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Nischenprodukte und starke Partnerschaften für den Erfolg in gesättigten Märkten

In gesättigten Märkten wie Europa, den Vereinigten Staaten, Kanada und Japan herrscht ein starker Wettbewerb. Wie kann man diese Märkte als KMU erobern? Nicola Thibaudeau, CEO von MPS Micro Precision Systems, ist überzeugt, dass ein klarer Fokus, Nischenprodukte und starke Partnerschaften erforderlich sind.

Nicola Thibaudeau, CEO MPS Micro Precision Systems AG
Nicola Thibaudeau, CEO MPS Micro Precision Systems AG

Nicola Thibaudeau, wie halten Sie Ihr Wachstum in gesättigten Märkten aufrecht?
Für uns, für MPS, sind gesättigte Märkte vor allem Zielmärkte für Nischenprodukte. Wir stellen diese Produkte gemeinsam mit unserem Unternehmen auf Fachmessen vor, zum Beispiel im medizinischen oder optischen Bereich.

Was sind die Herausforderungen, denen Sie in diesen Märkten gegenüberstehen?
Es handelt sich oft um grosse Märkte. Die Vereinigten Staaten beispielsweise sind ein grosses Gebiet und es ist schwierig, ein solches Gebiet mit Zeitunterschieden und kulturellen Unterschieden abzudecken. Deshalb haben wir über S-GE nach Vertretern gesucht, die jeden der Märkte abdecken und zu unserer Kultur und unserer Art von Produkten passen.

Warum sind gesättigte Märkte, wie z. B. die Vereinigten Staaten, für Ihr Unternehmen wichtig?
Da wir hochtechnologische Produkte anbieten, sind es oft Unternehmen, die auf lange Sicht stabil sind und kaum Schwankungen unterliegen. In Schwellenmärkten arbeiten wir oft mit Start-ups zusammen, was interessant ist, aber es gibt oft Höhen und Tiefen und der Erfolg ist am Ende nicht immer garantiert.

 

Welche Unterschiede sehen Sie zwischen gesättigten und Schwellenmärkten?
Wie ich bereits sagte, sind die Schwellenländer für unsere Bereiche und unsere Technologie sehr wichtig, zum Beispiel Israel oder Südkorea in Bezug auf Start-ups, insbesondere im medizinischen Bereich. Es gefällt uns sehr gut, weil wir Produkte entwickeln, mit neuen Technologien in Berührung kommen. Aber es stimmt, dass es nicht so viele Erfolge gibt, nicht so viele konkrete Ergebnisse mit grossen Volumina.

Welchen Rat würden Sie Schweizer KMU geben, die ihre Geschäftstätigkeit in gesättigten Märkten aufnehmen oder intensivieren möchten?
Ich denke nicht, dass man versuchen sollte, alle Märkte abzudecken. Mit Technologien wie den unseren können wir nicht alle Märkte abdecken, wir müssen uns auf bestimmte Märkte konzentrieren und uns dann entweder auf bestehende Partner verlassen oder versuchen, in diesen Märkten starke Partner zu finden, wie wir es mit S-GE getan haben.

Über Nicola Thibaudeau

Nicola Thibaudeau erwarb ihr Diplom zur Maschinenbauingenieurin 1984 an der Polytechnischen Fakultät der Université de Montreal in Quebec.
Danach hatte sie verschiedene Positionen bei IBM Kanada, Cicorel Flexdruck Werk, Mecanex SA (heute RUAG), MPS Precimed SA in Corgémont und MPS Décolletage SA in Court inne. Ende 2003 übernahm sie die Leitung der MPS Micro Precision Systems in Biel. Sie ist zudem seit 14 Jahren Mitglied des Verwaltungsrats der CSS-Krankenversicherung und war Mitglied des Verwaltungsrats von La Poste von 2006 bis 2013. Sie wird Jurymitglied des Export Award 2019 sein.

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