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Begegnen Sie unerwarteten Geschäftsangeboten mit Vorsicht

In jüngster Zeit wurden wieder vermehrt von China ausgehende Geschäftsbetrügereien gemeldet. Auch Schweizer Unternehmen sind betroffen. Wie funktionieren die Betrugsmaschen und wie können Sie sich davor schützen?

Ausländische Unternehmen werden Opfer von verschiedenen Betrügereien chinesischer Unternehmen

Dieser Artikel gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation in China. Ausführlichere Informationen und Beispiele sowie eine Liste betrügerischer Unternehmen können Sie am Ende dieses Artikels herunterladen.

So erkennt man die Betrügereien

  1. Die meisten Betrugsversuche in Nordchina gingen von Xi'an in der Provinz Shaanxi und von Luoyang in der Provinz Henan aus, wobei unspezifische Unternehmensnamen verwendet wurden, wie «XXX Material Co., Ltd.» oder «XXX Import & Export Co., Ltd.» usw. Es wurde keine Firmenadresse genannt oder diese liegt in einem Wohngebiet.
     
  2. Die meisten betrügerischen Unternehmen sind neu bei den chinesischen Behörden registriert, mit sehr wenigen Informationen und keiner Unternehmensgeschichte. Hierbei ist zu anzumerken, dass es nicht schwierig ist, über ein Vertreterunternehmen ein nicht vorhandenes Kapital behördlich registrieren zu lassen. (Dabei stellt der Vertreter bei der Registrierung einen bestimmten Geldbetrag im Namen des chinesischen Unternehmens bereit, der später wieder vom Konto entnommen wird. Das Vertreterunternehmen verdient an solchen Dienstleistungen.)
     
  3. Die meisten betrügerischen Unternehmen haben einen sehr breit gefassten Unternehmenszweck, von grossen Anlagen bis hin zu kleinen Artikeln über alle Arten von Branchen hinweg, von Maschinen, Bau, Elektronik, Chemie oder Medizinprodukten bis hin zu Produkten des täglichen Bedarfs, Lebensmitteln und Getränken usw. Das Ganze klingt nach einem Universalunternehmen, das alles kauft und verkauft. Doch diese Art von Unternehmen besitzen keine eigenen Marken, keine Läden und keine Niederlassungen, sondern bezeichnen sich als «Händler». Auffällig ist dabei, dass ein offenbar riesiges Unternehmen nichts in Händen hält.

So funktionieren die Betrügereien

  1.  Ein unbekanntes chinesisches Unternehmen kontaktiert ein ausländisches Unternehmen per E-Mail, um dessen Produkte kennenzulernen. Dann geben seine Mitarbeiter nach einem kurzen E-Mail-Wechsel ohne jegliche Treffen und Musterprüfungen eine grosse Bestellung bei dem ausländischen Unternehmen auf. Sie klingen dabei sehr vertrauensvoll und erklären sich sogar zu einer Anzahlung bereit. So erregen sie das Interesse des ausländischen Unternehmens, ohne dass Geld fliesst. Dann fordern sie das ausländische Unternehmen unter Verweis auf die «chinesischen Verfahren» oder «zum Aufsetzen eines formellen Vertrags» auf, die Verwaltungskosten ganz oder teilweise zu übernehmen, die für Registrierung, Rechtsberatung und Notar anfallen. Ausserdem laden sie das ausländische Unternehmen zu einem Standortbesuch in China ein, für den das ausländische Unternehmen teure Geschenke und Restaurantbesuche zahlen soll.
     
  2. Ein chinesisches Unternehmen taucht aus dem Nichts auf und schlägt einem ausländischen Unternehmen den Besuch seiner Delegation vor, um eine «grosse Bestellung» zu besprechen, ohne dass vorher jegliche formellen Gespräche stattgefunden hätten. Dahinter steht meist die Absicht, eine Einladung nach Europa zu erhalten, hinter der verdächtige Motive stehen.
     
  3. Manche chinesischen Schwindler geben sich einem ausländischen Unternehmen gegenüber als Vertreter eines «renommierten und angesehenen chinesischen Unternehmens» aus. Sie laden das ausländische Unternehmen nach China ein, um dort eine grosse Vertragsunterzeichnung durchzuführen. Die Mischung der oben genannten betrügerischen Kniffe soll das ausländische Unternehmen dazu bringen, Notarkosten oder andere Verwaltungsgebühren zu bezahlen, Geschenke zu kaufen usw. Wurden diese Zahlungen erst einmal geleistet, lassen die chinesischen Betrüger nie mehr von sich hören.

So vermeidet man die Betrügereien

Überprüfung des Rechtsstatus:

  • Gewerbeerlaubnis
  • Ausweisdokument
  • Aufzeichnungen zu Rechtsstreitigkeiten
  • Aussenhandelszulassung
  • Besondere Genehmigungen
  • Landnutzungsrechte
  • Gebäudenutzungsrechte
  • Nachweise für geistige Eigentumsrechte
  • Unternehmenssiegel

Überprüfung des Finanzstatus:

  • Kreditwürdigkeitsbescheinigung
  • Bilanzabschluss
  • Kapitalprüfungsbericht
  • Bankkontoangaben

Chinesisches Sozialkredit-System:

  • Prüfen Sie die Einstufung des chinesischen Unternehmens

Was wir für Sie tun können

Wenn Sie ausführlichere Informationen über chinesische Unternehmen einholen möchten, können wir eine Hintergrundüberprüfung für Sie durchführen. Zögern Sie nicht, Daniel Bont oder den Swiss Business Hub China für mehr Informationen zu kontaktieren.

 

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