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Industrie 4.0 aus Sicht eines Westschweizer KMU

Das Westschweizer KMU Elite SA stellt Matratzen und andere Bettwaren von Spitzenqualität her. Sein Direktor François Pugliese sieht in der Digitalisierung eine einmalige Chance. Bei Exporter Demain! am 16. September an der EPFL wird er mehr dazu erzählen. Interview
François Pugliese, Direktor von Elite SA
François Pugliese, Direktor von Elite SA

Wie nehmen Sie Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen wahr?

Industrie 4.0 bietet Elite in vielen Bereichen tolle Möglichkeiten:

  • Dank der digitalen Kommunikation können wir zum Beispiel mit unserer Zielgruppe auf der ganzen Welt kommunizieren und potenziellen Kunden unsere Geschäftsphilosophie und unsere Produkte näher bringen. Das wäre auf den herkömmlichen Kommunikationswegen so nicht möglich.

  • Mithilfe des Internets der Dinge, also vernetzten Gegenständen, konnte Elite sein Geschäftsmodell im Hinblick auf den Verkauf von Produkten an das Hotelgewerbe umstellen. Fortan werden 50 % der Verkäufe über das System Smart Lease abgewickelt, bei dem die Belegung der Zimmer berücksichtigt werden.

  • Weitere Projekte sind in der Planung zur Entwicklung vernetzter Matratzen und Betten.

Wie wird die Digitalisierung das Geschäft und die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene verändern?

Wie bereits gesagt, erleichtert die digitale Kommunikation den Zugang zum internationalen Markt. Unsere vernetzten Produkte und technischen Innovationen machen Elite ausserdem zu einem innovativen Hersteller, erhöhen unsere Präsenz und verschaffen uns erhebliche Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern.

Sind Westschweizer KMU Ihrer Meinung nach auf die digitale Transformation gut vorbereitet?

Dank diverser Plattformen wie Innovaud und den Technopolen sind die Westschweizer KMU für diesen Bereich vermehrt sensibilisiert. Dennoch sind wir noch weit davon entfernt, was in Nordamerika und in den skandinavischen Ländern möglich ist.

«Digitale Transformation», «4. industrielle Revolution» und «Industrie 4.0» sind die Schlagwörter, hinter denen sich komplexe Änderungsprozesse verbergen, die alle Unternehmen betreffen, nicht nur IT und Produktion. Wo sollte man anfangen, wenn man diese Änderungen im eigenen Unternehmen anpacken möchte?

Dafür gibt es keine allgemeine Regel. Das Wichtigste ist, dass im Unternehmen ein Bewusstsein dafür entsteht, dass eine Revolution im Gange ist. Danach muss die Geschäftsleitung herausfinden, in welchen Bereichen die neuen Technologien eingesetzt werden sollen. Ob bei Produkten, Verwaltung, Verfahren oder Geschäftsmodell: Das Ziel ist es, Werte für den Kunden zu schaffen, den Komfort für die Mitarbeitenden zu erhöhen, die Produktivität zu steigern oder ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln oder sogar ein ganzes Geschäftsfeld zu erfinden, wie dies bei Uber der Fall ist.

Stellen Sie sich viele Fragen über die digitale Revolution? Diskutieren Sie mit uns bei «Exporter Demain!». Sie werden nicht nur Inspiration finden, sondern auch Ansätze zu Überlegungen, wie die Industrie 4.0 den KMU helfen kann, den grösstmöglichen Vorteil aus der digitalen Revolution zu ziehen, um ihre Aktivitäten auf dem globalen Markt zu optimieren.

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