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Internationale Fachmessen: Neustart mit Innovationen

Internationale Fachmessen bieten Unternehmen verschiedener Branchen die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren und Geschäftskontakte zu knüpfen. Nach den pandemiebedingten Einschnitten öffnen Fachmessen weltweit wieder ihre Tore. Bettina Thomas, Leiterin Messen bei Switzerland Global Enterprise, gibt Einblick, welche Veränderungen es in den letzten zwei Jahren im Messewesen gegeben hat und wie Firmen heute mehr denn je von Messebeteiligungen profitieren.

Virtual Trade Fair

Die vergangenen zwei Jahren haben das Messewesen stark betroffen, viele Messen wurden annulliert, verschoben oder digital durchgeführt. Inzwischen sind aber die meisten Reisebeschränkungen weggefallen und die etablierten internationalen Fachmessen ziehen wieder Besucher aus der ganzen Welt an. Nach dem langen Unterbruch zeigt sich umso mehr: Im Verkauf kann der Wert von persönlichen Kontakten und des informellen Austauschs nicht überschätzt werden. Die Wiederaufnahme von Messeauftritten bietet Firmen die Möglichkeit, ihre Produkte im Ausland zu präsentieren und neue Märkte zu testen. Der persönliche Austausch ist gerade bei komplexen Geschäften wichtig, um das Vertrauen von Neukundenerst zu gewinnen und Verkaufsgespräche zum Abschluss zu führen.


Digitale Messen – Vorteile und Grenzen
Die Messeveranstalter wie auch die Aussteller mussten nach Ausbruch der Pandemie schnell mit neuen Angeboten und Formaten auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren – es wurden verschiedenste digitale und virtuelle Plattformen als Messeersatz ins Leben gerufen. Die letzten zwei Jahre haben eindrücklich aufgezeigt, welche Vorteile digitale Messen bieten und wo sie an Grenzen stossen. Zu den Vorteilen zählen eindeutig die Zeit- und Kostenersparnisse. Es ist möglich, gleichzeitig an mehreren Events teilzunehmen, Reisezeit und -kosten entfallen. Ebenfalls von Vorteil ist die grosse Reichweite, die mit digitalen Formaten erzielt werden kann. Man erreicht auch Zielgruppen, die man sonst nicht hätte ansprechen können – zum Beispiel Teilnehmende aus China an einer digitalen Messe in Deutschland, die für einen Tag nicht extra angereist wären. Ebenfalls von grossem Wert ist es, dass die Aussteller dank Tracking mehr über ihre Kunden und deren Bedürfnisse erfahren. 


Die digitalen Formate stossen jedoch beim persönlichen Kontakt- und Vertrauensaufbau an ihre Grenzen. Das gemeinsame Erlebnis und das Informelle, spontane Networking fehlen. Auch sind Produktepräsentationen nicht vollumfänglich möglich. Was sich in der digitalen Welt ebenfalls anspruchsvoller gestaltet, ist die Kundenansprache. Besucher müssen zuerst gefunden und zur Interaktion animiert werden. Aussteller sind darauf angewiesen, dass Besucher sie in einem Verzeichnis finden und proaktiv kontaktieren, während sie an einer physischen Messe auch von Zufallsbegegnungen und Laufpublikum profitieren können. 


Chancen und Herausforderungen der neuen Messetrends
Das Messeformat der Zukunft kombiniert das Beste aus der physischen und der digitalen Welt. Trotz der Limitierungen digitaler Messen sind die damit verbundenen Erfahrungen sehr wertvoll und haben die Weiterentwicklung im Messewesen beschleunigt. Die Messe wird zu einem Gesamterlebnis gemacht: Sie findet nicht nur während wenigen Tagen an einem bestimmten Ort statt, sondern bietet eine Visibilität während 365 Tagen innerhalb einer digitalen Community. Dank der Ergänzung des physischen Messeauftritts mit digitalen Komponenten wird die Messeteilnahme auf eine nächste Stufe gebracht, wovon sowohl Besucher wie auch Aussteller profitieren.
 

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