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Basler Entdeckung könnte Nierentransplantate schützen

Basler Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte weisse Blutzellen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Virusvermehrung nach Nierentransplantationen spielen. Dies könnte zur Entwicklung von entsprechenden Medikamenten beitragen.

Basler Forscher machen wichtige Entdeckung für Nierentransplantate. (Bild: Universität Basel)
Basler Forscher machen wichtige Entdeckung für Nierentransplantate. (Bild: Universität Basel)

Eine Forschungsgruppe am Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel hat mehr über den sogenannten BK-Polyomavirus herausgefunden, der etwa bei 15 Prozent der Patienten nach einer Nierentransplantation auftritt. Der Virus wurde vor über zehn Jahren ebenfalls von Basler Wissenschaftlern erstmals als Ursache für das frühzeitige Versagen von Transplantatnieren identifiziert. Ein wirksames Medikament gegen das BK-Polyomavirus gibt es bisher nicht.

Die Wissenschaftler haben nun das Blut von 96 Patienten unmittelbar nach der Transplantation sowie sechs und zwölf Monate danach untersucht. Dabei stellten sie fest, dass bestimmte weisse Blutkörperchen bei jenen Patienten signifikant zunehmen, die das Virus unter Kontrolle bringen können. „Unsere Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten, die Reduktion der Immunsuppression besser zu steuern und zur Entwicklung von Impfstoffen für eine adoptive Therapie mit T-Zellen beizutragen“, erklärt Professor Hans H. Hirsch.

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