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Vietnam rückt ins Blickfeld von Schweizer KMU

Wer im asiatisch-pazifischen Raum eine guten Standort sucht, von dem aus sich eine Brücke in andere Märkte und Länder schlagen lässt, sollte Vietnam ganz oben auf seiner Liste haben. Pascal Mangold, CEO des Basler Softwareunternehmens Magnolia, über seine Erfahrungen in der Sozialistischen, gleichwohl aber zunehmend marktwirtschaftlich orientierten Republik.
Ansicht Ho Chi Minh City
Magnolia: Auf der Suche nach Fachkräften in Vietnam fündig geworden.

Was hat Magnolia dazu bewogen, nach Vietnam zu expandieren? Weshalb gerade Vietnam?

Pascal Mangold: Der Fachkräftemangel. In Europa gibt es einfach zu wenig gute Developers, die wir schnell genug rekrutieren können. Developers zu finden wird immer schwieriger. Deshalb haben wir uns auch in Asien umgeschaut und in Vietnam qualitativ gute Fachkräfte gefunden, die wir gleich einstellen konnten. Bis anhin hatten wir hauptsächlich in der Schweiz und in der Tschechischen Republik entwickelt. Da wir sehr zufrieden mit unseren Mitarbeitenden in Vietnam sind, haben wir das Office in Ho Chi Minh City inzwischen ausgebaut und auch Project Managers und Sales-Leute eingestellt.

Wie haben Sie die Internationalisierung nach Vietnam erlebt?

Wichtig war vor allem, dass wir einen verlässlichen Partner vor Ort hatten, der uns bei der Expansion nach Vietnam geholfen hat. So hatten wir keine grossen Probleme beim Aufbau des Office und bei der Rekrutierung von Mitarbeitenden. Wir wurden von Anfang sehr freundlich empfangen und haben uns willkommen gefühlt. Die Mitarbeiter sind sehr offen. Und wir erkannten schnell, dass hier in Vietnam die gleichen Business-Werte vorherrschen wie in Europa und der Schweiz.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja, unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Vietnam ist für uns sehr wichtig zur weiteren Bearbeitung des asiatischen Markts. Bereits 8% unseres Umsatzes erzielen wir im asiatisch-pazifischen Raum. Tendenz: weiter steigend. Aber wir müssen auch hier kräftig investieren, um die nötige Qualität zu erreichen. Unterm Strich: kostenmässig ist es interessant, der Austausch mit den Mitarbeitenden vor Ort intensiv.

Unsere Leute, die vom Hauptsitz nach Vietnam gingen, investieren viel in eine enge und gute Zusammenarbeit, so dass sich alle Mitarbeitenden als vollwertige Kraft unseres Unternehmens, als Teil von Magnolia, als Teil unserer Unternehmenskultur anerkannt sehen und letztlich auch unsere Werte mitttragen und hochhalten. Kurzum: Es ist uns gelungen, die Magnolia-Kultur gut auf Vietnam zu applizieren.

Sind weitere Expansionen im asiatischen Markt geplant?

Im Moment nicht. Den asiatisch-pazifischen Mark werden wir weiterhin von Vietnam aus bedienen. Es hat sich ja gezeigt, dass das ausgezeichnet funktioniert.

Mehr Informationen über das Engagement von Schweizer KMU in Vietnam erhalten Sie am «Impulse: Asian Growth Stories» (22. Juni in Zürich), an dem Patrick Mangold als Referent auftritt.

Website Magnolia

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