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S-GE neu mit Trade Point in Kasachstan

S-GE hat in der kasachischen Hauptstadt Astana einen Trade Point eröffnet. Dessen Leiter, Pavel Ivanov, über die Chancen von Schweizer Unternehmen in Kasachstan.

S-GE neu mit Trade Point in Kasachstan

Pavel Ivanov, weshalb ein Trade Point in Kasachstan?

Die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Innert zwei Jahrzehnten hat sich Kasachstan zu einer der dynamischsten und leistungsfähigsten Volkswirtschaften der postsowjetischen Republiken entwickelt.

In der regelmässigen Länderbewertung durch S-GE macht Kasachstan seit einigen Jahren laufend Plätze gut. Zudem hat die Nachfrage von Schweizer Firmen nach Unterstützung bei Exportprojekten mit Destination Kasachstan in den letzten zwei Jahren stark zugenommen.

Weshalb lohnt es sich für Schweizer Exportunternehmen ihre Geschäfte auf Kasachstan auszudehnen? Welche Branchen haben gute Perspektiven?

Seit 1992 hat das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in Kasachstan um mehr als das Siebenfache auf über USD 13‘000 zugenommen. Dieser wirtschaftliche Aufschwung basiert massgeblich auf dem enormen Rohstoffreichtum, einem vergleichsweise liberalen Wirtschaftsumfeld, einer umsichtigen Wirtschaftspolitik und nicht zuletzt auf der zunehmenden Integration Kasachstans in die Weltwirtschaft.

Kasachstan hat in der jüngeren Vergangenheit mehrere wirtschaftliche Reformen durchgeführt. Die politische Stabilität, die Mitgliedschaft in der Eurasischen Wirtschaftsunion und neu seit wenigen Wochen auch bei der WTO machen das Land attraktiv für Schweizer Unternehmen und gewährleisten ein hohes Mass an Rechts- und Planungssicherheit. Kasachstan ist an ausländischen Investitionen interessiert und öffnet sich zusehends. Im Augenblick läuft eine umfassende Kampagne zur Privatisierung von 60 Staatsbetrieben, die auch für Schweizer Investoren von Interesse sein könnten und die Ambitionen von Kasachstan unterstreicht, seine Wirtschaft sukzessive weiterzuentwickeln.

Kasachstan ist bestrebt, seine Rohstoffabhängigkeit abzubauen und die Wirtschaft weiter zu diversifizieren. Der dramatische Fall des Ölpreises – Öl ist das wichtigste Exportgut des Landes –, die zunehmende Konkurrenz mit den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion und die bald in Kraft tretenden WTO-Regelungen werden diesen Willen zur Modernisierung und zu Reformen noch beschleunigen. Mehrere Projekte für neue Industrie-Unternehmen wurden bereits ins Leben gerufen, und viele sind noch in Planung. Kasachstan benötigt dazu Know-how und Technologien aus Europa.

Als Binnenland versucht, Kasachstan seine zentrale geografische Lage für den Transit der Warenströme zwischen China und Europa bestmöglich zu nutzen, und treibt deshalb den Ausbau der hierzu notwendigen Transportinfrastruktur konsequent voran.

Der kasachischen Regierung ist es gelungen, die mit der Unabhängigkeit lancierte Mehrvektorpolitik in den bilateralen und multilateralen internationalen Beziehungen durchzusetzen und mit den grossen Nachbarn Russland und China als auch mit den USA und Europa pragmatische Geschäfts- und Handelsbeziehungen aufzubauen.

Die interessantesten Branchen für Schweizer Unternehmen sind die Leichtindustrie, MEM, Infrastruktur, Lebensmittelverarbeitung, Medizintechnik, Petrochemie sowie diverse Aktivitäten in Astana rund um die kommende EXPO, die im Sommer 2017 in der kasachischen Hauptstadt stattfinden soll.

Wie kann der Trade Point Schweizer Exportunternehmen Unterstützung bei Projekten im Zielmarkt Kasachstan bieten?

Der Trade Point bietet Schweizer Unternehmen ein gut ausgebautes Netzwerk von Kontakten zu privaten einheimischen Firmen sowie zu den in Kasachstan ansässigen Schweizer Unternehmen. Durch die Integration des Trade Points in die Struktur der Schweizer Botschaft in Kasachstan ist auch die Vermittlung von Kontakten zu offiziellen Stellen und Ministerien möglich. Die Botschaft verfügt nicht nur in der Hauptstadt Astana und in der Wirtschaftsmetropole Almaty über ein gutes Beziehungsnetz, sondern auch in fast allen Regionen des immerhin neuntgrössten Landes der Welt. Der Trade Point unterhält ausserdem gute Verbindungen mit lokalen Consulting- und Anwaltsfirmen sowie mit einzelnen Experten, was uns die Beantwortung aller Fragen rund um eine Expansion nach oder in Kasachstan und die Bearbeitung unterschiedlichster Export-Mandate aus allen Branchen erlaubt.

Über Pavel Ivanov

Pavel Ivanov (geb. 1976) absolvierte 1997 die Universität für internationale Beziehungen und Weltsprachen in Almaty/Kasachstan. Er begann seine Karriere Anfang 1999 im Schweizer Generalkonsulat in Almaty und war nach dessen Schliessung in der neuen Schweizer Botschaft in Astana tätig. Im Laufe dieser Jahre war Pavel Ivanov mit diversen Aufgaben in der bilateralen Zusammenarbeit Schweiz-Kasachstan betraut, hauptsächlich im Bereich Wirtschaft- und Handel. Dank seiner langjährigen Tätigkeit in der Schweizer Botschaft verfügt Pavel Ivanov über ein umfassendes Kontaktnetz und kennt den kasachischen Markt und die Wirtschaft des Landes aus dem Effeff.

Adresskoordinaten

Embassy of Switzerland in Astana/ Kazakhstan
Kosmonavtov street 62, 8 floor, Microdistrict Chubary,
010000 Astana, Republic of Kazakhstan
Tel. : 007 7172 97 98 92/93 (Embassy), Fax : 007 7172 97 98 94 (Embassy),
Ast.vertretung@eda.admin.ch, www.eda.admin.ch/astana
pavel.ivanov@eda.admin.ch,
Mob.: 007 777 533 05 91,
Tel.: +41 58 4844472 (UCC)

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