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Empa entwickelt künstliche Haut

Forscher an der Empa haben ein künstliches Hautmodell entwickelt, das die menschliche Haut simulieren kann. Es soll helfen, die Wechselwirkung zwischen Haut und Textilien zu testen. Somit sind Probandenversuche kaum mehr nötig.

Empa entwickelt künstliche Haut

Die Eigenschaften der menschlichen Haut hängen stark von deren Hydration ab, wie die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Medienmitteilung erklärt. Entsprechend verändert sich auch die Wechselwirkung mit Textilien. So kann beispielsweise eine stark schwitzende Haut, die in Kontakt mit Textilien kommt, Reizungen oder Ausschläge auslösen. Die Interaktion zwischen der menschlichen Haut mit Textilien liess sich laut der Empa bisher nur mittels Probandenversuchen ermitteln. Dazu mussten sie etwa verschiedene Textilien gegen ihren Unterarm reiben. So konnte ermittelt werden, wie die Haut reagiert.

Nun haben Forscher der Empa jedoch ein künstliches Hautmodell entwickelt. Dieses kann die Eigenschaften der Haut nahezu perfekt simulieren. Es kann beispielsweise den trockenen, feuchten oder nassen Zustand der menschlichen Haut nachstellen. Das Modell macht Probandenversuche in der ersten Phase der Textilentwicklung überflüssig, wie die Empa erklärt. Es kann also erste Erkenntnisse liefern, ohne die echte menschliche Haut jeglichem Risiko auszusetzen. Erste untaugliche Textilien lassen sich so aussortieren. Für die spätere Phase der Entwicklung sind Tests mit echter menschlicher Haut aber trotzdem nötig.

Ein Vorteil der künstlichen Haut der Empa ist, dass sie auf Gelatine und Baumwolle basiert. Damit ist sie relativ günstig herstellbar. Derzeit ist das Modell noch an Kabel und Schläuche angebunden. Bald wollen die Forscher die Haut jedoch aus eigenen Poren schwitzen lassen und so der Realität noch einen Schritt näher kommen.

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