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Saudi-Arabien: Lösungen für die Abfallwirtschaft

Abfall und dessen wirtschaftliche und umweltgerechte Entsorgung ist ein Thema, dem Saudi-Arabien momentan viel Aufmerksamkeit schenkt. In Verbindung mit einigen seit Langem bestehenden gesellschaftlichen Problemen mit der Verschwendung im Allgemeinen führt die rasche Urbanisierung dazu, dass die Abfallmengen stetig steigen. Dies ist ein ernstes und anhaltendes Problem. Daher sucht die Regierung Saudi-Arabiens nach Lösungen, was Schweizer Unternehmen im Bereich der Abfallwirtschaft Chancen eröffnet.

Recyclingstation für PET-Flaschen

Regierungen wollen das Müllproblem in den Griff bekommen

Unterstützt von den ehrgeizigen, aber erreichbaren Gesamtzielen, die auf Deponien anfallende Abfallmenge zu reduzieren, möchte die Regierung Saudi-Arabiens sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor mehr für die Abfallwirtschaft tun. Mit dem Ziel der Regierungen, das Abfallproblem zu lösen, wurde kürzlich eine Reihe von Meldungen über neue Gesetze und Initiativen veröffentlicht, die das Problem mit verschiedenen innovativen Mitteln in Angriff nehmen.

Innovative Massnahmen als Lösung für das Abfallproblem

 Während einige dieser Massnahmen auf Bildung und Förderung des Recyclings zu Hause setzen, unterstützen viele davon unmittelbar Investitionen in den Cleantech-Bereich und die Untersuchung innovativer und umweltfreundlicher Lösungen für die Abfallwirtschaft. Mit jährlich 15 Millionen Tonnen Abfall, einer Menge, die sich bis 2033 verdoppeln wird, ist Saudi-Arabien der grösste Abfallerzeuger der Region. Der Abfall des Landes besteht grösstenteils aus Nahrungsmitteln und organischem Material, gefolgt von Papier und Kunststoffen. Es ist erwähnenswert, dass Siedlungsabfälle aus einzelnen oder gemeinschaftlichen Containern gesammelt und in Deponien entsorgt werden.

Recycling noch in einer frühen Phase

Recycling, Wiederverwendung und Energierückgewinnung stecken noch in den Kinderschuhen, erhalten jedoch grössere Aufmerksamkeit. Abfallsortierung und Recycling werden von einem aktiven informellen Sektor angetrieben. Recycling umfasst meist manuelle und arbeitsintensive Tätigkeiten. Auch die Kompostierung erfährt zunehmendes Interesse in Saudi-Arabien, da organisches Material mit rund 40 % einen grossen Teil der Siedlungsabfälle ausmacht.

Als Antwort auf dieses dringender werdende Problem plant der Public Investment Fund (PIF) die Schaffung der Saudi Recycling Company (SRC), einer Abfallwirtschaftsorganisation, die ermächtigt ist, im ganzen Land Recycling-Projekte aufzubauen und zu unterstützen. Gegenwärtig werden in Saudi-Arabien nur rund 10 % der Abfälle recycelt. Mit der SRC möchte die Regierung diese Zahl im Rahmen ihrer nationalen Strategie «Vision 2030» auf 85 % erhöhen. Die Regierung will bis 2030 Müllverbrennungsanlagen errichten, die bis zu drei Gigawatt Energie liefern sollen, um dem Abfallproblem des Landes Herr zu werden und dabei zur Strom-Grundlast beizutragen und die Energieerzeugung zu diversifizieren. Diese Entwicklung bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit für Schweizer Unternehmen in den Sektoren Cleantech und Abfallwirtschaft.

Wenn Sie mehr über die spezifischen Chancen oder das Geschäftspotenzial in Saudi-Arabien im Allgemeinen erfahren möchten, kontaktieren Sie bitte Ruedi Büchi, Consultant für den Nahen Osten.

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