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Dätwyler will mehr Materialien für Stromautos entwickeln

Der Industriekonzern Dätwyler will künftig vermehrt Materialien für die Elektromobilität entwickeln und produzieren. Entsprechend hat er seine Kompetenzen ausgebaut und die notwendigen Technologien in seinen Laboren bereitgestellt.

Prüfzelle zur Messung der elektromagnetischen Abschirmwirkung im Dätwyler-Labor.
Prüfzelle zur Messung der elektromagnetischen Abschirmwirkung im Dätwyler-Labor. Bild: Dätwyler

Dätwyler will seine Kompetenzen bei der Entwicklung und Produktion von neuen Materialien für die Elektromobilität stärken. Dafür hat der Urner Industriekonzern ein neues Projekt namens ETEMI ins Leben gerufen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Ziel sei es, unternehmensintern eine Werkstoffmatrix für Mobilitätsanwendungen zu schaffen. Die Bandbreite soll von gewöhnlichen Elastomeren über Flüssigsilikonkautschuk bis hin zu Thermoplasten reichen.

Das Unternehmen wolle „die gesamte Palette systemkritischer Dichtungskomponenten“ für Hybrid- und batterieelektrische Fahrzeuge bereitstellen. Die neuen Materialien sollen dabei Innovationen beim Fahrzeugbau ermöglichen. So könnte etwa das Wärmemanagement einer Batterie für Elektrofahrzeuge künftig zum Teil über das Dichtungsmaterial gesteuert werden. Durch neue Materialien könnten aber auch Gewichtsreduzierungen erzielt werden.

Um das ETEMI-Projekt voranzutreiben, hat Dätwyler den Angaben zufolge auch seine Expertise ausgebaut. So hat sich das Unternehmen etwa beim hauseigenen Mischen spezieller Werkstoffe gestärkt. Ausserdem hat es in seinen Laboren neue Technologien bereitgestellt. Dadurch kann es beispielsweise sicherstellen, dass seine Werkstoffe den Anforderungen unterschiedlicher regulativer Normen entsprechen.

„Projekte wie ETEMI werden meist auf akademischer Ebene durchgeführt, und zwar mit Fokus auf eine einzelne Herausforderung oder ein einziges Einsatzszenario“, lässt sich Hediyeh Zahabi, Material Development Manager bei Dätwyler, in der Mitteilung zitieren. „Indem wir unternehmensintern die Initiative ergreifen und unsere Materialexpertise nutzen, sind wir in der Lage, eine breite Palette neuer Materialien zu entwickeln, zu testen und zu analysieren, die die neuen Herausforderungen der Mobilität erfüllen“, sagt sie. Ausserdem profitiere Dätwyler auch von seinen Stärken auf der industriellen Seite. So könne es neue Entwicklungen rasch in die Serienproduktion schicken.

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