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Panama baut U-Bahn-Netz für Milliarden von USD aus

Der ausgebaute Panama-Kanal hat seit der Eröffnung der gesamten Transportwirtschaft des zentralamerikanischen Landes einen Wachstumsschub beschert. Am deutlichsten sichtbar wird das bei der U-Bahn von Panama-Stadt. Der milliardenschwere Ausbau ist aufgegleist.

Luftansicht von Panama City
Panama baut Transportinfrastruktur aus.

Die erste Linie der Metro de Panamá wurde im April 2014 eröffnet. Bereits damals startete der Bau einer zweiten Linie, eine dritte wurde ausgeschrieben. Die Linien 1 und 2 kosten je über 2 Milliarden USD. Zudem gibt es Pläne, die beiden Strecken zu verlängern. Für das laufende Jahr hat die staatliche U-Bahn-Betreibergesellschaft dafür 660 Millionen USD vorgesehen. Machbarkeitsstudien für eine mit der Metro verknüpfte S-Bahn haben die Behörden bereits angekündigt.

Bis 2040 will die Metro das Netz in der Hauptstadt von heute 14 auf 90 Stationen ausbauen. Dafür sind 8 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Lieferant von Waggons und Technik für die ersten beiden Linien ist Alstom. Die von der Japan International Cooperation Agency (JICA) finanzierte Linie 3 hingegen soll auf einem Monorail-System japanischer Herkunft basieren.

Milliardensummen sind auch für neue Containerterminals geplant. Den Hafen Rodman baut PSA International gegenwärtig für 450 Mio USD aus. Für rund 800 Millionen USD wird zurzeit auch der Tocumen International Airport erweitert, Zentralamerikas grösster und modernster Flughafen. Nicht realisiert wird lediglich der Ausbau eines neuen, riesigen Vielzweckhafens und zwar wegen Umweltbedenken. Die durch die Kanalerweiterung ausgelösten Impulse für den Logistiksektor waren für die Ratingagentur Fitch einer der Gründe, die Wachstumsprognose für die Gesamtwirtschaft Panamas bis 2018 leicht auf über 6% anzuheben.

Chancen für neue Subunternehmer und Zulieferer

Bei einigen grossen Bauprojekten in Panama könnten wegen der Probleme der brasilianischen Firma Odebrecht neue Subunternehmer und Zulieferer ins Spiel kommen. Der Konzern, im Lead beim Bau der ersten beiden U-Bahn-Linien und anderen Milliardenprojekten, ist in Panama wie anderswo auf dem Kontinent massiven Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Die Regierung jedenfalls will die Brasilianer von zukünftigen Ausschreibungen ausschliessen. Dies beträfe auch die U- Bahn-Linie 3 sowie den milliardenschweren Bau einer vierten Brücke über den Panamakanal.

Für die Finanzierung von Transportinfrastruktur-Projekten stehen in Panama 2017 bis 2019 noch 3,7 Milliarden USD bereit.

Für nähere Informationen zu einzelnen Projekten und Ausschreibungen steht Ihnen Ulrich Hinterberger, Consultant Consultant Latin America, gerne zur Verfügung.

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