Global Opportunities

Chancen am indonesischen Markt für Medizintechnik

Der Markt für medizinische Ausrüstung und Medizinprodukte in Indonesien bleibt für ausländische Anbieter von Medizintechnik attraktiv. Der indonesische Markt für Medizinprodukte konnte über die vergangenen zehn Jahre ein starkes Wachstum verzeichnen und erreichte ein Volumen von rund 1 Milliarde US-Dollar. Aufgrund des stetig steigenden Pro-Kopf-BIP und der Initiative der Regierung Indonesiens, den Krankenversicherungsschutz auf alle auszudehnen, wird allgemein erwartet, dass der Markt weiterhin jährlich um 12 % wächst.

Proben werden im Labor getestet

Mit einem BIP von über 1’000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 belegt Indonesien den sechzehnten Platz der grössten Volkswirtschaften der Welt. Darüber hinaus ist Indonesien die grösste Volkswirtschaft in der ASEAN-Region und nach China die am zweitschnellsten wachsende Volkswirtschaft der G-20. Der IWF prognostiziert Indonesiens Wirtschaft bis Ende 2018 einen Anstieg auf 1’400 Milliarden US-Dollar. Wenig überraschend gelten die ASEAN-Staaten einschliesslich Indonesien als die in Zukunft weltweit interessantesten aufstrebenden Märkte für Medizinprodukte. Indonesien allein stellt mit über 260 Millionen Einwohnern bereits ein Drittel des gesamten ASEAN-Marktes und rund die Hälfte dieser Einwohner ist bemerkenswerterweise unter 30.

Steigendes Pro-Kopf-Einkommen und Veränderungen im Lebensstil 

Das BIP überschritt 2010 erstmals die wichtige Schwelle von 3’000 US-Dollar pro Kopf und steht Ende 2017 bei fast 4’000 US-Dollar. Mit diesem Niveau gehen Veränderungen im Lebensmittelkonsum und im Lebensstil einher. Insbesondere steigt der Konsum von auf Zucker basierenden Produkten und es wird beispielsweise mehr Freizeit in Einkaufszentren verbracht. Einerseits ergibt sich aus einem solchen Lebensstil ein Anstieg von Krankheiten wie Schlaganfällen, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit, andererseits stehen mehr private und öffentliche Mittel für medizinische Untersuchungen und Behandlungen zur Verfügung, was die Nachfrageseite der Medizintechnik stützt.

Grosse Abhängigkeit von importierten Produkten

Lokale Hersteller von Medizinprodukten produzieren gegenwärtig hauptsächlich Grund- und Einwegprodukte. Die heimischen Hersteller decken aktuell nur 10 % des lokalen Bedarfs. Der Sektor ist noch immer stark von importierten Produkten abhängig. 

Allgemeiner Versicherungsschutz: kostenlose medizinische Grundversorgung

Die Umsetzung des «Nationalen Gesundheitsversicherungssystems» wurde 2014 begonnen und hat zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach fortschrittlichen Medizinprodukten geführt.

Im Januar 2014 führte die indonesische Regierung eine allgemeine Gesundheitsversicherung ein, um sicherzustellen, dass alle Menschen in Indonesien spätestens 2019/2020 Zugang zu kostenloser medizinischer Grundversorgung haben. Das bedeutet auch, dass eine grosse Anzahl von Krankenhäusern errichtet werden muss, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Um dieser Nachfrage zu entsprechen, wurden in den vergangenen zwei Jahren beispielsweise hunderte neue Privatkliniken gebaut und die Regierung plant, bis 2025 5’000 weitere kommunale Gesundheitszentren zu errichten.

Der private Kliniksektor wächst rasant

In Indonesien gab es 2017 2’820 Krankenhäuser (957 öffentliche Krankenhäuser und 1’863 Privatkliniken) sowie rund 10’000 kommunale Gesundheitszentren. Der Sektor der Privatkliniken entwickelt sich schnell. Obwohl wohlhabendere Patienten für komplexe medizinische Behandlungen oft in Nachbarländer wie Singapur und Malaysia reisen, scheinen sich die grösseren indonesischen Krankenhauskonzerne der Herausforderung zu stellen und versuchen, ihre Servicequalität zu verbessern, um mehr Patienten für Behandlungen, darunter auch langfristige Behandlungen, in Indonesien zu halten.

Die Schweiz als Vorteil

Was die Angebotsseite betrifft, ist die Schweiz auch in Indonesien für hohe Qualität, verlässliche und präzise Technologie und für Innovationskultur in dem Sektor bekannt. Neben einer sehr breiten Palette von Instrumenten und Geräten für Labore, Operationen und Lebenserhaltungssysteme (auf Intensivstationen) sind insbesondere Subsektoren wie Kardiologie, Onkologie und Diabetesversorgung von Interesse. Zwei unterstützende Branchen, IT-Lösungen für das Krankenhaus-Management und Technologie für medizinische Abfälle, konnten als sofort attraktiv eingestuft werden.

Erleichterte Abläufe mit dem E-Katalog

2013 hat das Gesundheitsministerium den elektronischen Einkauf für die Beschaffung von Medizinprodukten eingeführt. Dabei wurden alle Medizinprodukte in einen E-Katalog aufgenommen, um den Ablauf zu optimieren. Kurz gesagt ist es das Ziel dieses Systems, die Transparenz zu erhöhen und die Transaktions- und Beschaffungsabläufe in Form von Ausschreibungen zu vereinfachen. Daran nehmen die meisten öffentlichen Krankenhäuser über eine gemeinsame Plattform mit einem einheitlichen E-Katalog teil. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist das Anmeldeverfahren. Wenn alle Dokumente vorliegen, ist es klar, relativ unbürokratisch und kostengünstig.

Wie kann man in den indonesischen Markt einsteigen?

Die Untersuchung weiterer Trends und möglicher Interessensbereiche hat zu zusätzlichen Empfehlungen und einer Verfeinerung der Strategien zum Eintritt in diesen Markt geführt:

  • Seien Sie vor Ort präsent
  • Arbeiten Sie mit einem zuverlässigen und effizienten Agenten/Vertreiber
  • Fokussiertes Branding
  • Bieten Sie überzeugende Verkaufs- und After-Sales-Leistungen
  • Überzeugen Sie die Ärzte
  • Beginnen Sie in den Städten
  • Bündeln Sie Ihre Kräfte und zeigen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale deutlich

S-GE und der Swiss Business Hub Indonesia haben bereits verlässliche Partner ermittelt, die mit allen regulatorischen Belangen und Importverfahren vertraut sind. Damit wird neuen Marken ein «stressfreier» Markteintritt ermöglicht. Setzen Sie sich für weitere Informationen bitte mit unserer Senior Consultant für Südostasien Angela Di Rosa in Verbindung.

Sind Sie am indonesischen Medtech-Markt interessiert?

Unsere Senior Consultant für Südostasien Angela Di Rosa hilft Ihnen gerne mit ersten Marktinformationen, Einschätzungen und der Empfehlung von Geschäftspartnern in der ASEAN-Region.

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