Global Opportunities

Autonome Fahrzeuge und zunehmende E-Mobilität

Grosses Potenzial in der Automobilindustrie in Ungarn

Die ungarische Automobilindustrie wächst stetig und bietet internationalen Investoren und Interessenten zahlreiche Möglichkeiten. Mehr als 40 der weltweit führenden 100 Automobilhersteller sind als Zulieferer in Ungarn tätig. Insgesamt gibt es in der ungarischen Automobilindustrie über 700 Zulieferer.

E-Auto

Überblick über die ungarische Automobilindustrie

Die ungarische Automobilindustrie beschäftigt mehr als 170’000 Menschen und macht 28 % der gesamten Industrieproduktion des Landes aus. Zudem findet sich in Ungarn die gesamte Bandbreite dieser Branche, also nicht nur Produktion, sondern auch Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen. Der Produktionswert der Automobilindustrie lag im Jahr 2017 bei 26,1 Milliarden Euro und stieg zwischen 2010 und 2017 um jährlich durchschnittlich 13 %. Ausserdem entfallen 28,7 % der ungarischen Produktionsleistung auf die Automobilindustrie.

Grosse Marken in der Branche

Im Jahr 2017 wurden in Ungarn rund 500’000 Pkws hergestellt. 91,8 % der Produktionsmenge der Branche werden exportiert, hauptsächlich in die EU (87 %). 20 % des gesamten ungarischen Exportvolumens entfallen auf die Automobilindustrie.

Die vier grössten Automobilhersteller sind: Audi, Mercedes, Opel und Suzuki.

Audi betreibt in Győr eines der weltweit grössten Motorenwerke und stellt dort Erdgas- und E-Motoren her. Robert Bosch ist der grösste industrielle Arbeitgeber Ungarns und hat in Budapest sein grösstes F+E-Zentrum ausserhalb Deutschlands. Continental ist mit 8’000 Mitarbeitenden in Ungarn vertreten und in verschiedenen Bereichen tätig. Erst vor Kurzem hat das Unternehmen sein Center for Deep Machine Learning in Budapest eröffnet.

Kürzlich angekündigte Zukunftsprojekte

Mercedes tätigte die bisher grösste Greenfield-Investition in Ungarn und errichtet derzeit in Kecskemét sein zweites Werk im Wert von 1 Milliarde Euro. An dieser neuen Produktionsstätte werden künftig Modelle mit diversen Fahrzeugarchitekturen und Antriebstechnologien in einer flexiblen «Full-flex»-Produktionsumgebung hergestellt.

BMW wird 1 Milliarde Euro in den Bau eines neuen Werks in Ungarn investieren.

Jaguar Land Rover bestätigt die Schaffung eines Ingenieurbüros in Ungarn, das 2019 eröffnen soll. Nissan plant für 2019 die Errichtung seines europäischen Finanzzentrums in Budapest. Die neue Investition der GMD Groupe hat gerade den Betrieb aufgenommen – in Dorog produzieren 240 neue Mitarbeitende verschiedene Autoteile (Opel, Lamborghini und Bentley).

Die Investitionen werden vom ungarischen Staat gefördert. Diese Anreizprogramme umfassen Barzuschüsse für Investitionen, Ausbildungstätigkeiten, F+E und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Steuervergünstigungen (wie die Senkung der Körperschafts- oder Sozialsteuer). Ferner können sich Investoren mit Kapazitätserweiterungen und technologieintensiven Investitionsprojekten für VIP-Barzuschüsse bewerben.

Autonomes Fahren in Ungarn

Ungarn hat sich im Bereich autonomes Fahren zu einem Testzentrum entwickelt. Das Land hat in das neue ZalaZone-Testareal investiert, das folgende Vorteile bietet:

  • Staatlich finanzierte Anlage, die jedoch von allen Unternehmen genutzt werden kann
  • Testumgebungen für autonome und elektrische Fahrzeuge mit klassischen Dynamikelementen
  • F+E sowie Ausbildungsplattform
  • Entwicklungsbereiche für Unternehmen
  • Anbindung an das mobile 5GHochgeschwindigkeitsnetz
  • Gewährleistung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Tests von autonomen Fahrzeugen auf öffentlichen Strassen

Konzept für E-Mobilität

Ungarn hat als erster der mittel- und osteuropäischen Staaten ein Konzept für E-Mobilität eingeführt, in dessen Rahmen direkte und indirekte Anreize zur Förderung der E-Mobilität geschaffen und mehr Ladestationen bereitgestellt wurden. Zudem wird Ungarn zum grössten Traktionsbatterie-Hersteller Europas. Im Bereich E-Mobilität und E-Motor-Produktion sind unter anderem folgende Unternehmen tätig: SK Innovation, Samsung SDI, GS Yuasa, Audi, Thyssenkrupp und BYD. Ziel ist ein Wandel der ungarischen Industrie von der reinen Produktion hin zu F+E (von «in Ungarn produziert» zu «in Ungarn erfunden»), Innovation und Produktentwicklung – Bereiche, in denen immer mehr professionelle Ingenieure und innovative Unternehmen benötigt werden. Strategisch konzentriert man sich auf technologieintensive Entwicklungen und Automatisierung. In Zusammenarbeit mit den wichtigsten Hochschulen wird Unternehmen ein duales Ausbildungssystem bereitgestellt, um sie beim Ersatz von Arbeitskräften zu unterstützen.

Schweizer Unternehmen sind willkommen

Insgesamt hat sich die ungarische Automobilindustrie in den vergangenen Jahren ausgezeichnet entwickelt. Sie ist stets offen für neue Investoren auf allen Seiten: Produktion, F+E und Lieferkette. Schweizer Unternehmen sind herzlich eingeladen, Beziehungen zur Branche aufzubauen und sich mit all ihrem Know-how und ihrer Innovationskraft einzubringen.

Die ungarische Industrie- und Handelskammer und die Hungarian Investment Promotion Agency suchen ständig nach neuen Unternehmen, die in diese Branche investieren wollen, allem voran in das Innovationszentrum mit Schwerpunkt E-Mobilität und autonome Fahrzeuge.

Mit der Automobilindustrie verbundene Schweizer Unternehmen und Zulieferer sind:

  • ABB Kft. – Kecskemét
  • Phoenix Mecano, CabTec – Kecskemét
  • Autoneum – Komárom
  • Adval Tech – Szekszárd
  • Würth – Budaörs
  • SFS – Jánossomorja
  • Oerlikon – Székesfehérvár
  • Rehau – Újhartyán                                           
  • Gurit – Székesfehérvár

Auch im KI-Bereich gibt es viele Möglichkeiten für neue Zulieferer, da eine kontinuierliche Umstellung auf autonome Produktion mit Robotern und anderen Systemen zu beobachten ist.

Automobilveranstaltungen 2019:

Wie können Sie profitieren?

Möchten Sie mehr über die ungarische Automobilindustrie erfahren? Unsere Senior Consultant für Ostmitteleuropa Katalin Dreher-Hajnal hilft Ihnen gerne weiter – mit fundiertem Wissen, ersten Beurteilungen und Informationen über konkrete Möglichkeiten.

Links

Teilen
Wie sollen wir Sie kontaktieren?

Premium Partner

Strategische Partner

Institutioneller Partner

Official program