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IBM erreicht Rekord bei Bandspeichern

Experten am IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon haben gemeinsam mit Sony Storage einen neuen Rekord bei der Speicherdichte von Magnetbändern erzielt. Sie machen damit eine 20-mal höhere Kapazität bei Bandspeichersystemen möglich.

IBM Wissenschaftler Mark Lantz mit Magnetbandstück.
Forscher von IBM in Rüschlikon haben gemeinsam mit Sony Storage eine Speicherdichte von 201 Gigabit pro Quadratzoll bei Magnetbändern erreicht. (Bild: IBM Research)

Forscher von IBM in Rüschlikon haben gemeinsam mit Sony Storage eine Speicherdichte von 201 Gigabit pro Quadratzoll (rund 6,45 Quadratzentimeter) bei Magnetbändern erreicht. Damit wird auf einer handgrossen Kassette die Speicherung von bis zu 330 Terabyte an Daten möglich. Das ist laut einer Medienmitteilung von IBM rund 20-mal höher als die Kapazität von herkömmlichen Bandspeichersystemen. 330 Terabyte an Daten entsprechen etwa dem Text in 330 Millionen Büchern, heisst es.

Die Speicherung von Daten auf Magnetbändern wurde bisher vor allem für Video-Archive oder für Notfallwiederherstellungen genutzt. IBM ist jedoch überzeugt, dass es für die Speichertechnologie neue Einsatzmöglichkeiten gibt. Als Beispiel wird in der Mitteilung die „kalte Speicherung“ von gebrauchten Cloud-Daten genannt. Die neue Technologie wird laut IBM etwas mehr kosten als bisherige Magnetbandkassetten, dank ihrer hohen Kapazität aber mehr Terabytes pro Dollar leisten.

Das IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon wurde 1956 als erstes Labor von IBM ausserhalb der USA gegründet. Das Spektrum der Forschungsaktivitäten reicht von der Nanotechnologie über die Entwicklung künftiger Generationen von Computersystemen und Speichertechnologien bis hin zu Cloud Computing, Schutz von Daten und Privatheit, Supercomputing und Simulation, Big-Data-Analytik und Cognitive Computing.

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