Global Opportunities

Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb in Südkorea auf der Überholspur

Laut McKinsey & Co. wird die Brennstoffzellenindustrie jährlich 2,5 Billionen US-Dollar zusätzliche Wertschöpfung generieren und bis im Jahr 2050 weltweit mehr als 30 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die südkoreanische Regierung und die Unternehmen des Landes sehen dies als Ansporn, noch mehr brennstoffzellenbetriebene Elektrofahrzeuge auf die Strassen zu bringen. In der Schweiz beteiligen sich bereits immer mehr Unternehmen am Ausbau des Wasserstofftankstellennetzes.

 

Aufladen eines brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugs
Aufladen eines brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugs

Südkoreanische Regierungsvertreter und Unternehmen haben eine Investition in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart, um die Entwicklung der Brennstoffzellenindustrie in Korea weiter voranzutreiben. Geplant sind der Bau von Produktionsstätten für Brennstoffzellenfahrzeuge und -stacks, die Produktion von brennstoffzellenbetriebenen Bussen und die Entwicklung spezieller Brennstoffzellen-Lagerbehälter. Nach Umsetzung der Pläne wird Korea in der Lage sein, bis 2020 16’000 Brennstoffzellenfahrzeuge und 310 Wasserstofftankstellen zu bauen.

Die Regierung will die Beihilfen für den Kauf eines Brennstoffzellenfahrzeugs erhöhen, ebenso wie die Zahl der Ladestationen, um der Verbreitung umweltfreundlicher Fahrzeuge Vorschub zu leisten. Bis 2022 sollen ausserdem landesweit weitere Ladestationen für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb errichtet werden, an 160 Schnellstrassen und Autobahnraststätten sowie an 150 städtischen Standorten. Derzeit gibt es landesweit nur 16 Wasserstofftankstellen. Zum Vergleich: In Japan gibt es 101 Wasserstofftankstellen und Pläne für den Bau von 320 weiteren Stationen bis 2025.

Pilotprojekt mit wasserstoffbetriebenen Bussen

Die Regierung will bis 2022 1’000 wasserstoffbetriebene Busse einsetzen und bereits 2019 ein Pilotprojekt mit 20 Bussen in fünf grossen Städten starten.

Der koreanische Automobilgigant Hyundai Motor ist der wichtigste Akteur dieser Initiative. Hyundai Motor war 2013 der erste Automobilhersteller, der ix35-Brennstoffzellen in Serie herstellte. 2017 präsentierte Hyundai Motor mit dem Nexo das Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV) mit der grössten Reichweite (609 Kilometer) bei einer Ladedauer von 5 Minuten. Hyundai Mobis, eine Schwestergesellschaft von Hyundai Motor, die Automobilteile herstellt, war 2017 das erste Unternehmen weltweit, das ein integriertes Produktionssystem für die Kernkomponenten von FCEVs entwickelte. Die Produktionskapazität liegt bei 3’000 Brennstoffzellenantriebs-Komplettmodulen pro Jahr.

Aktuell fahren auf Koreas Strassen 200 FCEVs. Zum Vergleich: Volkswagen besitzt 10 Fahrzeugmarken und verkauft weltweit 10 Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Um Synergien zu erzeugen, haben die Hyundai Motor Group und Audi nun eine Partnerschaft für die Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen geschlossen und geben damit neue Impulse für technische Innovationen und damit für nachhaltiges Wachstum in der Automobilindustrie.

Der Chemieriese SK Energy und Korea Post stossen ebenfalls in den FCEV-Markt vor. Sie planen die Errichtung von Ladestationen für Brennstoffzellen an 3’570 Tankstellen und 3’500 Postniederlassungen.

So profitieren Sie von diesen Möglichkeiten

Für Schweizer KMU bestehen potenzielle Chancen im Zusammenhang mit dem Bau von Brennstoffzellen-Stacks oder Ladestationen. Wenn Sie Ihre Möglichkeiten unverbindlich ausloten möchten, setzen Sie sich bitte mit unserem S-GE Senior Consultant für Südkorea Jacqueline Tschumi in Verbindung. Kontakt

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