Aktuell

«Unsere Firma hat von den hohen Ansprüchen des US-Markts profitiert»

Trotz anspruchsvollen Rahmenbedingungen zählen die USA zu den wichtigsten Exportmärkten der jurassischen Präzisionswerkzeugmaschinen-Herstellerin Willemin-Macodel SA. Co-Direktor Olivier Haegeli über Herausforderungen und Chancen des amerikanischen Markts.

Dynamik und Geschwindigkeit spielen in den USA eine grosse Rolle, sagt Willemin-Macodel-Direktor Olivier Haegeli

Herr Haegeli, welche Rolle spielt der US-Markt für das internationale Geschäft von Willemin-Macodel?
Eine sehr wichtige Rolle. Schon seit über 20 Jahren sind wir auf dem amerikanischen Markt tätig, hauptsächlich in den Bereichen Medizin- und Orthopädietechnik, aber auch in der Luft- und Raumfahrttechnik. Über all die Jahre ist es uns gelungen, eine treue Kundschaft aufzubauen und auch immer wieder neue Kunden zu akquirieren. Heute macht das US-Geschäft einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz unserer Gruppe aus.

Was sind die Herausforderungen des amerikanischen Markts?
Dynamik, Geschwindigkeit und Effizienz spielen im amerikanischen Geschäftsalltag eine noch viel grössere Rolle, als in vielen europäischen Ländern. Geschäftspartner und Kunden wollen in den USA möglichst keine Zeit verlieren. Das Prinzip «Zeit ist Geld» ist allgegenwärtig. Hinzu kommt die riesige internationale Konkurrenz, die alle Branchen betrifft.

Wie sollen Schweizer Exporteure mit diesen Herausforderungen umgehen?
Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass in den USA niemand auf einen wartet. Und selbst wenn man es einmal geschafft hat, einen Kunden von seinem Produkt oder seiner Dienstleistung zu überzeugen, heisst das noch lange nicht, dass dieser Kunde die eigene Firma auch in Zukunft wieder berücksichtigt. Vielmehr muss man sich stets darum bemühen, das vom Markt geforderte hohe Niveau zu halten und dem Kunden zu zeigen, dass man besser ist als andere. Ohne diesen Effort hat man auf dem amerikanischen Markt kaum Chancen.

Das klingt nach einem stetigen Kampf.
Zu einem gewissen Mass ist das sicherlich so. Ich sehe das aber positiv. Dank der hohen Anforderungen des amerikanischen Marktes hat unsere gesamte Organisation gelernt, effizienter und dynamischer zu arbeiten. Davon profitieren wir heute auch ausserhalb der USA.

Im Vergleich zu vielen europäischen Ländern können in den USA selbst Nischenmärkte riesig ausfallen. Heisst das, dass es in den USA einfacher ist zu wachsen als anderswo?
Das kommt auf den Blickwinkel an. Betrachtet man rein das Wachstumspotenzial, dann haben Sie recht. Auch unsere Tochterfirma in den USA ist hauptsächlich in Nischenbereichen tätig und konnte gerade in den ersten Jahren nach der Gründung ein gutes Umsatzwachstum verzeichnen. Heute, da wir ein gewisses Niveau erreicht haben, ist das Wachstum natürlich etwas langsamer. Dank der Dynamik des US-Markts ergeben sich aber immer wieder neue Geschäftsmöglichkeiten. In rechtlicher und regulatorischer Hinsicht ist die USA hingegen gerade für KMU kein einfacher Markt, da es viele Regeln und administrative Hürden gibt. Gerade die Niederlassung ist viel komplizierter, als in europäischen Ländern, wie Deutschland oder Frankreich.

Über Olivier Haegeli

Olivier Haegli führt das Delsberger KMU Willemin-Macodel SA seit 2003 als Co-Direktor. Treffen Sie ihn am 23. September am «Exporter Demain!» in Lausanne, dem grand rendez-vous annuel des exportateurs de Suisse romande, in dessen Rahmen Olivier Haegli als Referent auftritt. Der diesjährige Event widmet sich dem Thema «Wachstum in reifen Märkten». 

Länderberatung

Möchten Sie mehr zum US-Markt und Ihren Geschäftschancen erfahren? Melden Sie sich für eine kostenlose Länderberatung bei S-GE an!

Jetzt anmelden!

Links

Teilen
Wie sollen wir Sie kontaktieren?

Premium Partner

Strategische Partner

Institutioneller Partner

Official program