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Basler Nanoauto ist das schnellste

Die Universität Basel hat das erste internationale Rennen von Nanoautos auf einer winzigen Rennstrecke auf einer Goldoberfläche gewonnen. Die aus einem einzelnen Molekül bestehenden Rennwagen wurden mit der Spitze eines Rastertunnelmikroskops gesteuert.

Nano car race
Basler Nanoauto gewinnt das Rennen. (Bild: Universität Basel)

Einer Mitteilung der Universität Basel zufolge gingen beim ersten internationalen Rennen mit Nanoautos in Toulouse Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Japan, den USA, Österreich und der Schweiz an den Start. Sie mussten jeweils ein einzelnes Molekül über eine lediglich 100 Nanometer - ein Nanometer entspricht 1 Millionstel Millimeter - lange Rennstrecke mit zwei Kurven auf einer Goldoberfläche führen. Dazu standen ihnen sagenhafte 38 Stunden zur Verfügung.

Wie die Mitteilung erläutert, ist dies jedoch keineswegs so einfach, wie es sich anhört. Die Nanoautos werden von einem von der Spitze eines Rastertunnelmikroskops ausgehenden minimalen elektrischen Strom bewegt. Dazu muss die Mikroskopspitze sehr dicht an das Molekülauto herangeführt werden. Die Grössenverhältnisse zwischen Mikroskopspitze und Nanoauto entsprechen dabei in etwa „der des Matterhorns und einem Tischtennisball“ heisst es plastisch in der Mitteilung.

Den Piloten Tobias Meier und Rémy Pawlak aus der Forschungsgruppe von Ernst Meyer vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel gelang es, die 100 Nanometer in acht Stunden zu absolvieren. Im Gegensatz zur Konkurrenz bestand das siegreiche Schweizer Nanoauto dabei aus einem recht kleinen Molekül. „Unsere Idee war es, die Reibung zwischen Nanoauto und Oberfläche zu verringern und unser Nanoauto ähnlich wie ein Luftkissenboot über die Oberfläche gleiten zu lassen“, erläutert Rémy Pawlak in der Mitteilung.

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