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Olympia 2020 Tokio: Regierung fördert Bau von Hotels

Japan erlebt einen rasanten Anstieg an Touristenzahlen. Bereits jetzt wurde das Ziel, bis 2020 20 Millionen Touristen anzuziehen, erreicht. Hotels und Unterkünfte können den Bedarf kaum mehr decken. Mit den olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio steigt dieser nochmals an, weshalb die Regierung nun den Bau von Hotels fördern will.

Die Touristenzahlen in Japan wachsen schneller als gedacht.
Die Touristenzahlen in Japan wachsen schneller als gedacht.

Laut der «Japan National Tourism Organization JNTO» kamen 2016 24 Millionen Touristen nach Japan, womit das Ziel der japanischen Regierung bis 2020 20 Millionen Touristen anzuziehen, bereits übertroffen wurde. Deshalb kündigte die Regierung nun an, das Ziel auf 40 Millionen anzuheben und zur Deckung des Bedarfs an Hotels Unterstützung zu leisten.  

Hotelbau soll gefördert werden

Bisher wird in Japan von der «Organization for Promoting Urban Development» der Bau von Schulen, Büchereien, Krankenhäusern oder Pflegeheimen ausserhalb der Ballungszentren Tokio, Osaka und Nagoya gefördert. Dies soll sich nun ändern.

Ab April 2017 sollen bis zu 50% der Baukosten von Hotels von der Regierung getragen werden. Voraussetzungen dafür sind:

  • Nutzfläche von mindestens 2'000 Quadratmetern
  • Planung des Gebäudes im städtebaulichen Entwicklungsbereich (urban development zone)
  • Bereitstellung von öffentlichen Nutzungs- und Grünflächen.

Bis 20 Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes, müssen die von der Regierung übernommenen Baukosten zurückgezahlt werden.

Tourismus ist wichtige Einnahmequelle für Japan

2016 beliefen sich die Einnahmen durch Tourismus in Japan auf 3.48 Billionen Yen (ca. 31 Milliarden CHF). Die japanische Regierung möchte durch entsprechende Massnahmen, wie die Umgestaltung von Nationalparks oder Schaffung einfacherer Einreisebedingungen, die Tourismuseinnahmen auf 15 Billionen Yen bis 2030 ausbauen.

Japan möchte insbesondere Touristen aus Europa, den USA und Australien anlocken. Einen grossen Teil machen bereits jetzt wohlhabende Chinesen aus, welche besonders gerne Luxusgüter in Japan kaufen.

«Durch den ansteigenden Touristenstrom ergeben sich nicht nur Möglichkeiten im Infrastrukturbereich sondern auch in angrenzenden Sektoren, wie zum Beispiel Retail, Luxusgüter, Kosmetik oder Outdoor-Bekleidung. Diese Industrien können ebenfalls mit einem positiven Effekt in den Heimatländern der Touristen rechnen», meint Stefan Barny, Berater für Japan und Südkorea bei Switzerland Global Enterprise.

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Quellen

Japan Times: Government helps finance building hotels and tourism boom

Japan Times: Japan doubles overseas tourist target

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