Exportwissen

China: Reisebeschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie

Derzeit lässt China Ausländer mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung und Visum nur unter eingeschränkten Bedingungen ins Land. Die Rechtslage kann sich allerdings jederzeit ändern. Um Schweizer Unternehmen dabei zu helfen, die Möglichkeit einer Chinareise einzuschätzen, haben wir folgende Informationen zusammengetragen.

Flughafen

Visum für China

Seit dem 28. März 2020 um Mitternacht (0 Uhr) hat China die Einreise ausländischer Staatsangehöriger unterbunden (mit wenigen Ausnahmen wie beispielsweise für Diplomaten und Personen mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung).

PU-Einladung für Visaanträge

Die PU-Einladung ist ein Einladungsschreiben, das eine einladende Rechtsperson während der COVID-19-Pandemie beim zuständigen Foreign Affairs Office (FAO) beantragen muss, damit die eingeladene Person ihrerseits in ihrem Aufenthaltsland ausserhalb Chinas ein Einreisevisum beantragen kann. Nur Ausländer, die notwendigen wirtschaftlichen, handelstechnischen oder technologischen Aktivitäten oder einer dringenden humanitären Arbeit nachgehen, haben derzeit die Möglichkeit, nach China einzureisen.

Ausserdem haben momentan in der Regel nur hochrangige Führungskräfte von mittelständischen und grossen Unternehmen oder technische Forscher, die an wichtigen Projekten arbeiten, überhaupt eine Chance, die Einreisegenehmigung der lokalen FAO zu erhalten. Die einladende Rechtsperson in China muss die PU-Einladung bei ihrem lokalen FAO beantragen. Da es sich bei der PU-Einladung um eine spezielle Anforderung für die Visabeantragung während der COVID-19-Pandemie handelt, liegt es im alleinigen Ermessen der zuständigen Behörde, ob eine solche Einladung ausgestellt wird oder nicht. Normalerweise dauert die Antragsbearbeitung rund einen Monat.

Flugmöglichkeiten

Was die Buchung von Linienflügen angeht, empfehlen wir Schweizer Unternehmen, die Flugmöglichkeiten direkt mit den Airlines abzuklären, d. h. Lufthansa, Swiss, Air China usw., da die Situation sich ständig ändert.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass die Auslandshandelskammer China, die Französische Industrie- und Handelskammer in China und die Chinesisch-Italienische Handelskammer (CICC) spezielle Charterflüge nach China organisieren. Informationen zu geplanten Charterflügen erhalten Sie auf den jeweiligen Websites.

Anforderungen vor dem Boarding

Passagiere, die von der Schweiz oder mit Zwischenstopp in Zürich nach China fliegen, brauchen PCR- und IgM-Antikörpertests und müssen einen «Gesundheitscode» beantragen, bevor sie an Bord gehen können. Die Chinesische Botschaft in Bern hat auf ihrer Website eine Reihe entsprechender Mitteilungen veröffentlicht.

Quarantänepolitik

Alle Reisenden, einschliesslich Schweizer Bürger, die nach China einreisen, werden bei ihrer Ankunft untersucht und müssen sich für mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben. Einreisende sollten darauf vorbereitet sein, die gesamte Quarantäne in einer von der Regierung ausgewählten Unterkunft oder im Hotel auf eigene Kosten zu absolvieren. Die COVID-19-Tests bei Ankunft und zur Entlassung aus der Quarantäne können Bluttests sowie Rachen- oder Nasenabstriche umfassen.

In den meisten chinesischen Städten gilt eine «14+7»-Quarantänepolitik. Diese verlangt eine 14-tägige zentralisierte medizinische Quarantäne, gefolgt von sieben Tagen Heimisolation. Peking verfolgt die «14+7+7»-Politik. Das «14+7+7»-Modell umfasst die 14-tägige zentralisierte Quarantäne, eine Woche Isolation zu Hause oder in zentralisierter Quarantäne sowie eine weitere Woche Gesundheitsüberwachung. Eintreffende Personen aus anderen inländischen Städten müssen 21 Tage warten, bevor sie in die chinesische Hauptstadt Peking einreisen können. Nach ihrer Einreise ist eine siebentägige Gesundheitsüberwachung erforderlich.

Die Quarantänebestimmungen werden in unterschiedlichen Provinzen/Städten auf verschiedene Weise umgesetzt und entsprechend der pandemischen Entwicklung kontinuierlich angepasst.

Reisen innerhalb Chinas

COVID-19-Schutzmassnahmen können von Stadt zu Stadt erheblich variieren. Die «Health Kit»-Apps (erhältlich in WeChat und Alipay) sind mittlerweile eine notwendige Voraussetzung für Reisen innerhalb des Landes. In Einkaufszentren, Supermärkten, Kinos, Ausstellungsräumen und Flughäfen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Aufzügen ist das Tragen von Masken vorgeschrieben. Dies kann auch an besonders belebten Orten im Freien der Fall sein, zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen und in Parks.

Angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit, dass China die Einreisebeschränkungen noch für ein weiteres Jahr aufrechterhalten wird, empfehlen wir Schweizer Unternehmen dringend, bei der Bewertung der Möglichkeiten einer Reise nach China alle in diesem Factsheet genannten Punkte zu berücksichtigen.
 

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Unsere lokale Niederlassung, der Swiss Business Hub China, beobachtet die Situation sehr genau und beantwortet gern Ihre spezifischen Fragen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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