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Jahr 2016: Exporte auf Höchststand

Nach einem Rückgang im Vorjahr wuchs der Aussenhandel im 2016 wieder, wobei die Chemisch-Pharmazeutischen Produkte die Entwicklung prägten. Die Exporte stiegen insgesamt um 3,8 % (real: - 0,8 %) auf rekordhohe 210,7 Mrd. Fr. Die beiden anderen grossen Sparten – Maschinen und Elektronik sowie Uhren – konnten indes nicht am Wachstum teilhaben.
Ein LKW vor einer Laderampe
Die Exporte liegen 2016 auf einem Höchststand.

Die Importe nahmen um 4,1 % (real: + 1,2 %) auf 173,2 Mrd. Fr. zu. Der Überschuss in der Handelsbilanz erreichte einen neuen Rekord (37,5 Mrd. Fr.).

Gesamtentwicklung

Die Exporte weiteten sich im Jahr 2016 um 3,8 % (real: - 0,8 %) auf 210,7 Mrd. Fr. aus, womit sie einen neuen Höchststand erklommen. Allerdings war das Ergebnis massgeblich von der Pharmasparte bzw. deren Preisentwicklung beeinflusst. Die Ausfuhren verstärkten sich von Quartal zu Quartal; im Schlussquartal 2016 drehte der Exportverlauf dann aber ins Minus. Die Importe stiegen um 4,1 % (real: + 1,2 %) auf 173,2 Mrd. Fr. Gleichwohl liegen sie damit immer noch 13,7 Mrd. Fr. unter dem Rekordwert von 2008. Die Importentwicklung verlor ab der 2. Jahreshälfte 2016 merklich an Schwung.

Exporte von Chemisch-Pharmazeutischen Produkten: + 9,7 Mrd. Fr.

Sieben Warengruppen wiesen im Jahr 2016 einen Exportanstieg auf. Allerdings übertrumpfte Chemie-Pharma mit + 11 % bzw. + 9,7 Mrd. Fr. die übrigen Sparten markant und erzielte damit einen neuen Rekordumsatz. Derweil stagnierten die Auslieferungen von Maschinen und Elektronik, der zweitgrössten Gruppe; die Sparte weist seit 2011 kein Umsatzwachstum mehr auf. Um einen Zehntel bzw. um 2,1 Mrd. Fr. reduzierten sich die Uhrenexporte.

Bei den Chemisch-Pharmazeutischen Produkten stieg der Versand von Medikamenten um 19 % (+ 6,1 Mrd. Fr.) und jener von pharmazeutischen Wirkstoffen um 15 % bzw. 1,8 Mrd. Fr. Auch die Ausfuhren von immunologischen Produkten stiegen um 1,9 Mrd. Fr. bzw. 8 %. Das Plus im Segment Textilien, Bekleidung und Schuhe rührte ausschliesslich von Rücksendungen her. Zwischen 2 und 4 % weiteten sich die Ausfuhren von Präzisions- instrumenten, Nahrungs- und Genussmitteln sowie Metallen aus. Im Bereich Maschinen und Elektronik überwogen die Minuszeichen; positiv aufgefallen sind die um 9 % gestiegenen Ausfuhren von nicht-elektrischen Kraftmaschinen sowie Maschinen für die Grafische und Papierindustrie (+ 6 %).

Geografisch zentrierte sich der Mehrabsatz auf Nordamerika (+ 13 %; USA auf neuem Höchststand; + 4 Mrd. Fr.) und Europa (+ 3 % bzw. EU: + 4 %). Bei Letzterem fielen namentlich Deutschland (+ 3 Mrd. Fr.) sowie Belgien (+ 602 Mio. Fr.) auf. Im Minus lagen hingegen die Lieferungen ins Vereinigte Königreich und nach Italien, welches damit das niedrigste Niveau seit 2003 aufwies. Die Exporte Richtung Asien stagnierten insgesamt. Dabei standen den Mehrlieferungen nach Japan (+ 928 Mio. Fr.) und China (+ 889 Mio. Fr.) – beide auf neuem Rekordniveau – rückläufige Ausfuhren nach Hongkong (- 892 Mio. Fr.; Uhren) und Saudi-Arabien (- 496 Mio. Fr.; Flugzeuge) gegenüber. Die Exporte nach Lateinamerika sanken insgesamt um 5 %.

Chemie-Pharma sowie Verkehrsflugzeuge erklären Importwachstum

Die Importe zeigten eine grosse Spannweite von + 13 % (Fahrzeuge und Chemisch- Pharmazeutische Produkte) hin zu - 21 % (Energieträger). Die Zunahme (+ 6,8 Mrd. Fr.) war zwar breit abgestützt, dennoch entfiel 70 % davon allein auf Chemie-Pharma. Das Umsatzminus bei den Energieträgern war grösstenteils preisbedingt (real: - 2 %).

Bei Chemie-Pharma (+ 4,9 Mrd. Fr.) expandierten die Bezüge von Medikamenten (+ 2,9 Mrd. Fr.) und pharmazeutischen Wirkstoffen (+ 1,2 Mrd. Fr.) je um einen Fünftel. In der Sparte Fahrzeuge (+ 2,2 Mrd. Fr.) basierte der Anstieg auf der Einfuhr mehrerer Verkehrsflugzeuge, in erster Linie aus den USA. Derweil stagnierten die Autoimporte (Stück: - 4 %). Während die Einfuhren von Textilien, Bekleidung und Schuhen um 8 % (+ 687 Mio. Fr.) zunahmen, wuchsen jene von Präzisionsinstrumenten um 4 % bzw. 305 Mio. Fr. Die Importe von Bijouterie und Juwelierwaren sanken um 932 Mio. Fr.

Im Jahr 2016 stiegen die Bezüge aus den drei handelsstarken Kontinenten, allen voran jene aus Nordamerika bzw. den USA (+ 22 % bzw. + 2,6 Mrd. Fr.). Hier spielten neben den Pharmaprodukten vor allem Verkehrsflugzeuge eine Rolle. Um 3 % erhöhten sich die Einfuhren aus Europa bzw. der EU. Zu nennen sind dabei Deutschland (+ 1,6 Mrd. Fr.) – mit dem ersten Plus seit 5 Jahren – sowie Irland (+ 631 Mio. Fr.; Pharma), Spanien und Italien. Bei Asien (+ 3 %) wuchsen die Zufuhren aus Vietnam (+ 503 Mio. Fr.; v. a. Gebrauchsartikel aus Edelmetallen) und Südkorea kräftig, dafür gingen die Bezüge aus Hongkong, Japan und China um insgesamt 394 Mio. Fr. zurück. Letztgenanntes wies übrigens den ersten Rückgang seit 2002 auf. Die Importe aus Lateinamerika sanken um 22 %; aus Mexiko kam ein Drittel weniger Güter.

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