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Zürcher Forscher machen Radio-Detektoren günstig

Eine Zürcher Forschergruppe hat eine günstige Herstellungsweise von Detektoren für Gammastrahlen entwickelt. Dank dessen könnte beispielsweise der Preis von Messgeräten in der medizinischen Diagnostik gesenkt werden.

Forscher machen Radio-Detektoren günstiger.

Detektor-Kristalle wurden bisher vor allem aus Cadmiumtellurid hergestellt. Diese Herstellungsweise ist jedoch aufwendig und teuer, erklärt die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Medienmitteilung. Empa-Forscher haben nun gemeinsam mit ihren Kollegen aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich eine kostengünstigere Herstellungsweise von Detektoren entwickelt. Dazu haben sie Halbleiterkristalle einer anderen Stoffklasse hergestellt. So kosten die Detektorkristalle nur wenige Franken pro Kristall.

Durch die Entwicklung könnte der Preis vieler Radio-Detektoren gesenkt werden. Ein möglicher Anwendungsgebiet der neuen Kristalle ist die Diagnostik von Stoffwechselproblemen im Gehirn. Es könnten etwa Störungen an Dopamin-Rezeptoren sichtbar gemacht werden, indem Patienten radioaktive Tracer-Substanzen verabreicht werden. Solche Störungen können etwa Parkinson, Schizophrenie, Hyperaktivität als Folge haben.

Eine mögliche Anwendung wäre auch ein Mini-Geigerzähler, der an Mobiltelefone angeschlossen werden kann. Dank dessen könnten Menschen in radioaktiv verseuchten Gebieten Lebensmittel einzeln auf Radioaktivität testen.

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