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Ägypten verschärft Importvorschriften

In Ägypten ist die Einfuhr bestimmter Konsumgüter nur noch dann erlaubt, wenn das exportierende Unternehmen zuvor nach den Vorgaben der zuständigen ägyptischen Behörde registriert worden ist.

Diese neue Importvorschrift soll ab 1. März 2016 in Kraft treten, ist aber gemäss Experten kaum vereinbar mit den bestehenden Regelungen der WTO. Man kann davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine vorübergehende Massnahme zur Drosselung der Importe wegen allzu schnell schwindender Devisenreserven handelt.

Betroffen sind die Anbieter von

  • Nahrungsmitteln (zum Beispiel Schokolade und kakaohaltige Lebensmittel, Milch und Milchprodukte, Fruchtsäfte, Teigwaren, Zuckerwaren, Mineralwasser)
  • Uhren
  • Kosmetika
  • Bodenbelägen
  • sanitären Einrichtungen
  • Kacheln und Fliesen für den Hausgebrauch
  • Geschirr und Besteck
  • Haushaltsgeräten
  • Möbeln
  • Fahr- und Motorrädern
  • Leuchtkörpern für den Hausgebrauch
  • Kleidung und Textilien.

Für die zwingend notwendige Registrierung des Unternehmens und dessen Markenprodukten bei der zuständigen General Organization for Export and Import Control müssen unter anderem folgende Dokumente vorgelegt werden:

Registrierung eines Unternehmens

  • Kopie der Unternehmenslizenz
  • Zertifikat des gesetzlichen Status des Unternehmens und der hergestellten Produkte
  • Zertifikat zur Qualitätskontrolle innerhalb des Unternehmens (muss zwingend durch ILAC oder IAF oder durch eine vom ägyptischen Handelsministerium anerkannte Prüfstelle ausgestellt sein).

Registrierung einer Marke

  • Beleg einer Markenschutzregistrierung
  • Liste mit allen unter dieser Marke gehandelten Produkten
  • Zertifikat zur Qualitätskontrolle der Marke(nprodukte) (muss zwingend durch ILAC oder IAF oder durch eine vom ägyptischen Handelsministerium anerkannte Prüfstelle ausgestellt sein).

Ebenfalls neu ist, dass Dokumente für den Export einer Ware (also zum Beispiel die Rechnung) von ägyptischen Banken nur noch akzeptiert werden können, wenn die Transaktion direkt von der Bank des Exporteurs an die Bank des ägyptischen Importeurs erfolgt. Der - wie handelsüblich - direkte Versand der Exportdokumente vom Exporteur zum Importeur ist demnach nicht mehr möglich.

Ausserdem hat die ägyptische Zollbehörde in einem Memorandum noch einmal daran erinnert, dass beim Import einer Ware nach Ägypten jeweils eine beglaubigte Rechnung vorliegen muss, die exakt über den Wert der eingeführten Ware Auskunft gibt. Produkte aus den EFTA-Staaten, zu denen auch die Schweiz gehört, sind von dieser Regelung ausgenommen. Das heisst: die Rechnung muss nicht zwingend beglaubigt sein.

Schweizer Botschaft in Ägypten / Staatssekretariat für Wirtschaft SECO: Egypt - New Import Procedures/Measures

Ministry of Trade and Industry, Decree No. 43 of the Year 2016, Regarding the Amendment of the Rules Organizing the Registration of the Factories Qualified to Export Products Thereof to the Arab Republic of Egypt

Ministry of Trade and Industry, Decree No. 992 of the Year 2015, Regarding the Rules Organizing the Registration of the Factories Qualified to Export Products thereof to the Arab Republic of Egypt

 

Ministry of Trade and Industry Decree No. 991 of the Year 2015 Regarding Some Goods Imported Under Special Conditions

Circular Letter of the Central Bank of Egypt (import transactions / documentary collections from bank to bank

Circular Letter of the Central Bank of Egypt (cash deposits in foreign currencies)

Circular No. (202) for the year 2015: Head of the Central Department of Tariff, Value and Origin (labelling / memorandum)

IHK Region Stuttgart: Ägypten – Neue Einfuhrbestimmungen 2016

Länderberatung ganz Afrika (3. und 4. März)

Dokumente

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