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Fatzer ist an riesigem Seilbahnnetzwerk beteiligt

Rund um die bolivianische Metropole La Paz entsteht das weltweit grösste urbane Netzwerk aus Seilbahnen. Die Fatzer AG hat einen Grossteil der dafür benötigten Seile produziert.

Symbolbild Seilbahn
Symbolbild: Dan Lundberg/wikimedia commons

Im Mai 2014 ist die erste Linie des Seilbahnnetzwerkes Mi Teleférico eröffnet worden, das La Paz und ihre Nachbarstadt El Alto miteinander verbindet, wie es in einem Artikel des „Tagblatts“ heisst. Inzwischen sind neun Linien in Betrieb. Mit der Eröffnung der zehnten Linie im nächsten Monat soll das Netzwerk mit einer Gesamtlänge von dann 32,7 Kilometern vorerst fertiggestellt werden. Die Seile für das Netzwerk hat zu einem Grossteil die Fatzer AG produziert.

Lateinamerika ist für die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Firma ein gutes Pflaster. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir dort diverse Projekte abgeschlossen und keinen einzigen Auftrag verloren“, wird Matthias Stacher in dem Artikel zitiert, der bei Fatzer für den lateinamerikanischen Markt zuständig ist. Dort sind Seilbahnen sehr populär, da der Bau günstiger ist als für eine Tramverbindung. Somit findet sich die Hälfte aller weltweiten urbanen Seilbahnen in Lateinamerika. Für Fatzer hat der Umfang der Tätigkeiten in der Region kontinuierlich zugenommen. „Am Anfang waren es Einzelaufträge, doch seither ist dieses Geschäft kontinuierlich gewachsen“, sagt Stacher. So hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Fiberswiss AG aus Sitterdorf TG auch das Stahlseil für die Zuckerhutbahn in Rio de Janeiro produziert, in welches ein Glasfaserkabel integriert ist.

In La Paz arbeitet Fatzer mit der CWA aus Olten zusammen, welche die Kabinen für die Seilbahn hergestellt hat. Bei CWA handelt es sich um eine Tochterfirma der Doppelmayr-Garaventa-Gruppe aus Wolfurt im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Das Unternehmen hat auch den Zuschlag für ein Projekt in Chile erhalten, für welches Fatzer die Seile liefern könnte. „Wir arbeiten sehr viel mit Fatzer zusammen“, heisst es dazu von Doppelmayr-Sprecherin Julia Schwärzler.

Für Fatzer arbeiten in Romanshorn rund 100 Mitarbeitende. Nachdem 2018 laut Firmensprecher Alexander Strauch „das Jahr mit der höchsten Tonnage an verarbeitetem Stahldraht in unserer Geschichte gewesen“ ist, blickt er auch zuversichtlich auf das laufende Jahr: „Wir erwarten ein volumenmässig gutes Jahr. Die Auftragslage ist stabil, und wir haben einen guten Auftragsbestand.“ 

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