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Schweizer sind am innovativsten

Das Weltwirtschaftsforum stellte gestern die Ausgabe 2016-2017 des Global Competitiveness Index vor. Der Bericht zeigt die Wettbewerbsfähigkeit von 138 Volkswirtschaften. Die Schweiz steht zum achten Mal in Folge an der Spitze.

Ranking-Übersicht

Das achte Jahr in Folge hält die Schweiz den Spitzenplatz im GCIund erreichte ein noch besseres Ergebnis als in den vorangegangenen Jahren. Die Performance blieb gegenüber dem Vorjahr zwar weitgehend unverändert, aber auch eine geringe Ergebnisverbesserung bedeutet, dass die Schweiz das höchste GCI-Ergebnis seit der Einführung des jetzigen Verfahrens im Jahr 2007 erreichte.

Das Land wird in den führenden zehn von elf GCI-Säulen genannt und steht bei vier von ihnen sogar an der Spitze: Arbeitsmarkteffizienz, Entwicklungsstand der Wirtschaft, Innovationund technologischer Reifegrad (zum ersten Mal). Die Schweiz verfügt über eines der weltweit produktivsten Innovations-Ökosysteme und kombiniert dabei eine sehr förderliche politische Umgebung und Infrastruktur, wissenschaftliche Exzellenz, eine unübertroffene Fähigkeit, die besten Talente und grosse multinationale Unternehmen anzuziehen, die häufig führend in ihrem Sektor sind, sowie ein dichtes Netzwerk von kleinen und mittleren Unternehmen in allen Sektoren, die den Ruf haben, hohe Qualität zu bieten, und die Innovation anstreben. Ausserdem entstehen aus der engen Zusammenarbeit zwischen der Welt der Wissenschaft und der Welt der Wirtschaft innovative Produkte für die gewerbliche Anwendung. Zu den vergleichsweisen Schwächen des Landes gehören eine anhaltende und sich verschärfende Deflation, der relativ geringe Marktwettbewerb, Hindernisse für Unternehmensgründungen, relativ hohe Zugangsschranken und der geringe Anteil weiblicher Arbeitskräfte gegenüber anderen Industrieländern.

Singapur steht hinter der Schweiz zum sechsten Mal in Folge an zweiter Stelle. Dahinter kommen die USA, wie auch im Bericht 2014-2015. Innovation, Marktgrösse und Finanzmarktentwicklung gehören zu den grössten Stärken. Die übrigen Top-10 werden von europäischen Volkswirtschaften dominiert, während Hongkong und Japan achter bzw. neunter Stelle stehen.

Die Rangfolge der Wettbewerbsfähigkeit im Global Competitiveness Report basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI), der 2005 vom Weltwirtschaftsforum ins Leben gerufen wurde. Wettbewerbsfähigkeit wird definiert als die Institutionen, Grundsatzregelungen und Faktoren, welche die Produktivität eines Landes bestimmen. Für die Rangliste des GCI werden nationale Daten für zwölf Kategorien zugrunde gelegt – die Säulen der Wettbewerbsfähigkeit – die zusammen das umfassende Bild der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes ergeben. Die zwölf Säulen sind: Institutionen, Infrastruktur,makroökonomische Umgebung, Gesundheits- und Grundschulwesen, Hochschulwesen und Training, Gütermarkteffizienz, Arbeitsmarkteffizienz, Finanzmarktentwicklung, technologischer Reifegrad, Marktgrösse, Entwicklungsstand der Wirtschaft und Innovation.

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