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Schweizer Aussenhandel im August: Weiter auf Wachstumskurs

Die Schweizer Ein- und Ausfuhren wachsen ungebrochen weiter. Im August sogar zweistellig. Ein Arbeitstag mehr als im Vorjahresmonat hat hier etwas nachgeholfen. Aber auch arbeitstagbereinigt: das Wachstum auf hohem Niveau hält an.
Containerverlad in brasilianischem Seehafen.
Schweizer Aussenhandel: Aufwärtstrend hält an.

Die Exporte nahmen im August (im Vergleich zum Vorjahresmonat) um 12,0% auf CHF 16,1 Mrd. zu. Arbeitstagbereinigt waren es nominal +7,0% und real +1,2%. Die Importe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 13,5% auf CHF 13,0 Mrd. Arbeitstagbereinigt: nominal +8,4%, real +5,1%. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von CHF 3,0 Mrd.

Getragen wird das kräftige Exportwachstum vor allem von der chemisch-pharmazeutischen Industrie, die im August ihren Absatz im Ausland um 25% steigern konnte. Eine Zunahme der Exporte verzeichneten auch Textilien, Bekleidung, Schuhe (+6,3%), Präzisionsinstrumente (+3,3%), Bijouterie und Juwelierwaren (+2,5%) und Metalle (+1,1%). Schmerzhafte Absatzeinbussen erlitten einmal mehr die Uhrenindustrie (-12,9%), Papier und grafische Erzeugnisse (-7,2%) und die Maschinen- und Elektronik-Industrie (-6,0%). Auch Nahrungs- und Genussmittel (-3,5%) und Kunststoffe (-0,6%) mussten bei den Ausfuhren im August zurück buchstabieren.

Europa, Nordamerika und Afrika waren im August die Wachstumstreiber der Schweizer Exportindustrie. Vor allem die steigende Nachfrage nach Schweizer Exportprodukten in der EU (EU: +18,2%, Eurozone: +17,7%, Nicht-Eurozone: +20,2%) hält den Exportmotor am Laufen. Auch Nordamerika (+27,5%), sprich USA (+31,0%), und Afrika (+14,6%, im Besonderen Nigeria: +59,3%) bringen neue Impulse ins Exportgeschäft. In Asien (-3,2%), Lateinamerika (-6,1%) und Australien (-3.0%) dagegen ist der Absatz von Schweizer Exportprodukten ins Stocken geraten. Ausnahmen bestätigen die Regel: Entgegen dem Asien-Trend haben die Schweizer Exporte vor allem nach Japan (+24,7%) und Südkorea (+22,6%) stark zugenommen. Kräftig stiegen auch die Ausfuhren nach Deutschland (+16,2%), Frankreich (+21,0%) und Österreich (+67,2%). Irland (+96,2%), Finnland (+28,2%), ins Vereinigte Königreich (+26,4%), nach Dänemark (+101,4%) und Rumänien (+33,6%).

Eidgenössische Zollverwaltung: Schweizer Aussenhandel im August – Wachstum halt an

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO: Schweizer Konjunktur trotz Risiken auf Erholungskurs

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