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Russland verschärft Vorschriften zur Lokalisierung

Mit Importsubstitution und Lokalisierung der Produktion ausländischer Firmen versucht die russische Regierung seit einigen Jahren, die heimische Produktion zu stärken und die Abhängigkeit von Rohstoffexporten zu reduzieren. Eine neue Verordnung weitet die Kriterien zur Erlangung des Status „Made in Russia“ nun aus und verschärft bereits bestehende Lokalisierungsvorschriften. Exportierende Schweizer KMU brauchen eine spezielle Russland-Strategie.

Auch für die MEM-Branche werden die Anforderungen für Lokalisierung in Russland verschärft.
Auch für die MEM-Branche werden die Anforderungen für Lokalisierung in Russland verschärft.

Mit dem sogenannten Importsubstitutionsprogramm will die Regierung in Moskau in strategisch wichtigen Branchen neues Know-how und neue Kapazitäten schaffen und so Importe aus dem Ausland ersetzen. Die öffentliche Hand oder Firmen mit staatlicher Beteiligung kaufen ausschliesslich Produkte „Made in Russia“. Ausländische Firmen sind bei Beschaffungen nur zugelassen, wenn sie entweder einen Sonderinvestitionsvertrag, ein Expertengutachten oder ein Zertifikat des Warenursprungs vorlegen.

Anforderungen weiter verschärft

Während bislang die Automobilindustrie ganz oben auf der Prioritätenliste des Programms stand, weitet die neue Verordnung die Importsubstitutionsvorschriften auf Produktgruppen wie Messgeräte, Aufzüge, funkelektronische Geräte und Telekommunikationsausrüstung aus. Auch branchenspezifische Lokalisierungsanforderungen werden verschärft. Betroffen sind insbesondere die Autoindustrie, Werkzeugmaschinenbauer, Ausrüster für die Öl- und Gasindustrie sowie die Medizintechnik und Arzneimittel-Hersteller.

Geschäftsmöglichkeiten trotz Restriktionen

Russland konfrontiert ausländische Investoren indessen nicht nur mit Einschränkungen, die Regierung lockt auch mit Förderinstrumenten wie dem Sonderinvestitionsvertrag. Das Industrieministerium bietet unter der Prämisse Marktzugang gegen Produktion vor Ort  gleichbleibende rechtliche Bedingungen für zehn Jahre, Steuervergünstigungen und Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen. Dafür müssen ausländische Unternehmen investieren, einen bestimmten Anteil ihrer Produktion lokalisieren und den Transfer von Technologie sicherstellen.

Switzerland Global Enterprise und der Swiss Business Hub Russia unterstützen interessierte Unternehmen beim richtigen Umgang mit den Programmen und Vorschriften. Die verschärften Vorschriften bringen zwar viele Restriktionen, eröffnen gleichzeitig aber auch Geschäftsmöglichkeiten.

Treffen Sie unsere Russland-Experten am 18., 20., 21. oder 22. Juni an den Länderberatungstagen in Zürich. Jetzt für ein kostenloses Beratungsgespräch anmelden.

Practical Guide „Import Substitution in Russia“

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