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Iran: ein 80-Millionen-Einwohner-Markt zurück im Welthandel

Der Konsumhunger scheint gross in der Islamischen Republik. Das verspricht Chancen für exportierende KMU. Doch es ist kein leichter Markt, weshalb S-GE nun vor Ort ein Partnernetzwerk aufgebaut hat.

Iran: ein 80-Millionen-Einwohner-Markt zurück im Welthandel

Die Iranisch-Schweizerische Handelskammer mit Sitz in Teheran hat sich zum Ziel gesetzt, die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und dem Iran zu vereinfachen. Sie hat ein gutes Netzwerk zu den Behörden und hilft auch bei der kulturellen Verständigung in geschäftlichen Angelegenheiten. Switzerland Global Enterprise hat damit einen kompetenten Partner vor Ort.

Die Kernprobleme: Arbeitslosigkeit, Inflation und ein schwieriges Finanzumfeld

„Der Fall der Sanktionen war ein grosser Schritt, aber bis im Iran wieder alles richtig funktioniert dauert es noch eine Weile“, meint Abdi Moinpour, Leiter der Iranisch-Schweizerischen Handelskammer in Teheran. Die Islamische Republik hat mit grosser Arbeitslosigkeit zu kämpfen, die wohl zwischen 13 und 16% liegt. Die Vermutung vieler Iraner sei aber, dass sie wesentlich höher liege bei rund 30%. „Aber unsere Bevölkerung ist jung! Rund die Hälfte sind unter 30 Jahre und noch dazu gut ausgebildet“, argumentiert Moinpour. Trotzdem: Erst kürzlich sind iranische Banken wieder für das internationale Zahlungssystem SWIFT zugelassen worden. Manche iranische Banken stehen aber weiterhin unter Sanktionen und bleiben ausgeschlossen. „Bis die ausländischen Investitionen zurückkommen wird es wohl noch etwas dauern,“ meint Moinpur. Besonders in der Infrastruktur und der Industrie werden diese dringend benötigt. Ausserdem kämpft der Iran mit einer hohen Inflationsrate. Die Hoffnungen, dass diese Probleme mit der Aufhebung der Sanktionen wegfallen, sind gross. „Bis sich die grossen Banken aber wieder in den Iran trauen, vergehen sicherlich noch ein bis zwei Jahre“, meint Moinpour.

Die Beziehungen zur Schweiz haben Tradition

Das meint Assieh Mir, Leiterin Marketing & Public Relations bei der Iranisch-Schweizerischen Handelskammer. „Schon lange gehen junge Iraner in die Schweiz für ein Studium, insbesondere in die Westschweiz. An der EPFL sind momentan circa 250 iranische Studierende eingeschrieben.“ Besonders die EPF in Lausanne aber auch die ETH in Zürich sind bei den iranischen Studierenden beliebt. Auch in dieser Hinsicht erhofft sich Mir, dass sich wieder eine fruchtbare Partnerschaft zwischen der Schweiz und dem Iran bilden wird. Die Iranisch-Schweizerische Handelskammer setzt sich nicht nur für den Aufbau der Wirtschaftsbeziehungen ein, sondern hebt auch kulturelle Aspekte hervor. „Man darf nicht unterschätzen, dass der Iran eine andere Kultur hat als die Schweiz. Wir können aber vermitteln und vorbereiten und wir helfen im Umgang mit den Behörden,“ erklärt Mir die Rolle der Handelskammer.

Partnerschaft zwischen S-GE und der Iranisch-Schweizerischen Handelskammer

„Um unsere Kunden richtig beraten zu können, brauchen wir verlässliche Partner, wie die Iranisch-Schweizerische Handelskammer“, meint Suhail el Obeid, Senior Berater für den Iran bei Switzerland Global Enterprise. „Momentan gibt es noch viele Herausforderungen, wie der Geldtransfer, mangelnde Markttransparenz sowie grosse Konkurrenz aus Asien.“ Dennoch lohnt es, sich mit diesem Markt zu beschäftigen, der auch als Tor zur Region dienen kann.“

Switzerland Global Enterprise plant im Mai eine Unternehmerreise. Sobald die Anmeldung möglich ist, informieren wir Sie über die Länderseite Iran und über Twitter.

Kommen Sie zu unserem Iran Event am 25. Mai 2016 nach Lausanne

S-GE organisiert zudem mehrere mini SWISS Pavilion auf den Messen Iran Plast, Iran Health und Iran food+hospitality / Iran food+bev tec in Teheran. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ausserdem können Sie sich beim Exportdialog in Luzern (17. März 2016), dem Exportdialog in Bern (05. April 2016) und dem Länderberatungstag Iran in Basel (16. September 2016), über Ihre Markteintrittsstrategie unterhalten oder direkt unseren Berater Suhail El Obeid kontaktieren.

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung: Roadmap für die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Islamischen Republik Iran

Anmerkung

Mit dem Inkrafttreten des Nuklearabkommens am 16. Januar 2016 wurde ein Grossteil der internationalen Sanktionen gegenüber Iran aufgehoben. Im Handel mit Gütern und Dienstleistungen sowie bei Finanztransaktionen bestehen jedoch weiterhin gewisse Verbote, Bewilligungs- und Meldepflichten. Bei Unsicherheiten wird Unternehmen empfohlen, sich mit dem SECO in Verbindung zu setzen. Konkrete Geschäfte müssen dem im SECO zuständigen Ressort Exportkontrollen/Industrieprodukte über die elektronische Bewilligungsplattform ELIC unterbreitet werden. Allgemeine Anfragen sind an folgende Emailadresse zu richten: licensing@seco.admin.ch

Der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV ist es wieder erlaubt, Geschäfte in den Iran zu versichern und somit das Risiko eines Zahlungsausfalls für den Schweizer Exporteur zu über-nehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter diesem Link

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