Exportwissen

Das Schützen von mobilen Mitarbeitern: Fürsorgepflicht in Zeiten zunehmender Internationalisierung

In welchem ​​Umfang sollten sich Firmen um ihre Mitarbeiter im Ausland kümmern?

In ihrem neuen Whitepaper zeigen die International SOS Stiftung und der Schweizerische Arbeitgeberverband auf, warum eine gute Risikominimierung für Unternehmen entscheidend ist, um international erfolgreich zu sein.

Mann am Flughafen
Bereitgestellt von
International SOS

In einer Welt in stetiger Bewegung, in der das Geschäft zunehmend globalisiert und vernetzt wird, sind internationale Geschäftsreisen eine wachsende Gewohnheit für immer mehr Schweizer Mitarbeiter. Die globale Mobilität nimmt zu: Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC wird die Zahl der Geschäftsreisenden von 2014 bis 2020 um 50 Prozent steigen. Eine erhöhte Mobilität bedeutet aber auch, dass sich die Menschen an ein sich rasch veränderndes und internationales Umfeld anpassen müssen: Bei Reisen oder Entsendungen im Ausland sind die Mitarbeiter oft mit Risiken konfrontiert, die sich stark von denen in ihrem Heimatland unterscheiden.

Die Fürsorgepflicht der Unternehmen

Welche Verantwortung haben die Unternehmen in Bezug auf diese Themen? Die Unternehmen unterschätzen dabei oft ihre Pflichten: Gemäss Art. 328 des Schweizerischem Obligationsrechts (OR; RS 220) können Unternehmen rechtlichen Sanktionen ausgesetzt werden, wenn sie ihren vier gesetzlichen Verpflichtungen - Informationpflicht, Präventionpflicht, Überwachungpflicht, Eingriffspflicht, nicht nachkommen. Um diese Pflichten zu erfüllen, können spezifische Massnahmen zur Risikominderung auf internationaler Ebene umgesetzt werden. Reiserisiko-Management hilft nicht nur, diese gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen; es erweist sich auch als eine signifikante Kapitalrendite. Das Bewusstsein für medizinische und sicherheitsrelevante Risiken sowie gute Vorbereitungs- und Interventionsfähigkeiten können wichtige Kosten für das Unternehmen einsparen: finanzielle Verluste und Betriebsstörungen werden nicht nur durch plötzliche Krisen oder grossräumige Ereignisse verursacht. Ein abgesagtes Treffen, eine gestörte Reise, eine gescheiterte Expatriierung: all diese Störungen können einen wichtigen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit auf seine Bilanz haben.

Reise-Risikomanagement für multinationale Unternehmen und KMU

Reise-Risikomanagement ist heute ein bekanntes Thema für viele multinationale Unternehmen: Viele von ihnen haben bereits Programme implementiert, um ihre Reisenden und ihre international Entsandten effizient auf medizinische und sicherheitsrelevante Risiken im Ausland vorzubereiten. "Für ABB bedeutet die Fürsorgepflicht: Prinzipien "Bewusstsein", "Bereitschaft" und "Reaktion", erklärt Marie Bauer, Programmmanager Reisesicherheit des Unternehmens. Aber auch für Schweizer KMU‘s ist das Thema wichtig: die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter sind entscheidende Elemente ihrer internationalen Entwicklung. "Es sind nicht nur die Grossen, sondern auch kleinen und mittleren Unternehmen, die ihre Aktivitäten auf entfernte Märkte ausweiten", erinnert uns Daniel Küng, CEO von Switzerland Global Enterprise und ergänzt "Dazu gehört sich, die Mitarbeiter auf mögliche Gesundheitsprobleme vorzubereiten und Sicherheitsbedenken zu identifizieren". Obwohl KMU‘s in ihren Ressourcen begrenzt sein können, sind sie sich nicht immer bewusst, dass ein paar einfache Massnahmen einen grossen Beitrag zur Risikominderung leisten können. Einige von ihnen, wie Schroder Adveq, haben bereits wichtige Schritte unternommen und eine Risikomanagement-Politik eingeführt. "Die Sensibilisierung für das Thema bleibt ein Schlüsselelement des Erfolgs des Programms", betont Manon Bonfranchi, Travel Manager des Unternehmens.

Neue Talente gewinnen und binden

Was ist mit den Vorteilen dieses Ansatzes auf der menschlichen Seite? Die Betreuung ihrer mobilen Mitarbeiter ist auch Teil des erfolgreichen HR-Managements einer Organisation: Der Schutz der Mitarbeiter zu jeder Zeit ist der Schlüssel zu einem nachhaltigen und langfristigen Umgang mit ihren Mitarbeitern. Unternehmen stehen heute vor einer neuen Generation, welche das Bedürfnis hat, immer mobiler und vernetzter zu sein: Ein effizientes Reiseschutzprogramm kann ein Argument sein, um neue Talente zu gewinnen und zu binden.

Whitepaper mit juristischer Analyse, Erfahrungsberichten und Checkliste

Dieses neue Whitepaper, das von der International SOS Stiftung und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband mit Unterstützung von Switzerland Global Enterprise und economiesuisse herausgegeben wurde, soll Schweizer Unternehmen und Organisationen helfen, ihre Pflichten gegenüber ihren Mitarbeitern im Ausland zu steuern. Neben einer juristischen Analyse des Schweizer Arbeitsrechts und Erfahrungsberichten von Schweizer Unternehmen finden Leser eine Checkliste, um die Effizienz der eigenen Reiserisikovorsorge zu messen. Das Whitepaper kann auf der Webseite der International SOS Stiftung heruntergeladen werden.

International SOS Foundation

Teilen
Wie sollen wir Sie kontaktieren?

Premium Partner

Strategische Partner

Institutioneller Partner

Official program