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Roche will Digitalportfolio weiter ausbauen

Das Basler Pharmaunternehmen Roche hat bereits in grossem Umfang in die digitale Diagnostik investiert. Dieser Kurs soll fortgesetzt werden, erklärt Diagnostikchef Diggelmann im Interview.

Roche
Bild: Roche

Durch die Fortschritte in der Krebsforschung können heute zahlreiche Gene entschlüsselt werden, die Einfluss auf die Tumorbildung haben. Dadurch entstehen grosse Datenmengen, für deren Analyse es die richtigen Technologien und Werkzeuge braucht. „Hier ist Roche gut aufgestellt, da wir Pharma und Diagnostik unter einem Dach haben“, heisst es von Roland Diggelmann, Diagnostikchef von Roche, im Interview mit der „Aargauer Zeitung“.

So hat das Basler Pharmaunternehmen im vergangenen Jahr eine Abteilung gegründet, in der aktuell 100 Mitarbeitende digitale Softwarelösungen entwickeln. „Sie helfen, die relevanten Gen-Daten zu finden und sie aufzubereiten. Hinzu kommen Apps, die beim Erstbefund eines Patienten Informationen aus der medizinischen Literatur oder die Orte bereitstellen, an denen passende klinische Studien laufen“, erläutert Diggelmann die Rolle von Algorithmen in der Krebsforschung. Dabei soll künstliche Intelligenz allerdings nicht den Menschen ersetzen. Digitale Werkzeuge seien eher eine „Interpretationshilfe“. In der Gewebediagnostik könnten sie jedoch helfen, einen Befund zu erleichtern.

Trotz der bereits vorgenommenen Milliardeninvestitionen sieht Diggelmann dennoch den „Anfang einer Entwicklung“. Der aktuelle Kurs soll beibehalten werden. „Die Investitionen werden entlang neuer technologischer Möglichkeiten in den nächsten Jahren zunehmen. Darin sehen wir grosse Chancen.“ So will das Unternehmen bei der Gensequenzierung einen neuen Standard erreichen. „Dabei kommen die gewonnenen Gen-Daten nicht mehr ungefiltert aus dem Sequenzierungsgerät, sondern werden direkt digital durch eine integrierte Software ausgewertet. So wird die Anwendung präziser, günstiger und schneller.“

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