Aktuell

Neue Exportmärkte: Welches Potenzial bieten Frontier Markets?

Frontier Markets können für Investoren eine interessante Anlageoption darstellen, zeigt eine Studie des Credit Suisse Research Institute. Doch wie ist das Potenzial für Schweizer Exporteure einzuschätzen? Die Berater von S-GE geben Auskunft.

Die wirtschaftliche Dynamik in Grenzmärkten wie Vietnam ist hoch.
Die wirtschaftliche Dynamik in Grenzmärkten wie Vietnam ist hoch.

Was haben Länder wie Argentinien, Bangladesch, Ägypten, Iran, Kenia, Marokko, Nigeria, Pakistan, Rumänien und Vietnam gemeinsam? Eine Antwort auf diese Frage liefert der vom Credit Suisse Research Institute (CSRI) herausgegebene Bericht «The Next Frontier»: Dessen Autoren klassifizieren die genannten zehn Länder sowie zwanzig weitere als sogenannte «Frontier Markets» – zu Deutsch: Grenzmärkte.

Dabei handelt es sich um Länder mit niedrigem bis mittlerem Pro-Kopf-Einkommen, die sich unter anderem durch eine hohe wirtschaftliche Dynamik und ein hohes Bevölkerungswachstum auszeichnen, im Unterschied zu klassischen Schwellenländern aber einen unterentwickelten Kapitalmarkt aufweisen.

Diese Rahmenbedingungen machen die Grenzmärkte in erster Linie für Anleger, die auf der Suche nach höheren Renditen sind, attraktiv. Doch auch für exportorientierte Schweizer Unternehmen kann es sich lohnen, sich intensiver mit Grenzmärkten auseinanderzusetzen: Die Studie des CSRI zeigt: Der Anteil der Exporte am BIP ist bei den Grenzmärkten insgesamt höher als bei den klassischen Schwellenländern.

Mit anderen Worten: Grenzmärkte sind für den internationalen Handel bereits heute offener als klassische Schwellenländer.

Attraktiv und anspruchsvoll zugleich

Sollten Schweizer Exporteure Grenzmärkte, die eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von 3,7 Billionen Dollar aufweisen, als potenzielle neue Absatzmärkte verstärkt ins Auge fassen?

Angela Di Rosa ist Südostasien-Beraterin bei Switzerland Global Enterprise (S-GE). Das Potenzial der Grenzmärkte in dieser Region sieht sie differenziert: «Viele südostasiatische Länder, wie zum Beispiel Vietnam, beeindrucken mit einem hohen Wirtschaftswachstum. Von diesem Boom können Schweizer Exporteure aus diversen Branchen profitieren. Sie müssen aber wissen, dass es in den meisten südostasiatischen Ländern Markteintrittshürden, wie Bürokratie, Sprache und auch kulturelle Faktoren zu überwinden gilt. Das ist zeitintensiv und erfordert einen hohen Ressourceneinsatz.»

Zu einem ähnlichen Schluss kommt Suhail el Obeid, Senior Consultant für afrikanische Länder sowie die Länder des Mittleren Ostens bei S-GE: «In Grenzmärkten, wie Nigeria, Kenia oder Iran, hat es in den letzten Jahren tatsächlich eine hohe Wirtschafts- und Handelsdynamik gegeben, von denen Schweizer Exporteure noch stärker profitieren können. Allerdings muss man auch sagen, dass das Geschäftspotenzial in einigen als Grenzmärkte klassifizierten Ländern weniger ausgeprägt ist, als in anderen. Darum gilt es, das jeweilige Potenzial vor einem allfälligen Markteintritt gründlich auszuloten.

Diese Einschätzungen teilt auch Alberto Silini, Leiter Beratung bei S-GE: «Unsere Erfahrung zeigt, dass Grenzmärkte für den Aufbau eines Geschäfts auch bei günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht die einfachsten Märkte darstellen. Letztlich hängt der Erfolg eines Exportvorhabens immer von mehreren Faktoren ab. So ist es beispielsweise gerade in Grenzmärkten unerlässlich, die Rahmenbedingungen gut abzuklären, auf die richtigen lokalen Partnern zu setzen und sich frühzeitig mit der lokalen Geschäftskultur vertraut zu machen.»

Fazit: Frühzeitige Abklärungen sind unerlässlich

Die Einschätzungen der Export-Experten von S-GE zeigen: Grenzmärkte können interessante neue Absatzperspektiven bieten und sollten von Schweizer Exporteuren auf keinen Fall ignoriert werden. Interessierte Schweizer Unternehmen sind allerdings gut beraten, sich vor einem allfälligen Markteintritt seriös vorzubereiten und frühzeitig die notwendigen Abklärungen zu treffen.

Dazu können Schweizer Exporteure jederzeit auf die kompetente Unterstützung von S-GE zählen. Im Rahmen unserer Exportberatung unterstützen wir insbesondere KMU bei der Ermittlung und Erschliessung von neuem Geschäftspotenzial, stellen Informationen über lokale rechtliche Bestimmungen und kulturelle Faktoren zur Verfügung und vermitteln die Kontakte zu vertrauenswürdigen lokalen Geschäfts- und Vertriebspartnern.

Melden Sie sich jetzt für eine kostenlose Länderberatung an

 

Die komplette Studie «The Next Frontier» des Credit Suisse Research Institute finden Sie im untenstehenden PDF-Dokument.

Welcher Frontier Market würde sich für Sie eignen?

Unser Webinar am 16. Mai 2018 gibt Ihnen die Möglichkeit, sich rasch und einfach an Ihrem Arbeitsplatz einen Überblick zu verschaffen und sich mit den Experten der Credit Suisse und von S-GE zu besprechen (auf Englisch).

Jetzt anmelden!

Dokumente

Links

Teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

Strategische Partner

Institutioneller Partner

Official program