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Schweizer Wirtschaft bestimmt Streckennetz von SWISS mit

Neue SWISS-Destination Breslau

Über 100 Destinationen fliegt SWISS weltweit an. Laufend kommen neue hinzu. Doch nach welchen Kriterien entscheidet sich die Airline für ein neues Ziel? Eine wichtige Rolle spielen dabei die Bedürfnisse der Schweizer Wirtschaft. Auch bei Breslau, ab 29. Oktober 2017 neue SWISS-Destination in Polen.

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SWISS versteht sich als die Fluggesellschaft, die für die Schweiz fliegt. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich auch in ihrer Netzwerkstrategie. Doch wie äussert sich dies? Martin Apsel-von zur Gathen, Head Network Management, erklärt den strategischen Ansatz: «Dreh- und Angelpunkt bei der Entwicklung unseres Streckennetzes ist der Kundenfokus. Um der Nachfrage aus der Schweiz gerecht zu werden, entwickeln wir Angebote, die den hiesigen Kundenwünschen entsprechen und einen klaren Mehrwert bieten.»  

Die Wunschliste für neue Destinationen ist das eine, das sinnvolle Realisieren von Plänen das andere.  Grundsätzlich unterscheiden Fluggesellschaften zwischen drei relevanten Kundensegmenten: Geschäftsreisende, Touristen und sogenannte VFR-Reisende (Visiting Friends and Relatives). Sind diese Kategorien auf einer Strecke gut durchmischt, ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um diese erfolgreich zu betreiben. Allerdings ist dieser Mix nicht überall gegeben, auch im Fall von Breslau nicht. Die Stadt im Südwesten Polens, mit rund 630‘000 Einwohnern nach Warschau, Krakau und Lodz die viertgrösste des Landes, hat zwar viele historische Bauten, Theater und Museen – für Schweizer Reisende ist sie gleichwohl kein primäres Touristenziel.  

Auf Wunsch von Schweizer Unternehmen

Warum also will SWISS neu nach Breslau fliegen? Die Stadt ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum Südpolens, und in den letzten Jahren verlagerten verschiedene Schweizer Unternehmen – von Grossbanken über Firmen aus der Life-Science-Branche bis zur Elektronikindustrie – Geschäftsaktivitäten nach Breslau. Dazu Apsel-von zur Gathen: «Breslau stand schon längere Zeit als potenziell attraktive Destination auf unserer «long list», auf welcher wir sämtliche Flugplananliegen, so auch mögliche neue Destinationen, sammeln. In jüngerer Vergangenheit hörten wir vermehrt, dass Schweizer Unternehmen ein starkes Interesse an einer Nonstop-Verbindung nach Breslau zeigen.» Dies gab den Ausschlag, die Planung für Breslau als neue SWISS-Destination in Angriff zu nehmen.  

Richtiges Abschätzen der Nachfrage ist wichtig

Zentrales Element bei der Planung einer neuen Destination ist das Abschätzen der Nachfrage. Dafür stehen heute modernste Tools zur Verfügung. Statistiken von Flughäfen, Bundesämtern und des Airline-Dachverbandes IATA liefern für jede Strecke und beliebig definierbare Zeitperioden genaue Daten über die Anzahl Passagiere, gebuchte Airlines und das gewählte Routing. Auf Basis dieser Daten lässt sich die potenzielle Nachfrage gut abschätzen. In einem nächsten Schritt gilt es, das erwartete Aufkommen auf optimale Flugfrequenzen, Flugzeiten und das zu verwendende Fluggerät umzusetzen. «Nach Breslau steht der Businessverkehr im Mittelpunkt, also stellten wir den Flugplan rund um die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden zusammen», zeigt Apsel-von zur Gathen auf. «Wir werden die Bedienung mit einer Morgenrotation am Montag, einer Mittagsrotation am Mittwoch und einer Abendrotation am Freitag beginnen.» Mit diesem Startangebot hofft die Airline, die Bedürfnisse der Geschäftsreisenden abdecken zu können.

Im Dienst der Schweizer Wirtschaft

Mit dem Entscheid, Breslau neu anzufliegen, ist die Arbeit der Abteilung Network Management fürs Erste getan. Die nächsten Vorbereitungsschritte liegen jetzt vor allem bei der kommerziellen Vermarktung der neuen Strecke. «Aktuell beobachten wir, wie sich die Buchungen entwickeln. Wir kommen wieder stärker ins Spiel, wenn die Flüge aufgenommen werden», fügt Apsel-von zur Gathen an. «Dann werden wir zusammen mit Sales und Revenue-Management die Streckenergebnisse genau analysieren.» Von der neuen Strecke nach Breslau verspricht sich der Head Network Management generell eine Stärkung der Marktposition von SWISS in Polen. Vor allem aber freut er sich darüber, dass SWISS einmal mehr beweisen konnte, die Wünsche der Schweizer Wirtschaft nicht nur zu hören, sondern auch zu erfüllen.  

Drei Fragen an Martin Apsel-von zur Gathen, Head Network Management, Swiss International Air Lines:

Die Aufgabe Ihrer Abteilung?

Wir analysieren permanent die Entwicklungen auf sämtlichen Routen und in allen Märkten von SWISS. Ziel ist die stetige Verbesserung des Flugplanangebots und der Wirtschaftlichkeit unseres Streckennetzes.

Die grössten Stolpersteine bei der Evaluation neuer Destinationen?

Fehlende Slots (Zeitfenster) auf den Flughäfen und Kapazitätsengpässe in unserer Flugzeugflotte.

Was braucht es für Ihre Funktion?

Die Theorie aus einem Aviation Management Studium, den typischen Aviatik-Virus und vor allem viel, viel Flexibilität.

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