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Schweizer Biotech-Standort blüht

Die Schweiz gehört zu den attraktivsten Standorten für Biotech-Firmen, wie der Swiss Biotech Day zeigt. Beim Kongress ist zudem die starke Position des Landes bei der Herstellung komplexer Biopharmazeutika hervorgehoben worden. Auch die Zukunftsaussichten werden als gut eingeschätzt.

Biogen
Das Alzheimer-Mittel von Neurimmune wird von Biogen vermarktet und soll im solothurnischen Luterbach produziert werden. Bild: Biogen-Standort in Luterbach/Biogen

Am 7. September fand der Swiss Biotech Day in Basel statt. Die Veranstaltung gilt als der wichtigste Biotech-Kongress der Schweiz. Zahlreiche Referate, Präsentationen und Diskussionen haben dabei den aktuellen Stand des Biotech-Standorts Schweiz aufgezeigt.

Schweiz bietet guten Nährboden für Biotech-Firmen

Die Schweiz gehöre zu den attraktivsten Standorten für Biotech-Unternehmen, wie in einer Medienmitteilung zum Kongress festgehalten wird. Dies unterstreicht auch eine Studie, welche das Beratungsunternehmen KPMG an der Veranstaltung vorgestellt hat. „Die Schweiz ist ein attraktiver Standort in wichtigen Vergleichskategorien wie Grösse des Clusters, Attraktivität für qualifizierte Mitarbeitende und wettbewerbsfähige Steuern“, so André Güdel, Experte für Standortevaluation bei KPMG Schweiz. Ihre gute Position habe die Schweiz auch „einem anhaltend hohen Kapitalzufluss“ sowie „kontinuierlicher Forschung und enormer Innovationskraft“ zu verdanken, heisst es in der Mitteilung.

In der COVID-19-Pandemie sei die Branche noch weiter ins öffentliche Interesse gerückt. Dies zeigte sich auch an den Investitionen: „Bis Juli 2021 investierten Kapitalgeber rund 2 Milliarden Franken in Schweizer Biotech-Firmen. 80 Prozent davon wurden durch börsenkotierte Firmen und bei Börsengängen aufgenommen“, so Jürg Zürcher, Experte und EY Senior Advisor im Bereich Biotech.

Erfolgsgeschichten prämiert

Im Rahmen der Konferenz sind mit Bachem, Basilea, Esbatech, Lonza und Novimmune fünf Firmen für ihre Erfolgsgeschichten ausgezeichnet worden. Auch für Neurimmune war 2021 bislang ein Erfolg: Die amerikanischen Arzneimittelbehörde hat das Mittel der Schlieremer Firma zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung zugelassen.

Kooperation ist Schlüssel zum Erfolg

Weiter wurde beim Swiss Biotech Day die grosse Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Biotech-Bereich hervorgehoben. Die Schweiz sei als kleines Land international gut vernetzt. Dank ihres kleinen Eigenbedarfs habe sie zudem die Chance, ihre Position bei der Arzneimittelherstellung für die Welt weiter auszubauen. Bereits jetzt würden Schweizer Unternehmen wie Lonza, Bachem, Siegfried, Dottikon und Celonic im Auftrag weltweit tätiger Konzerne produzieren. Insgesamt trage die Biotech-Branche zusammen mit der Pharmaindustrie zu mehr als 40 Prozent der Schweizer Exporte bei.

Die Teilnehmenden der Konferenz kamen zum Schluss, dass die Schweiz gut für die Zukunft gerüstet ist. Erwähnt wurden diesbezüglich etwa der Ausbau von Industrieparks und Produktionsstätten, das Bekenntnis zu einem starken Patentschutz sowie die gut gefüllte Produktepipeline und die starke Start-up-Szene. ssp.

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