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Scailyte steht kurz vor dem Markteintritt

Scailyte hat eine auf der Künstlichen Intelligenz basierende Software entwickelt. Diese soll helfen, komplexe Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Im Herbst soll der Verkauf an Wissenschaftler starten. Eine neue Finanzierungsrunde soll das weitere Wachstum stützen.

Scailyte-CEO Peter Nestorov und Mitarbeitende.
Scailyte-CEO Peter Nestorov (2.v.r.) und Mitarbeitende. Bild: ETH Zürich / Scailyte

Eine Herausforderung in der Medizin ist es, Hinweise zu finden, die frühzeitig auf komplexe Krankheiten hindeuten. Denn wenn komplexe Erkrankungen dank dieser sogenannten Biomarker früh erkannt werden können, können sie früh und gezielt therapiert werden. Damit Biomarker schneller gefunden werden können, hat Scailyte eine Software auf Basis der Künstlichen Intelligenz entwickelt. „Unsere Algorithmen analysieren Millionen von einzelnen Zellen und identifizieren Muster, die auf bestimmte Krankheiten hinweisen“, erklärt Peter Nestorov, CEO von Scailyte, in einer Medienmitteilung.

Im Gegensatz zu klassischen Methoden, die mehrere Wochen für die Datenanalyse brauchen, können Daten mit der Lösung von Scailyte bereits in zwei bis drei Tagen durchsucht werden, heisst es. Zunächst will Scailyte seine Software nur für Forscher auf den Markt bringen. Die ersten Umsätze sollen ab Herbst fliessen. In den kommenden Jahren soll die Software dann auch standardisiert und für klinische Zwecke angeboten werden. Ausserdem sollen auch Dienstleistungen im Bereich der Datenanalyse Teil des Geschäftsmodells werden.

Damit die Software später auch in der Praxis angeboten werden kann, arbeitet Scailyte bereits jetzt mit Spitälern zusammen, um beispielsweise nach Biomarkern für Krebs zu suchen. „Einige Merkmale haben wir bereits entdeckt“, sagt Nestorov. Derzeit finden die Abklärungen noch in den Räumlichkeiten der Projektpartner statt. Das Start-up will aber schon bald ein eigenes Labor aufbauen.

Für die Wachstumspläne plant die Firma Mitte 2020 eine grosse Finanzierungsrunde. Dabei will sie 20 bis 40 Millionen Franken einsammeln. Im vergangenen Dezember konnte sich Scailyte bereits 2,7 Millionen Franken an Risikokapital sichern. 

Scailyte ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und hat ihren Sitz in Sursee.

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