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Basler Start-up züchtet nachhaltige Edelpilze

Das Basler Jungunternehmen Stadtpilze züchtet den Austern-Seitling auf Kaffeesatz. Nach der Eintragung ins Handelsregister will die Firma nun durchstarten und hat bereits positive Rückmeldungen aus der Gastronomie erhalten.

Pilz
Stadtpilze züchtet den Austern-Seitling auf Kaffeesatz. (Bild: Stadtpilze)

Mit ihrem innovativen Konzept konnten die Stadtpilze bereits beim Wettbewerb Innovation Basel überzeugen, aus dem sie Ende 2016 siegreich hervorgegangen sind. Der Biotechnologe Armin Sirch hatte sich schon länger damit beschäftigt, Edelpilze auf Kaffeesatz zu züchten. Vor knapp zwei Jahren hat er sich daran gemacht, seine Idee umzusetzen, wie es in einem Artikelbei «20 Minuten» heisst. Mit David Jucker, der für die Produktion und Entwicklung zuständig ist, und dem Betriebswirtschaftler Matthias Nebel hat er dabei wertvolle Unterstützung erhalten.

In einem eigens produzierten Video erklären die Stadtpilze ihr Konzept. Der Kaffeesatz wird mit anderen Bestandstoffen wie Nährstoffen vermischt, bevor die Körnerbrut des Austern-Seitlings beigegeben wird. In Eimern reifen anschliessend die Speisepilze heran. Nach Bezug geeigneter Räumlichkeiten in der Basler Gasstrasse im März und dem Eintrag ins Handelsregister im Mai kann das Jungunternehmen nun etwas bieten, was nur wenige Grosshändler können, wie «20 Minuten» schreibt: «Täglich frische Pilze liefern.»

Den Stadtpilzen ist dabei die Nachhaltigkeit wichtig. Zur Umsetzung ihres Zuchtverfahrens benötigen sie daher Bio-Kaffeesatz, wie sie in ihrem Video erklären. Mit der Basler Barista Sylvia Vonlanthen haben sie eine Lieferantin gefunden. Bislang hat das Jungunternehmen 1 Tonne Kaffeesatz in 100 Kilogramm Edelpilze verwandelt. «Wir haben schon tolle Rückmeldungen von Köchen bekommen», wird Nebel bei «20 Minuten» zitiert. Insofern haben sich die Stadtpilze auch grosse Ziele gesetzt: 400 Kilogramm wollen sie künftig pro Monat herstellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Stadtpilze nun eine Schwarmfinanzierungskampagne auf 100 Days gestartet. Von den angestrebten 45'000 Franken wurden bislang gut 6000 Franken erreicht, die Kampagne läuft noch 45 Tage. Zudem macht das Jungunternehmen dabei auf weiterhin bestehenden Bedarf nach Bio-Kaffeesatz aufmerksam.

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