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Pfizer übernimmt Basler Therachon

Das amerikanische Pharmaunternehme Pfizer übernimmt das Basler Biotechnologieunternehmen Therachon für 340 Millionen Dollar. Die Summe kann sich um bis zu 470 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen erhöhen. Therachon hat einen Wirkstoff zur Behandlung einer Form von Kleinwüchsigkeit entwickelt.

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Pfizer übernimmt das Basler Biotechnologieunternehmen Therachon für 340 Millionen Dollar. Symbolbild: Belova59/Pixabay

Die Therachon Holding AG hat Produkte zur Behandlung von Achondroplasie und dem Kurzdarmsyndrom entwickelt. Darunter befindet sich der Produktkandidat TA-46 zur Behandlung von Achondroplasie, „einer genetisch bedingten und der häufigsten Form von Kleinwüchsigkeit mit verkürzten Extremitäten“, wie es in einer Medienmitteilung von Pfizer heisst. Das amerikanische Pharmaunternehmen übernimmt die Basler Therachon für 340 Millionen Dollar und verpflichtet sich zur Zahlung von weiteren bis zu 470 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen, wenn bei Entwicklung von Vermarktung von TA-46 bestimmte Ziele erreicht werden. Vor Abschluss der Transkation wird Therachon das Entwicklungsprogramm des zur Behandlung des Kurzdarmsyndroms entwickelten Mittels Apraglutid, das sich in gerade in der klinischen Phase 2 befindet, „in ein separates, unabhängiges Spin-off-Unternehmen ausgliedern“. Pfizer wird über die Pfizer Ventures an diesem Unternehmen beteiligt sein.

„Einer der Schwerpunkte unserer Strategie bei Pfizer ist es, vielversprechende wissenschaftliche Entwicklungen in der Welt zu unterstützen, unabhängig davon, ob diese innerhalb oder ausserhalb unserer eigenen Labore stattfinden“, wird Mikael Dolsten in der Mitteilung zitiert, wissenschaftlicher Leiter und weltweiter Entwicklungschef bei Pfizer. „Wir hoffen, durch den Kauf von Therachon die führenden wissenschaftlichen Kapazitäten und Entwicklungsmöglichkeiten bei Pfizer nutzen zu können, um diese möglicherweise vielversprechende Therapie für Menschen mit Achondroplasie rasch voranbringen zu können.“

Aktuell sind rund 250'000 Menschen weltweit von Achondroplasie betroffen. Eine zugelassene Behandlung gibt es noch nicht. Das von Therachon entwickelte TA-46 hat die klinische Phase 1 abgeschlossen und sowohl von der Europäischen Arzneimittel-Agentur als auch der US Food and Drug Administration den Status eines Arzneimittels gegen seltene Krankheiten (Orphan Drug) erhalten. „Therachon ist ein hervorragendes Beispiel dafür, welcher Wert durch topaktuelle Forschung in Europa geschaffen werden kann“, heisst es von Tom Woiwode, Chairman und Managing Director bei Versant Ventures, einem der Gründungsinvestoren von Therachon. Und Luca Santarelli, CEO von Therachon, sagt: „Wir sind ausserordentlich erfreut, dass die Arbeit, die wir geleistet haben, um ein neuartiges und vielleicht lebensveränderndes Medikament gegen Achondroplasie zu finden und weiterzuentwickeln, nun von Pfizer fortgesetzt wird.“

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