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Schweizerisch-amerikanische Geschäftsbeziehungen im Fokus

Drei Fragen an Tara Feret Erath, stellvertretende Missionsleiterin der US-Botschaft in der Schweiz, zur Entwicklung der Geschäftsbeziehungen zwischen den USA und der Schweiz. Tara Feret Erath wird Teil der Keynote-Rede am Exporter demain! 2018 sein, das von Switzerland Global Enterprise organisiert wird und am 30. Oktober im SwissTech Convention Center in Ecublens stattfindet. Thema ist die Zukunft der schweizerisch-amerikanischen Handelsbeziehungen.

Tara Feret Erath, Stellvertretende Missionsleiterin der US-Botschaft in der Schweiz
Tara Feret Erath, Stellvertretende Missionsleiterin der US-Botschaft in der Schweiz

Tara Feret Erath, welche Auswirkungen haben die erhöhten Zölle auf Stahl, Aluminium und möglicherweise auch andere Produkte auf den Handel zwischen der Schweiz und den USA?

Die Äusserungen des Präsidenten spiegeln wichtige Fragen der nationalen Sicherheit und die Problematik des Kapazitätsüberhangs wider. Sie sind der Grund für Massnahmen dieser Art. Am 30. April verlängerte der Präsident die vorübergehende Ausnahmeregelung für die EU und verschiedene andere Länder bis zum 31. Mai, um den Ländern Zeit zu geben, Alternativen zu den Zöllen auf Stahl und Aluminium vorzuschlagen. Die Gespräche mit der EU, Kanada und Mexiko blieben erfolglos, daher werden diese Länder ab dem 1. Juni Abgaben auf den Import von Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) entrichten müssen.
Vonseiten der Regierung heisst es, die Zölle seien ein Werkzeug zum Ausgleich schwerer Handelsungleichgewichte, die den USA geschadet hätten. Die US-Einfuhrzölle waren bisher erheblich niedriger als die Zölle auf Exporte von US-Waren an grosse Handelspartner. Hier ist anzumerken, dass unter den grossen Handelspartnern ein breiter Konsens bezüglich der Notwendigkeit besteht, globale Handelsungleichgewichte zu bekämpfen. Am 31. Mai gaben US-Handelsvertreter Lighthizer, EU-Handelskommissarin Malmström und der japanische Handelsminister Seko in Paris eine gemeinsame Stellungnahme ab, in der sie ihrer Besorgnis über die wenig marktorientierten Richtlinien und Massnahmen von Drittländern Ausdruck verliehen, zu denen es in naher Zukunft womöglich kommen wird.

Mehrere Länder profitieren von dauerhaften Zollbefreiungen auf Stahl- und Aluminiumimporte (Südkorea, Australien, Brasilien, Argentinien). Diese Länder haben akzeptable Alternativen vorgeschlagen und verhandelt, um dem globalen Kapazitätsüberhang im Stahl- und Aluminiumsektor entgegenzuwirken. Schweizer Hersteller in den USA können beim Handelsministerium produktspezifische Zollbefreiungen für Spezialstähle und Aluminium beantragen. Anträge auf produktspezifische Ausnahmeregelungen werden veröffentlicht und der Öffentlichkeit zur Stellungnahme vorgelegt. Die Entscheidung ergeht innerhalb von 90 Tagen.

Inwieweit macht die Senkung der Körperschaftssteuer die USA für Schweizer Investoren attraktiver?

Die USA verfolgen eine konsequente Wachstumspolitik und haben unter anderem eine Senkung der Körperschaftssteuer und drastische regulatorische Kürzungen vorgenommen. Die amerikanische Körperschaftssteuer wurde von 35 % auf 21 % gesenkt. Unternehmen erhalten Steuererleichterungen in Höhe von insgesamt 1,8 Billionen US-Dollar, was das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Gewinnsteigerungen zur Folge haben wird. Mehr als 500 Unternehmen haben bereits dazu Stellung genommen und sich zuversichtlich gezeigt, dass das Gesetz sich positiv auf sie auswirken wird. Die Folge: Mehr als 5,5 Millionen US-Beschäftigte erhalten Boni, Gehaltserhöhungen oder andere Vergünstigungen.
Die Tatsache, dass Präsident Trump seit seinem Amtsantritt intensiv auf die Stärkung des Wirtschaftswachstums setzt, hat die Arbeitslosenzahlen auf einen historischen Tiefstwert sinken lassen.

Erschwert die rigorose Einwanderungspolitik Unternehmen den Eintritt in den amerikanischen Markt?

Die jüngsten Änderungen an der US-Einwanderungspolitik haben keinerlei Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen, die in die USA expandieren möchten. Die US-Botschaft in Bern hat ein E-Mail-Konto eingerichtet, über die Interessierte Informationen zu Investorenvisa anfordern können. Die Adresse lautet: BernNIVEVisa@state.gov
Die USA wollen ihre Grenzen stärker absichern und werden auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit Einwanderungsgesetze erlassen

 

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