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UZH Life Sciences Fund investiert in künstliche Haut

Der UZH Life Sciences Fund investiert eine Million Franken in das Zürcher Start-up CUTISS. Die Firma entwickelt eine Technologie, mit der künstliche Haut hergestellt werden kann. Die individuell angepassten Hauttransplantate könnten etwa Verbrennungsopfern helfen.

 

Haut
Bild: Wyss Zurich

CUTISS ist eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) und will innovative Hautsubstitute auf den Markt bringen. Um diese herzustellen, wird dem Patienten ein briefmarkengrosses, gesundes Hautstück entnommen. Dieses wird mit einem Bio-Engineering-Verfahren in rund einem Monat um das 70-fache vergrössert. Die künstliche Haut von CUTISS ist elastisch und wächst mit. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transplantaten ist  die Narbenbildung den Angaben der UZH zufolge viel geringer und die Lebensqualität der Patienten deutlich höher. Die Entwicklung soll Menschen mit Hautverletzungen helfen, etwa Verbrennungsopfern.

Der UZH Life Sciences Fund investiert nun laut einer Medienmitteilung eine Millionen Franken in die Jungfirma. Mit dem Geld soll die Automatisierung des Produktionsprozesses vorangetrieben werden. Dies braucht es, um die Technologie marktreif zu machen. Bei ersten klinischen Studien zur Sicherheit hat die Technologie bereits gut abgeschnitten.

Der UZH Life Sciences Fonds wurde erst kürzlich geschaffen. Bei CUTISS handelt es sich um das erste Start-up, welches vom Fonds gefördert wird. Die Gelder für den Fonds stammen zu gleichen Teilen von der UZH Foundation und dem Novartis Venture Fund. Ziel ist es, insgesamt 20 Millionen Franken zu äufnen. Die Mittel sollen in erster Linie an Ausgründungen aus der UZH gehen, die im Bereich Life Sciences tätig sind.

„Gerade in den Life Sciences dauert die Entwicklung von marktfähigen Anwendungen lange, und die klinische Forschung ist teuer“, so Michael Hengartner, Rektor und Verwaltungsratsmitglied des UZH Life Sciences Fund. „Der UZH Life Sciences Fund beschleunigt den Transfer von Forschungsergebnissen aus der UZH in die klinische Praxis, wovon letztlich Patientinnen und Patienten sowie die Öffentlichkeit profitieren“, ergänzt er.

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