...
Ein Schweizer Unternehmen kann schon mit einem einzelnen Umsatz mit geringem Wert in einem EU-Land MWST-pflichtig werden (variiert je nach Land).

N

Das Nämlichkeitsprinzip gilt bei der aktiven Veredlung Es bedeutet, dass die vorübergehend zur Verarbeitung oder Ausbesserung in eine Wirtschaftszone (z.B. Europäische Union) eingeführten Gegenstände, mit den wiederausgeführten Erzeugnissen identisch sein müssen. Im Gegensatz dazu steht das Äquivalenzprinzip, das lediglich den Reexport von Waren...
Als nicht-tarifäre Handelshemmnisse (oder engl "Non tariff barriers") bezeichnet man alle Vorschriften, welche nicht Zölle sind, aber den Import von Produkten verhindern oder einschränken können. Sie erschweren den Marktzugang ausländischer Anbieter Beispiele: technische Vorschriften und Normen, Verpackungs- und Kennzeichnungsvorschriften,...
Als Normen werden meistens Regeln der Technik bezeichnet. Normen gibt es aber auch in anderen Bereichen; im Rechnungswesen bspw. sind die International Accounting Standards (IAS) von Belang. Normen fördern die Rationalisierung, ermöglichen die Qualitätssicherung, dienen der Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Freizeit, vereinheitlichen...

O

Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der 34 meist stark industrialisierte Länder - darunter die Schweiz - angehören. Die OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) ist die Nachfolgeorganisation der 1948 gegründeten OEEC (Organization for European Economic Cooperation), die ursprünglich...

Ö

Die Online-Datenbank Tenders Electronic Daily des Amtes für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften enthält alle öffentlichen Ausschreibungen, die im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden. Im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union ("Reihe S" oder "Amtsblatt S" oder "OJ/S")...

P

Die paneuropäische Kumulation ist in ihrer Bedeutung mit dem Abschluss des Freihandelsabkommens CH-EU vergleichbar. Ziel war die Schaffung eines erweiterten europäischen Freihandelssystems. Mit der paneuropäischen Kumulation wurde das zwischen der EG und den EFTA-Staaten gültige System für den Handel mit Ursprungserzeugnissen auch auf die...
Ein von einem offiziellen Patentamt verliehenes Recht, das Erfindern gewerblich verwertbarer Sachen das alleinige Recht der Nutzung garantiert. Der Erfinder kann durch ein Patent andere von der Herstellung, dem Verkauf oder dem Gebrauch ausschliessen. Er hat aber auch die Möglichkeit, anderen dieses Recht zu übertragen, sei es durch Verkauf seines...
Das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) wurde am 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Union (EU) und der Schweiz unterzeichnet. Durch das Freizügigkeitsabkommen und dessen Protokolle werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen für EU-Bürgerinnen und -Bürger in der Schweiz vereinfacht. Ergänzt wird das Freizügigkeitsrecht durch die gegenseitige...
Konsumenten stellen hohe Ansprüche an die Produktsicherheit. Die Abklärung der im anvisierten Export-Zielmarkt geltenden rechtlichen und technischen Anforderungen an die Sicherheit eines Produkts (Produktvorschriften) gehört zu den elementaren Vorbereitungen, die notwendig sind, um beim Export böse Überraschungen zu vermeiden. Fehlerhafte Produkte...
Die öffentliche Hand vergibt jährlich Aufträge welche öffentlich ausgeschrieben werden und bieten in allen Branchen interessante Exportmöglichkeiten für Schweizer KMU. Die Ausschreibungsplattform http://www.tenders.ch sammelt kontinuierlich nationale und internationale Geschäftsmöglichkeiten und Ausschreibungen.

R

Reverse-Charge ist ein Verfahren, mit dem die Mehrwertsteuerschuld auf den Leistungsempfänger überwälzt werden kann. Das Verfahren kommt z.B. bei der Dienstleistungserbringung im Ausland zur Anwendung.
Besonders für kleinere Unternehmen ist es oft schwierig, die Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung des Exportgeschäfts abzuschätzen und zu kontrollieren. Im anvisierten Zielmarkt kann es nebst dem wirtschaftlichen Erfolgsrisiko, das durch die Konkurrenten entsteht, auch produktbezogene Risiken geben. Sie entstehen durch Produktanforderungen...

S

Im Rahmen der Schengen Zusammenarbeit wird der Reiseverkehr erleichtert. Die systematischen Personenkontrollen an den gemeinsamen Grenzen zwischen den Schengen-Staaten (Binnengrenzen) wurden aufgehoben. Gleichzeitig verbessern eine Reihe von Massnahmen die internationale Justiz- und Polizei-Zusammenarbeit im Kampf gegen die Kriminalität. Dazu...
Schiedsgerichte sind private, d.h. nichtstaatliche «Gerichte», die über Streitigkeiten abschliessend und verbindlich entscheiden. Damit eine Angelegenheit durch ein Schiedsgericht behandelt werden kann, müssen beide Parteien ihr Einverständnis geben. Das vom Schiedsgericht gefällt Urteil, Schiedsspruch, ist gewöhnlich für die Parteien rechtlich...
Der Begriff Schwellenwert spielt im öffentlichen Beschaffungswesen eine wichtige Rolle. Er bezeichnet die Wertschwelle, ab der eine Ausschreibung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft veröffentlicht werden muss und damit dem EU-weiten Wettbewerb zugänglich wird. Für die einzelnen Bereiche Bau, Lieferung und Leistung bestehen unterschiedliche...
Die SERV bietet Versicherungen für Exportfinanzierungen oder Exporte von Konsum- und Investitionsgütern, Bau- und Ingenieurarbeiten sowie von anderen Dienstleistungen an – und zwar von KMU genauso wie von Grossunternehmen. Eine Mindestgrösse ist weder in Bezug auf das Unternehmen noch das Auftragsvolumen gefordert. Sie ist in jenen Bereichen des...
Das Swiss Import Promotion Programme (SIPPO) fördert seit 1999 im Auftrag des Staatsekretariats für Wirtschaft (seco) die Importe aus den Entwicklungs- und Transitionsländern sowie den Ländern Südosteuropas in die Schweiz und die Europäische Union. Das Programm unterstützt den Import von Produkten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus den...
Der Serial Shipping Container Code (SSCC) ist eine weltweit eindeutige Nummer zur Identifizierung einer Transporteinheit (Container, Palette, Paket). Die 18-stellige Erkennungsnummer ist an das EAN-System angelehnt. Der Code enthält Informationen über den Versender der Ware, die genaue Produktbezeichnung, Felder für genauere weitere...
Bei der Verzollung von Waren für den EU-Binnenmarkt ist grundsätzlich unmittelbar nach der Gestellung – der Mitteilung des Zollanmelders gegenüber der Zollbehörde, dass eine Ware zur Abfertigung vorliegt – eine summarische Anmeldung abzugeben. Inhalt der Anmeldung ist die Auflistung bzw. ein Verzeichnis der gestellten Waren. Die summarische...

T

Der schweizerische Gebrauchszolltarif steht im Internet seit dem 3. Mai 2004 unter www.tares.ch frei zur Verfügung. Tares beinhaltet neben dem Schweizer Gebrauchstarif auch Erläuterungen zum Zolltarif sowie Entscheide über Warentarifierungen. Ergänzt wird das Angebot durch diverse Suchfunktionen und zahlreiche Links auf Zirkulare, Zollkontingente...
Der TARIC ist der so genannte integrierte Tarif der Europäischen Gemeinschaft (Tarif Intégré des Communautés Européennes). Er beruht auf der Kombinierten Nomenklatur (KN), in der etwa 10'000 Positionen (verschlüsselt durch 8 Ziffern) die Grundnomenklatur bilden sowohl für den Gemeinsamen Zolltarif als auch für die Statistik des Aussenhandels der...
TED
Die Online-Datenbank Tenders Electronic Daily des Amtes für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften enthält alle öffentlichen Ausschreibungen, die im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden. Im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union ("Reihe S" oder "Amtsblatt S" oder "OJ/S")...
TIN
Traders Identification Number = Registrierung eines Exporteurs oder einer Spedition beim Zoll. Die TIN-Nummer ist bei Zollanmeldungen mit e-dec erforderlich. Nur mit einer eigenen TIN-Nummer kann der Exporteur im Anschluss an die Ausfuhr die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) auf dem Zollserver abholen.

U

Bei der Sendung von einem oder mehreren Packstücken kann die Ursprungserklärung anstelle von einer Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 auf der Rechnung selber erfolgen. Der Gesamtwert der Ursprungserzeugnisse darf dabei aber Fr. 10'300.- (im Abkommen Schweiz-Färöer Fr. 8'800.--) nicht übersteigen. Die Ursprungserklärung ist in der in den betreffenden...
Ein Ursprungszeugnis weist das Ursprungsland von Waren nach. Die Behörden vieler Staaten verlangen, dass die Waren, die in ihr Hoheitsgebiet eingeführt werden sollen, von Ursprungszeugnissen oder bescheinigten Handelsrechnungen begleitet sind. Diese Dokumente werden aus unterschiedlichen Gründen gefordert: Die Ursprungszeugnisse spielen...

V

Alle Waren, die in die Schweiz eingeführt werden, müssen nach dem Zollgesetz und dem Zolltarifgesetz veranlagt werden. Für Waren, die zur Veredelung nur vorübergehend ins Zollgebiet verbracht werden, ist das Verfahren der aktiven Veredelung anwendbar. Die betreffenden Waren können so zollbefreit eingeführt werden. In einzelnen Fällen ist auch eine...
Alle Waren, die aus dem schweizerischen Zollgebiet ausgeführt werden, müssen nach dem Zollgesetz und dem Zolltarifgesetz veranlagt werden. Das Zollgesetz sieht zu diesem Zweck verschiedene Zollverfahren vor (u.a. das Verfahren der passiven Veredelung). Das Verfahren der passiven Veredelung ist nicht in jedem Fall notwendig, wenn Waren zur...
Dieses Anmeldesverfahren stellt eine Verfahrensvereinfachung bei der Abgabe der Zollanmeldung in der EU dar. In der vereinfachten Zollanmeldung werden nur die notwendigsten Angaben gemacht und Unterlagen vorgelegt. Zu einem späteren Zeitpunkt muss/kann, je nach Bewilligung, eine ergänzende Zollanmeldung abgegeben werden, die ggf. globaler,...
Verträge sind in der internationalen Geschäftstätigkeit noch wichtiger als sie ohnehin schon sind. Aufgrund der unterschiedlichen Gesetze, Rechtssprechung, aber oft auch des kulturell bedingten, unterschiedlichen Rechtsverständnisses kann der Ausarbeitung von «guten» Verträgen kaum genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Als nützlich hat sich...
In das Verfahren der vorübergehenden Verwendung können Waren übergeführt werden, die nicht endgültig importiert werden, sondern nur zeitlich genutzt und nach vorübergehendem Gebrauch unverändert wieder exportiert werden wollen. In den meisten Fällen werden bei vorübergehender Verwendung keine definitiven Einfuhrabgaben erhoben, denn sie sind nur...

W

Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten und Staatengruppen Freihandelsabkommen abgeschlossen. Waren können im Rahmen dieser Abkommen in den Genuss einer Präferenzbehandlung (Zollbefreiung oder Zollermässigung) kommen, wenn sie die vertraglichen Ursprungsbedingungen erfüllen und ein gültiger Ursprungsnachweis vorliegt. Dieser Nachweis kann...
Die WTO (World Trade Organization) ist eine internationale Institution zur Förderung des weltweiten Freihandels mit Sitz in Genf. Gegründet wurde die Welthandelsorganisation 1993 durch eine Schlussakte der Uruguay-Runde, einer multilateralen Verhandlung im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT), deren Beschlüsse über das GATT...
Wirtschaftssanktionen sind alle Versuche der Einflussnahme auf das Verhalten von Staaten mittels wirtschaftlicher Instrumente. Es gibt verschiedene Arten von Wirtschaftssanktionen (Embargo): Unter umfassenden Wirtschaftssanktionen versteht man die vollständige Unterbrechung der Handelsbeziehungen mit dem durch Sanktionen geächteten Staat. Ein- und...

Z

Zölle sind steuerähnliche Abgaben an den Staat, die vorwiegend bei der Einfuhr von Gütern in ein Zollgebiet erhoben werden. Im Rahmen des Protektionismus spielt der Schutzzoll eine wichtige Rolle, da er inländische Produzenten vor ausländischer Konkurrenz schützen soll. Der Zoll wird in den meisten Ländern als Wertzoll erhoben, d.h. die Höhe der...
Mit der EU-Zollanmeldung bestimmt der Anmelder, in welches Zollverfahren eine Ware überführt werden soll. Die Zollanmeldung kann von jeder Person abgegeben werden, die in der Lage ist, eine Ware gemäss den hierfür vorgesehenen Vorschriften bei der zuständigen Zollstelle zu gestellen oder gestellen zu lassen und alle für das beantragte...
Im Zollfreilager können Waren, deren endgültige Bestimmung ungewiss ist, hochbelastete Güter oder Waren, die Kontingenten unterstellt sind – befristet oder unbefristet – unverzollt und unversteuert gelagert werden. Das Zollfreilager wird durch private Lagerhausgesellschaften betrieben, hat öffentlichen Charakter und steht allen Interessenten offen...
Ein Zollkonto für ein zentralisiertes Abrechnungsverfahren (ZAZ) kann allen Importeuren und Spediteuren empfohlen werden, die regelmässig Ein- oder Ausfuhrabgaben auf Handelswaren an die Eidgenössische Oberzolldirektion zu entrichten haben. Mit dem Konto bei der Zollverwaltung werden dem Importeur alle Zoll- und MwSt-Beträge direkt mit folgenden...
Das Zolllagerverfahren der Europäischen Union ist ein EU-Zollverfahren, in das Nichtgemeinschaftswaren nach dem Verbringen in das Zollgebiet übergeführt werden können, ohne dass Einfuhrabgaben entstehen. Die Waren werden vielmehr in einem Zolllager gelagert und später entweder wieder ausgeführt (Transitlagerung) oder einem anderen Zollverfahren...
Zusammenschluss mehrerer Länder mit der Absprache, bei gegenseitigem Güteraustausch keinen Zoll zu erheben und gegenüber Drittländern einen gemeinsamen Aussenzolltarif anzuwenden. Die Europäische Union (EU) ist das Beispiel einer Zollunion. Ihre Zollsätze sind im TARIC (Tarif Intégré de la Communauté) zusammengefasst und sind im Internet abrufbar...
Der Status des zugelassenen Versenders bzw. Empfänger ermöglicht dem Exporteur oder Spediteur, die Ausfuhrzoll- und Transitabfertigung an seinem Domizil vorzunehmen; die Ware muss nicht der Abgangszollstelle zugeführt werden.

Ihr persönlicher Kontakt

Trade4Free

In 6 Schritten zur Zollbefreiung - und von den Freihandelsabkommen profitieren.