Exporteure im Fokus

S-GE unterstützte uns dabei, Marktchancen besser einzuordnen und vernetzte uns mit Schweizer Unternehmen

GWF MessSysteme AG ist das in der Schweiz führende Unternehmen für die Messung und Verbrauchsdatenerfassung von Gas, Wasser, Strom und Wärme. Florian Strasser, Verwaltungsratspräsident der GWF, gibt im Interview Auskunft über die Geschäftsfelder des Unternehmens und die Herausforderungen im Exportgeschäft.

Pumpen und Röhren

Das Unternehmen wurde 1899 am heutigen Standort in Luzern gegründet. Zunächst produzierte GWF Gaszähler und war nur im Thema „Gasmessung und -regelung“ aktiv. Ein Geschäftsfeld, das auch heute noch einen hohen Stellenwert besitzt. Über die Jahrzehnte hat sich GWF in zahlreichen weiteren Geschäftsfeldern positioniert. Heute ist das Unternehmen spezialisiert in der Erfassung, Kommunikation und Interpretation von Verbrauchsdaten von Strom, Gas, Wärme und Kälte sowie Wasser und Abwasser. Die Kunden sind Versorgungsunternehmen, Industrieunternehmen, die öffentliche Hand, Hausverwalter und Installateure.

Das Unternehmen arbeitet in langfristigen Partnerschaften mit anderen Herstellern und führenden Systemintegratoren für welche hochwertige Mess- und Datensysteme sowie mechatronische und elektronische Systemkomponenten hergestellt werden. International ist das Unternehmen insbesondere mit hochwertigen Messgeräten im Bereich Wasser und Abwasser unterwegs.

Interview

Welchen Herausforderungen begegnen Sie in Ihrem Geschäftsumfeld?

Das genaue Messen von wertvollen Ressourcen erhält eine immer grössere Bedeutung. Gerade das Thema Wasser rückt vermehrt auch auf die politische Agenda. Unsere Herausforderung als Qualitätsanbieter ist sicherlich, Entscheidern Themen wie „Total Cost of Ownership“ und „Betriebssicherheit“ zu erklären und Geschäftsmodelle zu entwickeln, welche nachhaltig und für alle Seiten ökonomisch sinnvoll sind.

Welches sind für Ihr Unternehmen die wichtigsten Exportmärkte und Opportunitäten? Und wieso?

Überall dort, wo Wasser und Abwasser gemanagt werden sollte, der Klimawandel sichtbar wird und Megatrends wie Urbanisierung um sich greifen - also eigentlich überall. Als KMU müssen wir uns natürlich fokussieren und haben daher als für die eigene Marktbearbeitung UK, Polen und angrenzende Länder sowie Nordamerika definiert. Mit unseren Distributionspartnern decken wir allerdings zahlreiche weitere Länder und Regionen ab und sind auch laufend auf der Suche nach neuen Partnerschaften.

Wie kann S-GE Unternehmen helfen, das Prinzip der Circular Economy im internationalen Geschäft umzusetzen?

Grundsätzlich gibt es hervorragende Programme zum Thema Nachhaltigkeit und Circular Economy. Beispielsweise den UN Global Compact. Ich finde es überraschend, dass dieser wertvollen, internationalen Initiative nur knapp über 200 Schweizer Unternehmen angehören. S-GE könnte hier sicherlich als „matchmaker“ Agieren und das Thema Nachhaltigkeit zum Exportschlager der Schweiz machen.

Welchen (positiven oder negativen) Überraschungen sind Sie im Export schon begegnet?

Die kulturellen Unterschiede sorgen sicher immer wieder für Überraschungen. Die Kunst besteht darin, sich örtlichen Gegebenheiten anzupassen, ohne die eigene DNA zu verlieren. Zu Beginn gestaltet sich das bei aller Erfahrung manchmal als schwierig. Wir haben beste Erfahrungen mit lokalen, gut vernetzten Partnern gemacht, die es schaffen, unsere typisch schweizerischen Charakterzüge zu übersetzen und uns helfen, die lokalen Gepflogenheiten einzuordnen. Dazu kommen natürlich einige „Lernerfahrungen“ mit verzögerten Projekten - man braucht einfach einen langen Atem und etwas Risikobereitschaft, vor allem aber - und das gilt für KMU wahrscheinlich noch mehr - gelebte und verlässliche Partnerschaften.

Positiv sticht natürlich der Impact heraus, den wir mit unseren Produkten auch in fernen Ländern erzielen. So tragen unsere Messsysteme einen wesentlichen Teil zum Wasser- und Abwassermanagement zahlreicher internationaler Städte und Unternehmen bei.

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit Organisationen wie S-GE, warum lohnt es sich?

 S-GE unterstützt uns dabei, Marktchancen besser einzuordnen und hilft aktiv in der Identifikation möglicher Partner. Darüber hinaus vernetzt S-GE auch Schweizer Unternehmen - das ist ein hilfreicher und guter Erfahrungsaustausch. 
 

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