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Wie KMU mit Daten und Cloud Computing ihre Effizienz steigern

Jedes Gerät in der Produktion generiert über den Arbeitsalltag hinweg tausende von Daten. Diese können Auskunft geben über Zustand, Verschleiss und Produktivität der Anlage. KMU können mit diesen Informationen Produktionsausfälle vermeiden, die sehr teuer werden können.

Ein gläserner Besprechungsraum mit einer Weltkugel auf einem Screen.¨
Daten können KMU helfen ihre Geschäftsabläufe zu verbessern.

Benutzerfreundliche Software hilft bei der Datenanalyse

Paolo Salvagno ist Geschäftsführer bei B+R Automation. Das Unternehmen in Frauenfeld investiert rund 15% seines Umsatzes in die Entwicklung neuer Produkte. Entwickelt werden nicht nur Hardware-Produkte für Maschinen- und Anlagenbauer, sondern insbesondere benutzerfreundliche Softwareprogramme, die es einem KMU ermöglichen sollen, intuitiv die gesammelten Daten der Anlagen verwerten zu können. „Bei der Entwicklung neuer Programme für die Produktionsanlagen können KMU dank der mapp Technology, also mit modularen Software-Bausteinen, viel effizienter arbeiten“, argumentiert Salvagno.

Mittels der Serialnummer eines Elektrogeräts, das in der Produktion eingesetzt wird, lässt sich sehr einfach sagen, wann es produziert wurde oder wann es gewartet werden sollte. Sind diese Informationen sinnvoll gesammelt, lassen sich bei KMU damit Produktionsausfälle vermeiden oder teure Reparaturarbeiten. „Ausserdem ist es mit der Vernetzung der Geräte möglich zu erkennen, dass ein Produkt ressourcenschonender produziert werden könnte, wenn man bestimmte Abläufe optimiert“, meint Salvagno. Für KMU spiegeln sich solche Einsparungen direkt in den Zahlen wider.

Das gesamte Interview mit Paolo Salvagno:

Daten in der Cloud – unabhängig von Ort und Zeit verfügbar

Über die Produktionsprozesse entstehen tausende von Daten, die sinnvollerweise gespeichert werden müssen, um dann im Idealfall für zukünftige Geschäftsentscheidungen zur Verfügung stehen sollen. Doch für viele KMU stellt sich schnell die Frage, ob es sich rentiert, dafür eine eigene IT-Infrastruktur einzurichten und das Know-how intern aufzubauen. Wer dies nicht stemmen möchte, kann auf Anbieter von Cloud-Services zurückgreifen. Der Vorteil: das Daten-Hosting ist ausgelagert, d.h. es werden keine eigenen IT-Infrastrukturen benötigt und die Daten sind trotzdem zeit- und ortsunabhängig sowie sicher abrufbar. Allfällige IT-Probleme müssen folglich auch nicht im KMU gelöst werden.

Balz Märki, CEO bei Phoenix Contact AG, weiss, dass gerade bei Cloud Lösungen die IT-Sicherheit eine grosse Rolle spielt. „Die Server für die Profinet-Cloud Lösung befinden sich bei uns in Deutschland. Die Daten werden mit effizienten Firewalls gesichert und es wird gewährleistet, dass kein Unbefugter auf die Daten zugreifen kann“, erklärt Märki. „Die IT-Sicherheit ist gerade bei Industrie 4.0 Anwendungen enorm wichtig und sollte auch von KMUs nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Um sich der digitalen Transformation auch als kleines Unternehmen anzunehmen empfehle ich, prinzipiell der Thematik offen gegenüber zu stehen sowie Kontakte zu kompetenten Anbietern von Industrie 4.0 Lösungen und Hochschulen, die zu diesem Thema als Know-how Vermittler dienen können, zu suchen.“

Das gesamte Interview mit Balz Märki:

Es gilt auch die Mitarbeiter bei der digitalen Transformation mitzuziehen

Auch wenn ein KMU einige IT-Angelegenheiten auslagern kann, sollten die technischen Neuerungen nicht am Unternehmen vorbei gehen. Frédéric Riva ist CEO bei WAGO Contact AG aus Domdidier und spricht das Thema ganz offen an: „Ich kann den besten und neuesten PC haben, aber wenn ich keinen Mitarbeiter habe, der ihn bedienen kann, nutzt es dem Unternehmen nichts auf dem Stand der neuesten Technik zu sein. Es ist in der Pflicht des Managements die Mitarbeiter für die digitale Transformation zu rüsten.“ Auch WAGO befasst sich mit Daten und insbesondere ihrer sicheren Übertragung. Das Unternehmen selbst ist Ausrüster für Industrie 4.0 und hat allein in der Schweiz 500 Mitarbeitern.

Das gesamte Interview mit Frédéric Riva:

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