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Polen: Geschäftsmöglichkeiten für Schweizer KMU im Gesundheitswesen

Im polnischen Gesundheitssektor werden zurzeit viele Investitionen getätigt, die hervorragende Geschäftsmöglichkeiten für Schweizer Anbieter von Technologie und Ausstattung im Medizinbereich bieten. Die staatlichen Ausgaben für das Gesundheitswesen haben sich seit dem Jahr 2006 verdoppelt und betragen zurzeit ca. 17 Milliarden Euro. Den grössten Bestandteil dieser Summe – 7,6 Milliarden Euro machen die Ausgaben für Behandlungen in Spitälern aus.

 

Millionenausgaben für neue Spitäler in Polen
Millionenausgaben für neue Spitäler in Polen

Polen will die Verfügbarkeit und Qualität der Gesundheitsfürsorge verbessern. Sowohl neue Spitäler werden gebaut als auch bestehende Einrichtungen modernisiert. Nebst staatlicher Finanzierung sind EU-Fördermittel von grosser Bedeutung.

Aktuell werden folgende neue Spitäler gebaut:

  • Universitätsspital in Krakau (Investitionswert ca. 280 Millionen Euro, in Bau von 2015 bis 2019) mit 925 Betten und Stationen: Neurochirurgie, Onkologie, Toxikologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Chirurgie und Gesichtschirurgie, Lungenkrankheiten, Ohren-Heilkunde, Urologie, Allergologie, Immunologie und Infektionskrankheiten.
  • Zentrum für nicht-invasive Medizin in Danzig (Investitionswert ca. 142 Millionen Euro, in Bau seit 2015, erste Etappe sollte 2018 und zweite Etappe 2020 fertig sein) mit 688 Betten und Stationen: Geburtshilfe, Neonatologie und Frauenmedizin, internistische Stationen, Kardiologie, und Kardiochirurgie, Diabetologie, Hämatologie und Transplantationen, Onkologie mit Radiotherapie, psychische Krankheiten, Geriatrie, OP-Block mit 8 Sälen, Dermatologie sowie dazugehörenden Beratungsstellen, Zentrum für nukleare Medizin und Zentrum für Schlafmedizin.

  • Südspital in Warschau (Investitionswert ca. 95 Millionen Euro, in Bau seit 2016 bis 2018) mit 309 Betten inkl. Intensivtherapie und Stationen: Rettungsdienst, internistische Krankheiten, Kardiologie, Geburtshilfe mit Neonatologie und Frauenmedizin, Geriatrie, Orthopädie, Chirurgie, Psychiatrie, Fachberatungsstellen und dazugehörenden Einheiten für Diagnose und Rehabilitation inkl. Blutbank.

  • Kinderspital in Posen (Investitionswert ca. 71 Millionen Euro, in Bau ab 2017/2018 bis 2021) mit 359 Betten und Rettungsdienststation.

Die Investitionen ins Gesundheitswesen werden auch mithilfe von EU-Geldern finanziert. In der EU-Perspektive 2014-2020 im Rahmen vom Förderprogramm Infrastruktur und Umwelt wurden knapp 470 Millionen Euro für Investitionen ins Gesundheitswesen vorgesehen.

Die Ziele von diesem Programm sind:

  • 60 neue Landeplätze für Rettungsdiensthubschrauber
  • Unterstützung für 90 Rettungsdienststationen in den Spitälern
  • Unterstützung für 33 überregionale Spitäler (d.h. mit über 30 % Patienten aus anderer Woiwodschaft), die folgende Dienstleistungen anbieten: Behandlung von Zivilisationskrankheiten, Geburtshilfe, Frauenmedizin, Neonatologie, Behandlung von Kinderkrankheiten und dazugehörige Diagnostik
  • 200 Millionen Euro für medizinische Geräte

Des Weiteren können die Spitäler und Polikliniken von regionalen Förderprogrammen profitieren. Von 31 Milliarden Euro wurden über 10 Milliarden Euro für die sogenannte soziale Infrastruktur bestimmt. Damit werden unter anderem auch Investitionen ins Gesundheitswesen finanziert. Einige diese Mittel wurden bereist allokiert. Die untenstehende Übersicht betrifft neue Entscheidungen, die in den vergangenen 3 Monaten bekannt gegeben wurden. Alle werden von regionalen EU-Förderungsprogrammen mitfinanziert.

  • Die Woiwodschaft Westpommern wird 365 Millionen Zloty (87 Millionen Euro) für Investitionen in insgesamt 10 Spitälern ausgeben. Die Projekte fokussieren sich vor allem auf Diagnose und Behandlung von Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Krebs, Herz- und Knochenkrankheiten). In den Spitälern werden neue OP-Räume, Behandlungszimmer entstehen und moderne Geräte wie Resonanz und Tomografie eingekauft werden.
  • Im Zentrum für innovative Untersuchungen an der Universität in Bialystok entsteht ein Zentrum für Genomsequenzierung und Labor für Untersuchung der Nahrungsmittel mit heilender Wirkung. Wert der Investition beläuft sich auf 188 Millionen Zloty (45 Millionen Euro), davon 131.6 Millionen Zloty (31 Millionen Euro) machen EU-Fördermittel aus.
  • Die Stadt Krakau entschied 3 Spitäler finanziell zu unterstützen, damit sie ihr Angebot erweitern kann. Im Johannes Paul II Spital wird ein Zentrum für Onkologie (mit Fokus auf Brustkorb) und Transplantationen entstehen. Ausserdem wird die Einrichtung modernisiert und mit einem neuen OP-Raum, Aufwachraum und Raum für USG-Untersuchung ausgestattet. Das Spital wird auch moderne Geräte einkaufen, davon Magnetresonanz und RTG-Gerät. Das Rydygier Spital wird ein Zentrum für Mutterschaft und Frauenmedizin einrichten. Die Räume werden modernisiert und neue Geräte werden eingekauft. Das Krakauer Zentrum für Rehabilitation und Orthopädie wird 3 neue OP-Räume, Aufwachraum, neue Säle für Patienten und eine Blutbank einrichten. Darüber hinaus wird das Spital neue RTG- und USG-Räume bereitstellen. Das Projekt umfasst auch den Einkauf von Geräten. Insgesamt sollen die Projekte 85 Millionen Zloty (20 Millionen Euro) kosten, 67.5 Millionen Zloty (16 Millionen Euro) werden von EU-Fördermitteln finanziert.
  • 37 Ambulatorien und Spitäler werden in Woiwodschaft Niederschlesien mit insgesamt 68 Millionen Zloty (16 Millionen Euro) unterstützt. Im Rahmen von Projekten sollen die Ambulatorien renoviert und mit medizinischen Geräten wie USG-Geräte ausgestattet werden. Des Weiteren wird ein Spital in Breslau die Unterstützung für Behandlungen von AIDS, Diabetes und Syphilis erhalten. Ein anderes Spital aus Breslau wird Zuschuss für den Kauf von Mammographie-Geräten erhalten.
  • Ausserdem bestimmte die Woiwodschaft Niederschlesien 60 Millionen Zloty (14 Millionen Euro) für Investitionen im Bereich von Onkologie. In Breslau wird Breast Unit eingerichtet und ausgestattet und im entstehenden Zentrum für Onkologie wird ein neuer OP-Block eingerichtet. Des Weiteren werden neue Räume für Therapie während Prostata-Krebs, eine Station für Molekulardiagnostik und eine Station für palliative Medizin entstehen. Darüber hinaus wird ein neues Zentrum für Radiotherapie in Jelenia Gora gebaut.
  • 2 Spitäler in Radom (Woi. Masowien) erhalten 11 Millionen Zloty (2.6 Millionen Euro) für Einführung von IT-Systemen und E-Services. Die Projekte umfassen die Einführung von IT-System, welche den Onlinezugang zu Ergebnissen, elektronische Anmeldung für Arztbesuche und E-Konsultationen ermöglichen soll.

Wenn Sie mehr über den polnischen Markt für Gesundheitswesen erfahren möchten, melden Sie sich für eine kostenlose Länderberatung an oder kontaktieren Sie unsere Senior Beraterin für Polen, Katalin Dreher-Hajnal.

 

Universitätsspital in Krakau (Quelle: Collegium Medicum der Jagiellonen Universität in Krakau)

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