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Resistell erhält hohe EU-Förderung

Die Resistell AG aus Muttenz im Kanton Basel-Landschaft bekommt aus einem europäischen Fonds zur Beschleunigung von Innovationen bis zu 2,5 Millionen Euro und zusätzliche Eigenkapitalfinanzierung. Sie entwickelt den weltweit schnellsten Test gegen Antibiotikaresistenzen.

Symbolbild
Symbolbild: Pixabay

Die Resistell AG ist eines von 70 Unternehmen, das in der aktuellen Förderrunde für eine Finanzierung im Rahmen des Programms des Europäischen Innovationsrats (EIC Accelerator, vormals KMU-Instrument) ausgewählt wurde. Insgesamt waren 4000 Anträge eingegangen, mehr als doppelt so viele wie üblich. Das Startup erhält bis zu 2,5 Millionen Euro für die klinische Validierung seines Empflindlichkeitstests für Antibiotika. Zudem bietet der EIC Accelerator zusätzlich eine Mischfinanzierung in Form einer optionalen Investition in Eigenkapital an.

Dieser weltweit schnellste Test reduziert die Dauer eines solchen Tests von bisher vielen Stunden oder Tagen auf weniger als zwei Stunden. Er soll helfen, einer der grössten Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen, antimikrobiellen Resistenzen. In vielen Ländern erhielten Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden, vorsorglich antimikrobielle Therapien, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch löse der übermässige Gebrauch dieser wirkungsvollen Medikamente die Entwicklung einer Multiresistenz aus. Daher bestehe „dringender globaler Handlungsbedarf, um zu verhindern, dass COVID-19 einen langen Schatten auf die Resistenz gegen antimikrobielle Mittel wirft“.

Der Zuschuss und die Kapitalbeteiligung des EIC Accelerators werden die letzte Entwicklungsphase des Resistell-Geräts und der Einwegartikel sowie die multizentrische Leistungsbewertungsstudie mitfinanzieren. „Diese Finanzierung wird uns helfen, die finanziellen und klinischen Risiken zu mindern, die durch COVID-19 entstanden sind“, erklärt Resistell-CEO Danuta Cichocka.

„Dank dieses Projekts werden wir in der Lage sein, die klinische Validierung in mindestens drei verschiedenen Krankenhäusern in der Schweiz, Deutschland und Dänemark durchzuführen.“ Dies werde nicht nur den Markteintritt beschleunigen und erleichtern. Es ermögliche darüber hinaus auch die Kontinuität der Leistungsbewertungsstudie unter Pandemiebedingungen.

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