Global Opportunities

Gesundheitstechnologie auf Mauritius: Ein boomender Markt für Schweizer Unternehmen

Mauritius ist zu einer der am schnellsten wachsenden Destinationen im Bereich der Medizintechnik und der medizinischen Behandlung in Afrika geworden. Während der offizielle Standpunkt aller afrikanischen Staaten weiterhin ist, mit der Herstellung eigener medizinischer Geräte zu beginnen oder diese zu erhöhen, steigen in Wahrheit die Importe aus Ländern ausserhalb Afrikas rapide an, um bestehenden und künftigen Erfordernissen gerecht zu werden. Daraus ergeben sich eine Reihe von Geschäftsmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen.

Blick über eine Stadt auf Mauritius

Kernmarktsegmente

Der Gesundheitssektor auf Mauritius hat sich zu einem Cluster entwickelt, der von verschiedenen Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung gestützt wird, darunter Medizinprodukte, Medizintourismus, Telemedizin, alternative Medizin und Wellness. Verschiedene globale Gesundheitsunternehmen – darunter Schweizer Namen wie Novartis und Labatec-Pharma – haben bereits in spezialisierte oder breiter aufgestellte Kompetenzzentren investiert, um der wachsenden Gesundheitsnachfrage gerecht zu werden, oder um ihre Produkte nach Mauritius zu exportieren.

Medizinprodukte

Die Nachfrage nach hochwertigen Medizinprodukten auf Mauritius ist in den folgenden Unterkategorien am stärksten:

  • Ausstattung für Krebs-Zentren
  • HNO-Ausstattung für Kliniken
  • Medizinische Bildgebung (MRI, CT und Röntgen)
  • Diagnostische Ausstattung
  • Chirurgische Instrumente
  • Ausstattung für Orthopädie und Implantate
  • Dialysegeräte
  • Laborausstattung
  • Zahnärztliche Chirurgie und dentofaziale Orthopädie
  • IT-Lösungen im Gesundheitswesen

Medizintourismus

Um dem steigenden Andrang von Medizintouristen gerecht zu werden und weitere Kunden für andere Behandlungsfelder zu gewinnen, werden dringend weitere Investitionen benötigt. Dabei handelt es sich um eine der besten Anlagemöglichkeiten für Schweizer Gesundheitsexperten und Mediziner.

Telemedizin

Telemedizin eröffnet Patienten ausserhalb von Mauritius sowie auch Gesundheitsdienstleistern auf Mauritius neue Möglichkeiten: Sie ermöglicht es Patienten aus dem Ausland, moderne Gesundheitsdienstleistungen aus Mauritius ohne geographische Einschränkungen in Anspruch zu nehmen, vorausgesetzt, es stehen eine Internetverbindung und ein Smartphone zur Verfügung. In der Startphase werden besonders Geräte für die Ferndiagnose und Sensor-Kits sowie unterstützend cloud-basierte Softwarelösungen benötigt. Dies stellt in den kommenden Jahren eine weitere gute Chance für Schweizer Technologien dar.

Alternative Medizin

Seit knapp drei Jahrzehnten ist Mauritius stolz darauf, gegenüber alternativen Heilverfahren aufgeschlossen zu sein und das regulatorische Rahmenwerk, basierend auf dem «The Ayurvedic and Other Traditional Medicines Act», besteht schon seit 1989. Und obwohl Mauritius seit langem den «Wohlfahrtsstaaten» zuzurechnen ist, greifen die Einwohner von Mauritius noch immer gerne auf die Naturheilkunde zurück, die auch Besuchern aus dem Ausland angeboten wird.

Wellness

Die nächste globale «Milliardenbranche» ist der Gesundheits- und Wellness-Markt. Schon heute wächst und gedeiht die Wellness-Branche auf Mauritius und zieht mit einer Vielzahl von Wellness-Zentren und ruhigen Hotel-Spas Einheimische wie auch Touristen an. Das Hauptaugenmerk liegt auf Beauty, Anti-Aging, Fitness und Gewichtsreduktion und bietet weiteres Wachstum und Investitionsmöglichkeiten für Schweizer Hoteliers, Gesundheitsdienstleister und Kosmetikhersteller.

Marktwert und Charakteristika

Das Gesundheitswesen in Afrika erlebt derzeit einen einzigartigen Aufschwung und es wird geschätzt, dass bis 2020 Medizintechnik im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar benötigt wird, was zu einem noch nie dagewesenen Boom der Importe in diesem Sektor führen dürfte.

Mauritius verfügt über nur sieben Hersteller von Medizinprodukten mit insgesamt 600 Mitarbeitenden und einem jährlichen Volumen für den lokalen Markt von 15 Millionen US-Dollar (2015). Aber im Jahr 2018 importierte Mauritius Medizinprodukte im Wert von fast 30 Millionen US-Dollar und stattete damit sieben grosse öffentliche Krankenhäuser, fünf öffentliche Spezialkliniken, 17 private Kliniken, 11 private Spezialkliniken und 29 medizinische Laboratorien mit neuer Technologie aus.

Aufgrund des vorrangigen Marktzugangs von Mauritius in Europa haben führende ausländische Hersteller von medizinischen Geräten begonnen, sich in Mauritius zu etablieren. Um weitere Unternehmen zu gewinnen, hat die Regierung als Anreiz im Budget von 2016/2017 bekannt gegeben, dass Materialien, die für die Herstellung von Medizinprodukten benötigt werden, zollfrei eingeführt werden können. Im Haushaltsentwurf 2017/2018 gab die Regierung bekannt, dass neue Unternehmen, die Medizinprodukte herstellen, in den Genuss einer achtjährigen Steuerbefreiung kommen, und hat zudem einen Nachlass auf Luftfracht für Unternehmen, die Medizinprodukte nach Europa exportieren, vorgeschlagen. Schliesslich wird im vorgeschlagenen Budget 2017/2018 festgehalten, dass die Regierung den «Clinical Trials Act» anpassen wird, damit Geräte auf Mauritius getestet werden können, um so das Wachstum der Branche für Medizinprodukte anzukurbeln.

Abgesehen vom Markt für Medizinprodukte, stellen Schweizer Exporteure bereits einen Anteil von über 6 % aller pharmazeutischen Exporte nach Mauritius mit über 120 Millionen US-Dollar im Jahr 2017. Dabei handelt es sich um einen weiteren Sektor, der gegenwärtig überdurchschnittliches Wachstum zeigt.

Ratschläge für Exporteure

Im Vergleich zu vielen anderen Ländern stellt Mauritius ein «Paradies» für Schweizer Exporteure dar, da die Regierung von Mauritius den bilateralen Handel so einfach wie möglich macht. Die gesprochenen Sprachen umfassen Englisch und Französisch, es bestehen also auch keine Sprachbarrieren. Die Regierung versucht sich so wenig wie möglich einzumischen und überlässt das Feld privaten Experten, die auf der Insel als Vermittler und Agenten handeln.

Darüber hinaus bietet Mauritius auch die Möglichkeit erheblicher Steuerersparnis, wenn ein eigenes Import- und Vertriebsunternehmen eingerichtet wird, denn die steuerliche Behandlung und Anreize der Regierung wirken sich günstig aus. Zu beachten ist jedoch, dass die Schweiz eines der wenigen Länder ist, die mit Mauritius noch kein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet haben, aber es besteht seit April 2000 zwischen der Schweiz und Mauritius ein Abkommen zur Förderung und zum Schutz von Investitionen.

Wenn Sie mehr über die Chancen im Gesundheitssektor erfahren möchten, oder sich aktiv auf Mauritius engagieren wollen, zögern Sie bitte nicht, unseren Senior Consultant für Afrika, Suhail el Obeid, zu kontaktieren.

 

Konferenzen

Mauritius
14 – 15 October 2018    International Conference on Neurology and Health Care
22 – 23 January 2019    International Conference on Medical & Health Science

South Africa
28 – 30 May 2019: Africa Health 

Kommen Sie mit uns an die grösste Messe im Gesundheitsbereich! Bei unserem Mini SWISS Pavilion an der Africa Health 2019 profitieren Sie von einem gebrauchsfertigen Stand und einer klaren Identifikation durch Schweizer Design. 

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