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Zug wird zum Zentrum für Warenbeschaffung

Der Kanton Zug hat sich zu einem globalen Zentrum für Warenbeschaffung entwickelt. Konzerne sind in erster Linie von der Verfügbarkeit erfahrener Mitarbeiter und dem attraktiven Steuerniveau des Kantons überzeugt, zeigt ein Medienbericht.

Stadt Zug
Bild: V-ZUG AG

Für den Kanton Zug hat es sich ausgezahlt, früh die Einführung eines Körperschaftssteuersatzes von 12 Prozent in die Diskussion über die Unternehmenssteuerreform III einzubringen. Auch nach dem Scheitern der Vorlage hält der Kanton an diesem Steuersatz fest. Wenn die privilegierte Behandlung von Statusgesellschaften wegfällt, steht der Kanton Zug damit international gesehen immer noch gut da. Die von Zug demonstrierte Berechenbarkeit schätzen auch die Firmen. Wie Finanzdirektor Heinz Tännler im Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ sagt, konnten im ersten Semester des Jahres „weit über zwei Handvoll“ internationale Konzerne für eine Ansiedlung gewonnen werden. Neben den tiefen Steuern nennen Branchenvertreter auch die Verfügbarkeit von gut qualifizierten Mitarbeitern als eine Anziehungskraft von Zug.

Laut der „Neuen Zürcher Zeitung“ hat sich der Kanton Zug in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für Warenbeschaffung entwickelt. Der britisch-südafrikanische Brauereikonzern SAB Miller und die auf Pumpen spezialisierte dänische Industriegruppe Grundfos hätten Zug sogar spezifisch als Standort für den globalen Einkauf gewählt. Aber auch andere Konzerne verlegen ihren Sitz in Verbindung mit dem Bereich Einkauf nach Zug. Der nächste grosse Erfolg für Zug hängt mit dem weltgrössten Brauereikonzern, AB InBev, zusammen. Der Konzern plant, seine globale Beschaffungsabteilung von Belgien nach Zug zu verlegen. „Obwohl laut den Zuger Behörden der definitive Entscheid noch nicht gefallen ist, sieht alles danach aus, dass der Multi rund 200 Angestellte in einem bereits bezogenen Gebäude in Steinhausen unterbringt“, so die Zeitung.

Eine Statistik darüber, wie viele Arbeitnehmer sich mittlerweile bei Firmen im Kanton Zug mit dem Einkauf beschäftigen, gibt es laut dem Artikel nicht. „Laut Schätzungen dürfte ihre Anzahl angesichts von rund 1800 sogenannten gemischten Gesellschaften, die kantonsweit aktiv sind, aber im deutlich fünfstelligen Bereich liegen“, heisst es. ssp

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