Exportwissen

Konnichiwa! – Spricht Ihr Produkt Japanisch?

Japan ist eine der grössten Wirtschaftsmächte der Welt und doch gilt Japan als schwieriger Markt für Schweizer KMU und Start-ups. Warum dies eng verbunden ist mit der Sprache und Kultur Japans erfahren Sie hier.

Japan

Japan ist die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt und die japanische Sprache hat knapp 127 Mio. Sprecher bei denen es sich fast ausschliesslich um Muttersprachler in Japan, sowie um japanische Minderheiten in den USA und Südamerika handelt. Die grösste japanische Gemeinschaft ausserhalb von Japan findet man übrigens in Brasilien, wo sie seit Anfang des 20. Jahrhunderts hauptsächlich im Kaffeeanbau anzutreffen ist. Da wundert es nicht, wenn man in Japan auf eine ausgeprägte Kaffeekultur stösst trotz der starken Dominanz von Tee.

Die japanische Kaufkraft ist enorm… aber nur wenn man die richtige Sprache spricht

Die Internetpopulation Japans beträgt knapp 119 Mio. Benutzer und dies entspricht einem stolzen Anteil von 92% der japanischen Bevölkerung. Dabei gibt es 99.4 Mio. aktive Nutzer des mobilen Internets. Die Digitalisierung ist in Japan offensichtlich voll angekommen und Medien durchdringen die japanische Gesellschaft tagtäglich auf den verschiedensten Kanälen. Eine optimale Voraussetzung also, damit Ihr Produkt die Zielgruppen so weitläufig wie möglich erreichen kann, gäbe es da nicht ein paar Tücken: Japan steht auf dem EF English Proficiency Index relativ weit abgeschlagen auf Platz 53 und zusätzlich gehört die japanische Sprache zu einer der komplexesten Sprachen der Welt. Dies macht Japan für ausländische Firmen zu einem der härtesten Märkte und es erfordert eine hohe Sensibilität in der japanischen Kultur und in der japanischen Sprache. Nur etwa ein Drittel der japanischen Käufer würde auf einer englischsprachigen Website bestellen. Unter den japanischen Frauen sind es sogar 47%, die einen englischen Onlineshop ablehnen. Möchten Sie Business in Japan machen? Dann müssen Sie es auf Japanisch machen.

Japanisch ist nicht gleich Japanisch – Die richtige Wahl führt zum Business-Erfolg

Die Komplexität der japanischen Sprache ist kaum zu übertreffen und erfordert tiefgehende Kenntnisse nicht nur auf sprachlicher, sondern auch auf kultureller Ebene. Wussten Sie, dass Japanisch bis zu drei verschiedene Alphabete in einem gleichen Satz verwendet? Japanisch verwendet das Alphabet «Katakana» für Lehnwörter vor allem aus dem Englischen. Das Alphabet «Hiragana» wird hauptsächlich für Verb- und Adjektivendungen benutzt. Das heutige Japanisch besteht zu etwa 50 Prozent aus Wörtern chinesischen Ursprungs und diese werden als «Kanji» bezeichnet. Diese Kanji bilden das dritte Alphabet und werden in Form von chinesischen Schriftzeichen für Nomen und Wortstämme eingesetzt. Dabei kann ein Kanji auf zwei oder mehr Arten gelesen werden. Für eine korrekte Übersetzung ins Japanische ist es daher wichtig zu wissen, wann welches Alphabet und welches Kanji zum Einsatz kommt. Japanisch wirkt im Vergleich zu anderen Sprachen etwas unpräzise hinsichtlich optischen Eindrücken. So kann der japanische Begriff «aoi» blau, grün oder auch blass bedeuten. Im Gegensatz dazu werden akustische Eindrücke mit enormer Genauigkeit wiedergegeben. Dies kann einen entscheidenden Faktor bei der Vermarktung gewisser Produkte spielen.

Japanische Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Internationalisierung

Internationalisierung ist für jedes Unternehmen – sei es ein erfolgreiches KMU oder ein junges Start-up – ein zentraler und existenzieller Meilenstein. Dabei kommt der Lokalisierung marketingrelevanter Inhalte eine besondere Bedeutung zu. Entscheidend sind hierbei die Übersetzung von Internetauftritt und Präsentationen sowie die Übertragung der Produktstammdaten in neue Sprachen. Die Übersetzung als Teilaufgabe von Lokalisierungsprojekten muss sich an den speziellen kulturellen Rahmenbedingungen der Zielregion orientieren. Japan als Zielmarkt spielt hierbei eine extraordinäre Rolle. Durch die geografische Lage zeigen die Wurzeln der japanischen Kultur Ähnlichkeiten sowohl zu südostasiatischen als auch zu sibirischen Stämmen. Hinzu kommt der spätere Einfluss durch chinesische und koreanische Einwanderer und die Öffnung zum Westen in der Nachkriegszeit und somit der Beginn der heutigen japanischen Popkultur. Japaner haben jedoch einen grossen Nationalstolz, denn sie haben aus all diesen Einflüssen eine eigene homogene japanische Kultur geschaffen, die sich klar von den früheren Einflüssen abgrenzen will. Umso wichtiger ist es, dem japanischen Käufer in seiner eigenen Sprache korrekt und kulturspezifisch zu begegnen, um erfolgreich mit seinem Business zu sein. Bei der Durchführung von Übersetzungen ins Japanische müssen Sie also einen starken Partner wählen, der Sie mit Hilfe von muttersprachlichen Fachspezialisten zum Erfolg führt.

 

Über 24translate

24translate unterstützt erfolgreich seit 2002 Schweizer KMU und Grosskonzerne bei Ihren Übersetzungen und Lokalisierungsprojekten. Marktforschungsdaten wurden mit Genehmigung von Nimdzi zur Verfügung gestellt.

Mehr über den japanischen Markt erfahren

Möchten Sie Ihre Geschäftsmöglichkeiten in Japan kennenlernen? Setzen Sie sich heute mit Jacqueline Tschumi in Verbindung und besprechen Sie Ihr Exportprojekt. Wir von Switzerland Global Enterprise bieten Ihnen erste kostenfreie Länderberatungen an, erstellen je nach Bedürfnis ausführlichere Markt- und Konkurrenzanalysen, unterstützen Sie bei der Suche nach dem richtigen Geschäftspartner und klären Sie über rechtliche Bestimmungen auf.

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