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Aussenhandel Oktober 2017: Abschwächung auf hohem Niveau

Auch im Oktober 2017 war der Aussenhandel auf Wachstumskurs: so stiegen die Exporte innert Jahresfrist arbeitstagbereinigt um 5 % und die Importe um 7 %. Gegenüber den Vormonaten schwächte sich allerdings das Wachstum leicht ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung in einer Mitteilung schreibt. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 2,4 Mrd. Fr.

Exporte im Oktober 2017: MEM-Industrie und Uhren mit solidem Wachstum
Exporte im Oktober 2017: MEM-Industrie und Uhren mit solidem Wachstum

Gesamtentwicklung

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Exporte im Oktober 2017 arbeitstagbereinigt um 5,0 % (real: + 2,3 %). Bezogen auf den September 2017 gingen die Ausfuhren saisonbereinigt indes um 2,0 % zurück. Damit verlangsamte sich das Exportwachstum seit dem Rekordniveau im Mai dieses Jahres leicht. Die Importe wuchsen gegenüber dem letztjährigen Oktober arbeitstagbereinigt um 7,0 %. Aufgrund der deutlichen Preissteigerung sanken die Einfuhren jedoch real um 2,5 %. Im Vormonatsvergleich bewegten sich die Importe zum dritten Mal in Folge auf ähnlich hohem Niveau.

Exporte: zügiges Wachstumstempo auf breiter Front

Das Exportwachstum war breit abgestützt, da lediglich die chemisch-pharmazeutischen Produkte einen Rückgang auswiesen. Auffallend war auch das eingeschlagene Wachstumstempo der Sparten: so legten vier von ihnen zwischen 15 und 19 % zu, während die übrigen sechs Sparten um 5 bis 9 % wuchsen.

In der dynamischen Vierergruppe waren unter anderem die Metalle (+ 189 Mio. Fr.) vertreten, die ihren bisherigen Expansionskurs auch im Oktober 2017 fortsetzten. Der Versand von Bijouterie und Juwelierwaren steigerte sich um 123 Mio. Fr. Eindrücklich ist auch das Absatzplus bei den Uhren (+ 9 %) sowie den Maschinen und der Elektronik (+ 5 %). Bei Letztgenannten stiegen die Lieferungen nahezu aller Untergruppen, so auch jene von Werkzeugmaschinen (+ 16 %). Das Minus in der Sparte Chemie-Pharma (- 1 %) rührte von den rückläufigen Medikamentenlieferungen her (- 11 % bzw. - 413 Mio. Fr.). Demgegenüber erhöhten sich die Ausfuhren von immunologischen Produkten um 221 Mio. Fr.

 Die Schweiz konnte nach allen bedeutenden Absatzregionen mehr exportieren. Um einen Viertel legte der Versand nach Lateinamerika zu (Brasilien: + 71 %). Kräftig stiegen auch die Lieferungen nach Nordamerika (+ 11 %), namentlich jene in die USA (+ 334 Mio. Fr.; Pharma und Bijouterie). In Asien (+ 4 %) erhöhten sich die Exporte nach Japan (+ 158 Mio. Fr.) und Singapur um je einen Viertel, wogegen die Ausfuhren nach China (- 5 %) rückläufig waren.

Der Absatz in Europa nahm um 3 % zu (EU: + 2 %). Hier wuchsen die Ausfuhren nach Österreich (Bijouterie und Präzisionsinstrumente) und Italien um 30 bzw. 14 %. Dagegen verminderten sich die Exporte nach Deutschland um 4 % bzw. um 152 Mio. Fr. 

Importe: Rücksendungen von Bijouterie und Juwelierwaren verzerren das Bild

Die Entwicklung nach den einzelnen Warengruppen zeigte eine ausgeprägte Spannweite von - 11 % hin zu + 65 %. Die Hälfte der gesamten Importzunahme entfiel dabei auf die Sparte Bijouterie und Juwelierwaren (+ 564 Mio. Fr.; vor allem Rücksendungen).

Um je einen Fünftel wuchsen die Einfuhren von Energieträgern (real: + 17 %) und Metallen (real: + 9 %). Bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten (- 4 %) belasteten die pharmazeutischen Wirkstoffe (- 478 Mio. Fr.) das Gruppenergebnis, bedingt durch die halbierte Nachfrage innert Jahresfrist. Dagegen erhöhten sich die Zufuhren von Medikamenten um 18 % bzw. um 272 Mio. Fr.

Während die Importe aus Nordamerika (- 4 %; USA: - 5 %) sanken, stiegen jene aus den anderen beiden grossen Beschaffungsmärkten. So expandierten die Bezüge aus Asien um 17 %, wobei Rücksendungen von Bijouterie und Juwelierwaren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (+ 408 Mio. Fr.) das Kontinentalergebnis hochhoben. Die Einfuhren aus China nahmen derweil um 7 % zu, wogegen sich jene aus Japan halbierten (- 214 Mio. Fr.; Bijouterie und Uhren). Aus Europa importierte die Schweiz wertmässig 4 % mehr. Allerdings standen hier kräftigen Mehreinfuhren aus Belgien und Frankreich deutlich gesunkene Importe aus Österreich und Irland (- 566 Mio. Fr.) gegenüber.

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