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Wie man mit Cleantech die Herausforderungen des Bergbausektors meistern kann

Eine Reise in die Schweiz, um sich Inspirationen für die Lösung von Bergbauproblematiken in Chile zu holen? In puncto Cleantech kann die Schweiz durchaus als Inspirationsquelle dienen. Ghassan Dayoub Pseli, Vorstandsmitglied und Leiter der Abteilung für permanente Dienstleistungen und Güter der Direktion von Supply Codelco El Teniente, spricht über seine Erfahrungen in der Schweiz.

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Sie waren ein Teil der chilenischen Delegation, die der Schweiz im August einen Besuch abstattete. Was waren Ihre Beweggründe für die Teilnahme an dieser Delegationsreise?

Die aussergewöhnliche Erfahrung im Bereich der sauberen Technologien, die uns diese Reise in Aussicht stellte, war zweifellos mein wichtigster Antrieb. Für mich und das Gebiet, auf dem ich arbeite, war die Reise eine grossartige Möglichkeit, um internationale Trends und neue Technologien dieser Branche kennenzulernen.

Ausserdem reisten wir als Gruppe, was ganz selbstverständlich zu Networking führte.

Die Schweiz ist der lebende Beweis dafür, dass Entwicklung und Umweltschutz mit der richtigen Technologie nicht zwingend inkompatibel sind, und dass nachhaltige Entwicklung keine Utopie ist.

Hat sie sich für Sie gelohnt? Was hat Sie auf Ihrem Besuch am meisten beeindruckt?

Natürlich hat sie sich gelohnt. Das Erstaunlichste war die Unkompliziertheit und der praktische Sinn der Schweizer für die Lösung komplexer Angelegenheiten. Die «Schweizer Denkweise» ermöglicht einfache und effektive Lösungen für schwierige Probleme.

Ebenso hat mich die Sauberkeit des Landes und das Interesse für die Umwelt fasziniert. Man kann diese Mentalität auf jedem Niveau des Landes spüren: in den Flüssen, in den wunderschönen Landschaften und in der Kultur. Da wird einem etwas bewusst: Das beste Beispiel für funktionierende saubere Technologie ist die Schweiz selbst!

Welche Rolle spielt Cleantech in der chilenischen Bergbaubranche? Weshalb gibt es dort einen Bedarf an sauberen Technologien?

Die gegenwärtigen Herausforderungen des chilenischen Bergbausektors bestehen darin, höchste Umweltstandards zu erreichen, natürliche Ressourcen effizienter zu nutzen und die durch Umweltverschmutzung und Erosion verursachte Abwertung zu minimieren.

Chile erlebt derzeit die schlimmste Dürreperiode seiner modernen Geschichte, was starke Auswirkungen auf die Bergbauindustrie hat. Wenn die geforderten Minderungs- und Umweltschutzmassnahmen nicht schnell umgesetzt werden, werden die sozialen und ökologischen Kosten schon bald den wirtschaftlichen Nutzen überschreiten.

Andererseits hat die Institutionalisierung von Umweltproblemen zahlreiche Gesetze und Organisationen hervorgebracht, welche eine höhere Unternehmensverantwortung und innovativere und technologische Lösungen fordern.

In diesem Stadium sind saubere Technologien in Kombination mit einer Kultur des Umweltbewusstseins von absoluter Notwendigkeit für den Fortbestand der Bergbauindustrie, und nicht nur ein Mehrwert. Für grosse Probleme sind grosse Lösungen vonnöten.

Welches Potenzial bieten die Schweizer Cleantech-Lösungen für eine Anwendung in der chilenischen Bergbauindustrie?

Viele dieser hochmodernen Technologien haben einen ausreichenden Entwicklungsstand erreicht, um die dringendsten Umwelt- und Energieprobleme der chilenischen Bergbaubranche zu lösen. Dazu gehören die Senkung des Wasserverbrauchs und die Verwendung sauberer und erneuerbarer Energiequellen.

Die angesammelte Erfahrung, der Innovationscharakter und die hervorragende Performance in den oben genannten Bereichen machen die Schweizer Technologie und ihre Anwendung am geeignetsten für die Eingliederung in Umweltmanagementprozesse.

Die hohe Zuverlässigkeit der Schweizer Technologie könnte diese zu einem unserer besten Werkzeuge zur Bewältigung dieser immensen Trockenheit machen, die derzeit dem Bergbausektor und Chile selbst zu schaffen macht.

Welchen Ruf geniesst Schweizer Technologie in Chile?

In meinem Land steht Schweizer Technologie für Qualität, Innovation und Spitzenleistung. Wenn wir Schweizer Technologie in unsere Prozesse einbinden, wissen wir, dass es sich dabei um die besten verfügbaren Lösungen und Methoden handelt.

Haben Sie vor, zukünftig mit Schweizer Unternehmen zu arbeiten?

Wann immer es in unserer Branche um Umweltproblematiken geht, ist es durchaus möglich, für die Antwort auf diese Herausforderungen Schweizer Spitzentechnologie in Betracht zu ziehen.

Man muss wissen, dass die geografischen Gegebenheiten der Schweiz denen von Chile sehr ähnlich sind. Aus diesem Grund erleichtert die in der Schweiz gewonnene Erfahrung die Umsetzung der Technologie in Chile ungemein.

Vor welchen Herausforderungen stehen Ihrer Meinung nach Schweizer Unternehmen, die in Chile Geschäfte machen wollen?

Die grössten Herausforderungen für die Einbindung von Schweizer Technologie liegen hauptsächlich in den kulturellen Unterschieden in Bezug auf Bildung und Umweltschutz sowie der Marktfähigkeit der Umweltlösungen.

In Chile entsteht gerade erst ein Bewusstsein für Umweltfreundlichkeit, und dies sowohl auf persönlicher als auch geschäftlicher Ebene. In einem Lebensstil, in dem der Schutz der Umwelt und des Planeten fest verinnerlicht ist, wird es viel einfacher und selbstverständlicher sein, neue Umweltprotokolle und -technologien einzuführen und anzupassen.

Eine weitere Herausforderung sind die hohen Kosten dieser Technologien für ein Land mit mittlerem Einkommen, wie Chile es ist. Dies könnte jedoch entschärft werden, insofern die Kosten durch den hohen Wert, der durch die optimale Nutzung von Ressourcen und neuen Energiequellen entsteht, ausgeglichen werden.

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